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Erstellt am: 03.05.21 23:44

Oetzberger05.05.21 07:53
Bookstar schrieb:

Ist so ein Leben denn lebenswert? Sinnloser übertriebener Konsum ist sicherlich nicht erstrebenswert, aber gezielte Anschaffungen auch im hochpreisigen Segment sind es in meinen Augen schon (dazu zählt auch ein Haus mit entsprechender Ausstattung)
Kurz nach dem Studium hatte ich so niedrige Ansprüche, dass ich weniger als den Hartz Regelsatz verbrauchte - und ich hatte alles, was ich brauchte. Keinerlei wirkliche Bedürfnisse die unbefriedigt waren, und ein 10 Jahre altes Rad und die 5 Jahre alten Klamotten taten es genauso. Mit der Zeit hat sich das natürlich etwas verschoben (Freizeit Klamotten sind nun eher 10 Jahre alt, aber meine Räder sind sehr teuer geworden) und nun habe ich größten Respekt vor jemandem der zeitlebens mit Hartz auskommen muss. Aber, zu deinem Punkt: Alles eine Einstellungssache, man kann auch sehr gut auf den ganzen Krempel verzichten, auch wenn einem dank Gehalt regelmäßig das Girokonto "uberläuft" und man es dann eben anlegt.
Tolentino05.05.21 08:07
Wiesel29 schrieb:

Wenn ich Feierabend machen will und der Vorgesetzte kommt rein und will was besprechen dann sage ich "sorry kommen Sie morgen wieder"
In welchen Job gibt's denn sowas? Das ist ja wohl auch unabhängig von Gehalt oder Arbeitsumfang eine absolute Ausnahme. Geht m.E. nur wenn man ein hochqualifizierter Experte mit Spezialwissen ist oder einen sehr konfliktscheuen Chef hat.
Wiesel2905.05.21 08:27
Tolentino schrieb:

Geht m.E. nur wenn man ein hochqualifizierter Experte mit Spezialwissen ist oder einen sehr konfliktscheuen Chef hat.

Na da fühle ich mich aber geschmeichelt 😀
Wenn ich das jetzt sage ist das Geschrei bestimmt wieder groß.
Ich bin Finanzwirt und bearbeite Steuererklärungen abschließend. Das ganze seit nun fast 15 Jahren. Entsprechend ist die Erfahrung. Von Vorgesetzten kommen gerne mal unnötige oder sinnlose Rückfragen. Wenn der Chef gerne was geprüft haben möchte was meiner Erfahrung nach sinnlos ist weil es 0,0 Mehrwert für irgendwen bringt dann kann er das gerne selber machen. Und ja das sage ich ihm auch so. Feuern kann er mich schließlich nicht 😀
hampshire05.05.21 08:28
Bookstar schrieb:

Es ist immer besser das Geld für einen arbeiten zu lassen.
Ist schon verdreht - Geld mit Geld zu verdienen ist auch noch geringer besteuert als Geld mit Arbeit zu verdienen.
Wiesel29 schrieb:

Wenn ich Feierabend machen will und der Vorgesetzte kommt rein und will was besprechen dann sage ich "sorry kommen Sie morgen wieder"
Tolentino schrieb:

In welchen Job gibt's denn sowas? Das ist ja wohl auch unabhängig von Gehalt oder Arbeitsumfang eine absolute Ausnahme.
Es ist eine Frage der Firmenkultur. Sowohl das kategorische "nö ich hab Feierabend", als auch die Erwartung, dass Mitarbeiter selbstverständlich länger bleiben sind leider weit verbreitet und bedingen teilweise einander. Wenn ich als Mensch, der Personalverantwortung ernst nimmt meinen Mitarbeitern und Führungskräften - egal auf welchem Level - ständig Mehrarbeit abverlange muss ich überlegen, was in meiner Organisation nicht stimmt. In welchem Job es sowas gibt? Ist mehr eine Sache des Unternehmens als der Jobbeschreibung. In manchen Branchen gibt es das leider so gut wie nicht.
Tolentino05.05.21 08:44
Klingt nach für das Unternehmen unverzichtbarer Spezialist.

@hamsphire ja, da ist was dran. Wenn der Chef ständig einen länger braucht ist an der Struktur was falsch. Und wenn man Mal nen wichtigen privaten Termin hat komme ich als Vorgesetzter auch nicht mit der Chefkeule. Andererseits habe ich auch keine Mitarbeiter die Punkt 17 Uhr die Maus loslassen (Stift fallen lassen, versteht ja bald keiner mehr), wenn es eigentlich schon noch was dringendes zu tun gibt.
exto179105.05.21 08:48
Tolentino schrieb:

Klingt nach für das Unternehmen unverzichtbarer Spezialist.

@hamsphire ja, da ist was dran. Wenn der Chef ständig einen länger braucht ist an der Struktur was falsch. Und wenn man Mal nen wichtigen privaten Termin hat komme ich als Vorgesetzter auch nicht mit der Chefkeule. Andererseits habe ich auch keine Mitarbeiter die Punkt 17 Uhr die Maus loslassen (Stift fallen lassen, versteht ja bald keiner mehr), wenn es eigentlich schon noch was dringendes zu tun gibt.

Total schwer zu sagen... Kommt wirklich auf die Unternehmensphilosophie an bzw. auf die innere Struktur. Bei einer 43h/Woche im normalen Angestelltenbereich würde ich sicher den Stift um Punkt 17 Uhr fallen lassen. Bei einer 35-38h Woche o.ä. kann man da auch mal schauen, dass man die ein oder andere Überstunde macht - keine Frage!

Letztlich sollte aber der Arbeitgeber schauen, dass Überstunden im Verhältnis bleiben und bei einer ordentlich hohen Stundenwoche nicht auch noch Überstunden "hinten rum" verlangt werden (so läuft es meist - vor allem im Mittelstand). Ich bin der Meinung, dass sich viele Arbeitnehmer zu viel gefallen lassen und dass sogar in der heutigen Zeit noch ordentlich dem Chef hinten rein gekrochen wird...Bei einer ordentlichen Qualifikation ist dies jedoch bei der heutigen Arbeitsmarktsitutation definitiv nicht notwendig 🙂