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ᐅ Welche Automation eignet sich am Besten?


Erstellt am: 01.04.26 16:17

1
11ant
07.04.26 17:24
Ganneff schrieb:
Ich will außerdem ein System das jemand anderes als ich später mal, wenn es mich nicht mehr gibt, problemlos übernehmen und warten kann. Bei einem System wie KNX oder Loxone ist das gegeben.

Niemals !
Das Problem von Hausautomation ist das Fehlen von Standards. Sämtliche Quasi-Standards sind Konsortien von zweifelhafter Beständigkeit. "Wenn es mich nicht mehr gibt" ist eine Formulierung aus vergangenen Zeiten, in denen man Benutzerlebensdauern noch in Jahrzehnten (damals ungefähr acht) messen konnte. Heute weiß niemand, wie sich die Umrechnung von Menschenjahrzehnten in Eifohn- oder Betriebssystemgenerationen entwickelt. Ich erinnere nur an das Internet: seit 25 Jahren hat es auch die Oma in Hintertupfing, aber nur weitere fünf Jahre davor nur die nerdigsten Freaks. Ich kenne noch Dr. Mabuse nur aus Kinofilmen, heute ist Donald Trump in den Nachrichten Realität.

Die einzig sichere Basis ist die Sterntopologie des Netzes in Kombination mit der Austauschbarkeit der Verkabelung und einem nichtproprietären Protokoll. Das ISDN war vor vierzig Jahren die Zukunft, vor wenigen Jahren hat man es wegen mit Warp Speed herannahender Inkompatibilität in die Mottenkiste der Technikmuseen verbracht. Ich bin noch nicht einmal Sechzig, und weiß noch, was "Mittlere DatenTechnik" war - inzwischen längst ein "Opa erzählt vom Kriech" Thema. In der Zwischenzeit war SAP die hippste Boy Group, *LOL*.

"Systeme", die es in mehr als einem Jahrzehnt ganz sicher noch geben wird: guter Witz. Heute dreht sich in einer "so langen" Zeit schon mehrmals der Wind, aus welchem Kontinent der jeweilige Technologieführer kommt. Was kommt nach Loxninetynine ?
https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
M
MachsSelbst
07.04.26 21:20
Schwierig. Was genau schlägst du denn als Alternative vor?
Open Source SPS, das kann jeder vom Spielfeldrand reinrufen. Welche genau?

Eine SPS ist grundsätzlich erst einmal auf Industrie gemünzt und daher auch auf Industrie-Kommunikation hin ausgelegt.
ProfiBus, ProfiNet, EtherCAT, CAN, ASi, SafetyNet,  Modbus und wie sie alle heißen...
Nix davon ist im privaten SmartHome-Bereich ein üblicher Standard...

Insofern ist absolut zu einem etablierten System zu raten, statt sich in endloser Frickelei zu verheddern.

Ob es das in 20 Jahren noch gibt? Wen interessiert das? Für die heutige Gebäudeautomationen reicht auch noch CAT5, das wurde 1995 eingeführt. 
Wer sich heute CAT7 legt, hat damit locker 25 Jahre Ruhe, vermutlich auch für immer...
Denn die Zukunft der privaten Gebäudeautomation liegt bei Standards wie Matter oder Zigbee.

In keinem modernen Büro werden heute noch LAN-Leitungen zu den Arbeitsplätzen gelegt, bis aufs Pentagon vielleicht. 

Ich hab gerade auf WLAN7-Standard gewechselt. Seitdem han ich durch meine Geschossdecke aus Stahlbeton Empfang im OG, ohne Accesspoint. 
Vorher brauchte es 3 APs, einen im EG, 2 im OG.
Allein durch einen besseren Standard 2 davon gespart, aus Performance-Gründen hab ich im OG trotzdem noch einen...
G
Ganneff
08.04.26 13:21
bmwlukas schrieb:
Und noch was, ich habe Online diese Liste gefunden und ich finde Voltus.de sehr ansprechend, da sie ein großes KNX-Sortiment haben und sogar eine KNX Fachberatung anbieten. Was aber für mich wichtiger war, ist dass sie ein Programm für Bauherren haben, wo ich einige Vorteile erhalte. Hat einer von euch Erfahrung mit Voltus oder mit einem der anderen gelisteten Shops?

Ich hab mit Voltus gute Erfahrungen. Inkl. dem Bauherrenprogramm. Die sind auch sehr aktiv im KNX User Forum, was meiner Meinung nach positiv zu werten ist.

Und ja, du kannst mit KNX RF gut die vergessenen Dinge nachholen.
G
Ganneff
08.04.26 13:26
11ant schrieb:
"Systeme", die es in mehr als einem Jahrzehnt ganz sicher noch geben wird: guter Witz. Heute dreht sich in einer "so langen" Zeit schon mehrmals der Wind, aus welchem Kontinent der jeweilige Technologieführer kommt. Was kommt nach Loxninetynine ?

Der KNX Standard hat jetzt schon eine ganze Weile auf dem Buckel. (Was man auch an einigen Eigenschaften davon deutlich sieht).
Er ist entsprechend weit verbreitet. Er ist bei vielen auch mehr als ein Jahrzehnt im Einsatz.

Ob Dus glaubst oder nicht, der hat schon mehrere gedrehte Winde überstanden. Und es ist derzeit nicht zu erwarten, das sich das bald ändern wird. Und selbst wenn, es geht darum, ggf. jemanden zu finden, der sich damit auskennt und es nötigenfalls reparieren (und evtl. Ersatz beschaffen) kann. Das ist bei etwas wie KNX weit mehr gegeben als bei einem der "Smarthome" Sachen die manch ein Hersteller mal kurz auf den Markt wirft. Auch wenn jetzt plötzlich niemand mehr neues in KNX "erfinden" wird, wirst Du hier noch für lange Zeit Leute mit Ahnung finden. Und das ist was zählt.
B
berton
08.04.26 14:14
Unterscheiden muss man zwischen Automation und Smart-Home system.
Für beides gibt es diverse Lösungen.
Automation: Gira Homeserver (KNX), openhab (universell), home assistant (universell) uvw.
Smart-Home System: KNX (Recht teuer aber ausgereift. Du brauchst eine Lizenz für ETS ---> Kosten!), Loxone, Zigbee (Unglaublich günstig), Matter (Wird immer verbreiteter), , SonOff, uvm...
1
11ant
08.04.26 15:03
MachsSelbst schrieb:
Schwierig. Was genau schlägst du denn als Alternative vor?
Open Source SPS, das kann jeder vom Spielfeldrand reinrufen. Welche genau?
Eine SPS ist grundsätzlich erst einmal auf Industrie gemünzt und daher auch auf Industrie-Kommunikation hin ausgelegt.

"Welche genau" ist bei Open Source doch ziemlich egal, da es da ja keine Beschränkung für API gibt. SPS ist auf garnichts "gemünzt".

Ganneff schrieb:
es geht darum, ggf. jemanden zu finden, der sich damit auskennt und es nötigenfalls reparieren (und evtl. Ersatz beschaffen) kann.

Es gibt für jedes "System" Foren mit Auskennern und Fanboys. Der bestbeschaffbare Ersatz ist der, der ohne Spezialitäten auskommt.

Wir wissen allerdings nicht, welche Programmierkenntnisse der TE hat (worst Case: er braucht für jeden Pipifax Support von Suchmaschinen, KI & Co.) und was er mit Automation überhaupt meint: Aktorenfunkfernbedienung, "Intelligenz" im Sinne von Sensor meldet Zustand und Programm löst entsprechend differenziert Aktion aus oder wasauchimmer dazwischen oder Kombinationen daraus ? - sollen nicht automatisierungsaffine Mitbenutzer mit oder ohne Vetorecht eingreifen können oder den Automatisations"spuk" hilflos erleiden müssen?

Womöglich sagt ihm bereits der Begriff "Netztopologie" nichts, versteht er schon den Unterschied zwischen Schaltern und Tastern nicht, kann sich keine Trennung von Schalt- und Signalleitung vorstellen und dergleichen. Dann braucht er "den heißesten Modescheiß für Deppen" und somit zwingend ein "System" mitsamt Apps, Nutzerforen und allem Pipapo, das allerdings mindestens konsortial-, wenn nicht gar herstellerproprietär ist. Am besten noch eines, bei dem nichts mehr geht, wenn ein geplatzter Bankeinzug sein Lizenzabo zerschießt oder zumindest irgendeine Komponente ein Update nicht verträgt. Allerdings kennen sich da dann andere damit aus, ob Hue hot ist (Wortspiel, SCNR). Und Gardena kenne ich persönlich nur als Hersteller von Kupplungen aller Arten von Gadgets und Gimmicks an Gartenschläuche ;-)
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