Mal ehrlich, ich frage mich immer, ob es wirklich so sinnvoll ist, schwere IKEA-Regale an brüchigen Altbauwänden zu befestigen.
Aber vielleicht ist es gar nicht der richtige Ansatz, das Regal an solchen Wänden festzuschrauben. Man könnte doch auch überlegen, das Regal freistehend mit Gewichten zu stabilisieren oder mit Bodenanschlag zu versehen, statt die alten Wände anzugehen.
Nur so eine provozierende These 🙂 Was meint ihr?
Nabla64 schrieb:– Ehrlich gesagt, Kippsicherung ist sowieso ein Muss, egal ob Altbau oder Neubau.
Kippsicherung nicht vergessen
Aber vielleicht ist es gar nicht der richtige Ansatz, das Regal an solchen Wänden festzuschrauben. Man könnte doch auch überlegen, das Regal freistehend mit Gewichten zu stabilisieren oder mit Bodenanschlag zu versehen, statt die alten Wände anzugehen.
Nur so eine provozierende These 🙂 Was meint ihr?
GALEO4, dein Ansatz hat Berechtigung, aber wenn das Regal an der Wand fixiert werden soll, sind sichere Befestigungen unerlässlich.
Freistehende Lösungen sind eine Option, ändern aber unter Umständen die Raumgestaltung erheblich.
Zur Befestigung in Altbauwänden empfehle ich folgende Vorgehensweise:
- Materialbestimmung der Wand (z.B. Kalksandstein, Ziegel, Porenbeton)
- Geeignete Dübel auswählen: Injektionsmörtel für poröse Untergründe, Schwerlastdübel für massive Wände
- Erst Bohrstaub entfernen, dann Dübel setzen
- Montageschienen verwenden zur Gewichtsverteilung
- Bei großen Unebenheiten ggf. zusätzlich Unterlegmaterialien und Ausgleichsmasse nutzen
So kannst du eine fundierte Entscheidung treffen, die Sicherheit gewährleistet.
Freistehende Lösungen sind eine Option, ändern aber unter Umständen die Raumgestaltung erheblich.
Zur Befestigung in Altbauwänden empfehle ich folgende Vorgehensweise:
- Materialbestimmung der Wand (z.B. Kalksandstein, Ziegel, Porenbeton)
- Geeignete Dübel auswählen: Injektionsmörtel für poröse Untergründe, Schwerlastdübel für massive Wände
- Erst Bohrstaub entfernen, dann Dübel setzen
- Montageschienen verwenden zur Gewichtsverteilung
- Bei großen Unebenheiten ggf. zusätzlich Unterlegmaterialien und Ausgleichsmasse nutzen
So kannst du eine fundierte Entscheidung treffen, die Sicherheit gewährleistet.
Robomin,
ich möchte kurz einen Punkt ergänzen, der oft übersehen wird: die Lastverteilung. Das KALLAX Regal fasst viel Gewicht, insbesondere wenn Bücher oder schwere Dekostücke darauf stehen. Du solltest also keinesfalls nur die oberen Ecken sichern, sondern mindestens drei Befestigungspunkte wählen, idealerweise mit einer durchgehenden Montageschiene oder mehreren Haltern im Mittelteil.
Außerdem rate ich, vor der Montage mit einem starken Bohrer (am besten ein SDS-Bohrer) zu arbeiten und beim Bohren nicht zu schnell vorzugehen, um keine Risse zu provozieren.
Auch wichtig: Nach dem Bohren mit Druckluft ausblasen, damit die Dübel gut Halt finden.
ich möchte kurz einen Punkt ergänzen, der oft übersehen wird: die Lastverteilung. Das KALLAX Regal fasst viel Gewicht, insbesondere wenn Bücher oder schwere Dekostücke darauf stehen. Du solltest also keinesfalls nur die oberen Ecken sichern, sondern mindestens drei Befestigungspunkte wählen, idealerweise mit einer durchgehenden Montageschiene oder mehreren Haltern im Mittelteil.
Außerdem rate ich, vor der Montage mit einem starken Bohrer (am besten ein SDS-Bohrer) zu arbeiten und beim Bohren nicht zu schnell vorzugehen, um keine Risse zu provozieren.
Auch wichtig: Nach dem Bohren mit Druckluft ausblasen, damit die Dübel gut Halt finden.
Hey zusammen! Ich finde das Thema super spannend, weil ich gerade selber ein KALLAX Projekt in einem Altbau plane!
Ich mache es ähnlich wie Nabla64 beschrieben hat: Chemische Dübel sind echt der Hammer, weil die viel mehr Sicherheit geben als reine Spreizdübel. Meine Empfehlung: Fischer FIS V oder entsprechende Produkte von Hilti.
Was super hilft, ist eine Wasserwaage mit Magnet und eine ordentliche Bohrmaschine mit Schlag.
Ich freue mich schon riesig, wenn mein Regal steht 🙂 🙂
Ich mache es ähnlich wie Nabla64 beschrieben hat: Chemische Dübel sind echt der Hammer, weil die viel mehr Sicherheit geben als reine Spreizdübel. Meine Empfehlung: Fischer FIS V oder entsprechende Produkte von Hilti.
Was super hilft, ist eine Wasserwaage mit Magnet und eine ordentliche Bohrmaschine mit Schlag.
Ich freue mich schon riesig, wenn mein Regal steht 🙂 🙂
GALEO4 schrieb:Das ist auch eine Alternative, aber ich mag es lieber klassisch und sicher an der Wand. Sicherheit geht vor!
Freistehend... Gewichte stabilisieren
Danke an alle für die ausführlichen Hinweise!
Noch eine ergänzende Frage: Hat jemand schon Erfahrung mit dem Einbringen von Dübeln in besonders brüchiges Klinkermauerwerk mit viel Sandanteil? Ich habe Angst, dass der chemische Dübel dann auch nicht hält, wenn das Material nicht richtig fasst.
Oder gibt es Tricks, das Mauerwerk intern zu verstärken, bevor man Dübel setzt?
Danke für eure Einschätzungen.
Noch eine ergänzende Frage: Hat jemand schon Erfahrung mit dem Einbringen von Dübeln in besonders brüchiges Klinkermauerwerk mit viel Sandanteil? Ich habe Angst, dass der chemische Dübel dann auch nicht hält, wenn das Material nicht richtig fasst.
Oder gibt es Tricks, das Mauerwerk intern zu verstärken, bevor man Dübel setzt?
Danke für eure Einschätzungen.
Robomin, das ist tatsächlich ein anspruchsvolles Thema.
Bei sehr bröseligem Klinkermauerwerk hilft oft nur, die Löcher besonders tief zu bohren und den Bohrstaub abzupusten. Dann empfehle ich eine chemische Fixierung mit einem 2-Komponenten-Injektionssystem, da dieser Mörtel im Bohrloch aushärtet und die poröse Struktur „vernetzt“.
Alternativ habe ich schon mal versucht, mit einem speziellen Mauerwerksschaum oder sogar mit Gips-Spachtel das Loch etwas zu verfestigen, bevor ich den Dübel gesetzt habe. Das ist allerdings eine wackelige Sache und braucht Erfahrung.
Generell:
- Höherwertige Injektionsmörtel nehmen
- Die Löcher wirklich sorgfältig säubern
- Die Menge des Mörtels großzügig bemessen
Das ist kein 100%-Garant, aber verbessert die Haltbarkeit deutlich.
Bei sehr bröseligem Klinkermauerwerk hilft oft nur, die Löcher besonders tief zu bohren und den Bohrstaub abzupusten. Dann empfehle ich eine chemische Fixierung mit einem 2-Komponenten-Injektionssystem, da dieser Mörtel im Bohrloch aushärtet und die poröse Struktur „vernetzt“.
Alternativ habe ich schon mal versucht, mit einem speziellen Mauerwerksschaum oder sogar mit Gips-Spachtel das Loch etwas zu verfestigen, bevor ich den Dübel gesetzt habe. Das ist allerdings eine wackelige Sache und braucht Erfahrung.
Generell:
- Höherwertige Injektionsmörtel nehmen
- Die Löcher wirklich sorgfältig säubern
- Die Menge des Mörtels großzügig bemessen
Das ist kein 100%-Garant, aber verbessert die Haltbarkeit deutlich.