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ᐅ WU-Beton +Unterputzdosen im Wohnkeller - wie kann man das lösen?


Erstellt am: 13.06.17 02:22

DReffects13.06.17 02:22
Schönen guten Abend,

wir haben bei einem Bauträger ein Einfamilienhaus mit Keller in Auftrag gegeben. Drei der vier Kellerräume werden als Wohnraum bzw. Büro ausgestattet.

Wir haben 24cm dicke WU-Beton Kelleraußenwände. Für mich war von vornherein klar, dass bei einem Neubau die Steck- und Netzwerkdosen selbstverständlich Unterputz angebracht sind. Brüstungskanal empfinde ich als völlig inakzeptabel, insbesondere im Wohnraum.

Mit dem Bauträger wurde mehrfach diesbezüglich gesprochen es hieß bisher immer „Kein Problem, damit gab es noch nie Probleme“. Nun hatte eben der Elektriker hier Bedenken angemeldet, der Bauträger schließt sich diesem nun an.

Jetzt mal in die Runde gefragt: Wo ist hier das Risiko? Ich dachte entweder ist der Beton wasserdicht oder eben nicht?

Gibt es hier Richtwerte, wie tief eine UP-Dose gesetzt werden darf oder anderweitige Erfahrungswerte?

Aufputz ist für mich leider ein extrem rotes Tuch – Gerade aus diesem Grund haben wir uns für einen Neubau entschieden, damit meine Büroräume derartiges nicht zeigen.

In den Kellerräumen befinden sich auch dezentrale Raumlüfter, diese müssen ebenfalls einen Elektroanschluss im Beton erhalten.

Welche Möglichkeiten gibt es hierfür?

Besten Dank!
DR
Caspar202013.06.17 04:44
DReffects schrieb:
Wir haben 24cm dicke WU-Beton Kelleraußenwände.

Und das ist genau die mindestens-Stärke die es braucht um die Wand wasserdicht zu bekommen. Bei WU läuft die dichtigkeit über die Stärke des Materials. WU an sich ist wasserdicht aber trotzdem diffusionsoffen. Kommt da noch was außen dran? Wegen wohnraumnutzung und so?

Da bieten sich eigentlich nur 3 Möglichkeiten an.

1) Elektrik in die Innenwände des Kellers

2) Installationsebene an die Außenwände (hat den Vorteil das die bwtonoptik/Behaglichkeit deutlich verbessert wird; aber sollte vom Fachmann geplant werden wegen der oben erwähnten Diffusionsoffenheit von WU)

3) dickere Außenwände erstellen lassen
77.willo13.06.17 06:02
Ist die Mindeststärke nicht 20cm?
Caspar202013.06.17 06:27
Es kommt darauf an. Je nach Herstellungsart und beanspruchungsklasse sind auch mindestens 24cm empfohlen.

Also bei drückendem Wasser und Ortbeton z.b.
AOLNCM13.06.17 10:27
Es gibt normale und tiefe UP-Dosen. Bei 1 bis 2 Kabel kann man normale nehmen, bei mehr Kabel und evtl. bestimmten Einsätzen müssen tiefe genommen werden. Kabelführung an/in Betonwänden nicht vergessen.
Falls es sich nur um eine Wand pro Raum handelt, evtl. mit Rigips Beplanken und dort die UP-Dosen setzen.
world-e13.06.17 10:39
Bei mir ist es das gleiche, ich habe auch keine UP-Dosen in den WU-Außenwänden. Ich habe so gut es geht, die meiste Elektroinstallation in den gemauerten Innenwänden geplant. Allerdings wird nur ein Raum vom Keller bei mir wohnlicher, dort werde ich vermutlich die Außenwände mit Fermacell Beplanken, dort gibt es welche, die schon eine dünnere Styroporschicht darauf haben, sodass es dann für normale Hohlwanddosen reicht. Es gibt auch Sockelkänale, wo man Kabel unterbringen kann und kompatible Steckdosen etc. dazu, dass alles wie aus einem Guss wirkt. In einem Büroraum machen an gewissen Stellen Brüstungskanäle Sinn, da dort viele Steckdosen, LAN etc. benötigt wird und man eine gewisse Flexibilität haben möchte.
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