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ᐅ Welches Dämmmaterial bei Neubau


Erstellt am: 04.12.2011 18:42

erbsendorf 04.12.2011 18:42
Hallo zusammen,

wir planen ein Einfamilienhaus Kfw70 ca. 140qm ohne Keller. Verschiedene Bauunternehmen haben uns ein Angebot unterbreitet und nun sind wir uns unschlüssig welches Material wir als Dachdäämung Sichtdachstuhl verwenden sollen.
Zur Auswahl stehen Styropor oder eine Einblasdämmung isofloc.
Welches Material würdet Ihr verwenden und warum?!

Danke
Klaus

S.D. 04.12.2011 21:37
Definitiv kein Styropor, alleine schon wegen des sehr schlechten Schallschutzes.
Eine sehr gute Alternative wäre noch eine Dämmung mit Holzfaser.

Gruß

Bauexperte 04.12.2011 22:10
Hallo Klaus,

erbsendorf schrieb:
wir planen ein Einfamilienhaus KFW70 ca. 140qm ohne Keller. Verschiedene Bauunternehmen haben uns ein Angebot unterbreitet und nun sind wir uns unschlüssig welches Material wir als Dachdäämung Sichtdachstuhl verwenden sollen. Zur Auswahl stehen Styropor oder eine Einblasdämmung isofloc. Welches Material würdet Ihr verwenden und warum?!

Weder noch ...

Mineralwolle hat sehr positive Dämm- und Verarbeitungseigenschaften, ist beständig gegen Feuchte und Alterung und erfüllt zudem Brandschutzeigenschaften. Die Produktion ist nicht sehr nachhaltig, aber die Energiebilanz ist schon nach kurzer Zeit positiv. Gesundheitliche Risiken werden durch strenge gesetzliche Vorgaben und das Tragen von Arbeitschutzkleidung minimiert.

Eigenschaften:

Mineralwolle ist ein Dämmmstoff mit sehr geringer Wärmeleitung. Mit einer ausreichend dicken Wärmedämmung lässt sich deshalb der Energiebedarf eines Gebäudes - im Winter zum Heizen oder im Sommer zum Kühlen - wesentlich reduzieren.

Mineralwolle ist leicht zu verarbeiten und zeichnet sich durch gute Materialeigenschaften und vielfältige Einsatzmöglichkeiten aus. Sie schützt vor Wärme und Kälte, dämmt den Schall und ist gegen Schimmel, Fäulnis und Ungeziefer resistent. Im Vergleich zu anderen Dämmstoffen ist Mineralwolle alterungsbeständig, relativ wirtschaftlich einfach zu handhaben.

Steinwolle bietet darüber hinaus einen guten Brandschutz, da sie einen hohen Schmelzpunkt hat, nicht brennbar ist und keine toxischen Rauchgase freisetzt. Da das Schmelzen von Glaswolle im Brandfall einen großen Einfluss auf z. B. die Tragfähigkeit haben kann, ist bei Tragwerksnachweisen häufig Steinwolle notwendig.

Die Umweltbilanz von Mineralwolle ist wegen ihrer nahezu nicht erneuerbaren Materialbasis, der Entstehung von Faserstäuben bei der Verarbeitung und ihrer mangelhaften Recyclingfähigkeit nicht optimal. Die Herstellung von Steinwolle benötigt ebenso sehr viel Energie (hohe Schmelztemperatur). Zudem führt die hohe Rohdichte von Steinwolle zu einem höheren Eigengewicht der gesamten Konstruktion (Dach, Wand) und Nachteilen im Transport. Trotzdem hat Mineralwolle eine positive Energie- und Emissionsbilanz. Nach wenigen Monaten wird die zur Herstellung benötigte Energie durch den Einsatz als Wärmedämmstoff kompensiert; die Energiebilanz ist nach einigen Wochen ausgeglichen.

.... Fortsetzung auf der Seite der DENA

Quelle: Deutsche Energieagentur

Freundliche Grüße

€uro 05.12.2011 10:40
erbsendorf schrieb:
...Welches Material würdet Ihr verwenden....
Steinwolle, Holzfaser! Neben dem winterlichen Wärmeschutz (Energieeinsparverordnung/KfW) wird zunehmend der sommerliche interessant!

v.g.

erbsendorf 06.12.2011 18:51
Danke für eure schlüssigen Antworten hinsichtlich Mineralwolle und Holzwolle.
Könnt Ihr mir noch Informationen bezüglich Einblasdämmstoffe isofloc usw. geben?
Ich habe die kommenden Tage bei verschiedenen Bauunternehmer einen Termin und mit Argumenten gerne mein Gespräch führen.
Es sind kleine Bauunternehmer die sicherlich meinen Wunsch nachgehen werden.
In unserer Gegend wird derzeit bei privaten Neubauten sehr viel mit Einblasdämmstoffen gearbeitet aber Erfahrung hat hier natürlich keiner drum wären Infos für mich sehr interessant.

ansgarm74 06.12.2011 20:36
Hallo,
wir bauen zur Zeit ein Haus mit natürlichen Dämmstoffen, d.h. die Innendämmung ist aus Hanfmatten, Vorteile:
- natürliches Material
- leicht zu verarbeiten
- Hersteller HOCK Dämstoffe aus Nördlingen

Der Rest der Dämmung ist eingeblasen worden und besteht aus Holzspänen mit Lehmhülle.

Die Dämmwirkung ist wirklich gut, fast schon zu warm.

Gruß

A. Müller-Wissmann
isoflocmineralwolleenergiebilanzsteinwollestyropordämmungholzfaserbauunternehmer