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ᐅ Was können wir finanzieren?


Erstellt am: 21.01.2019 21:24

Bergsuchti 21.01.2019 21:24
Hallo,

nachdem uns nun einige Jahre das Thema Eigenheim im Kopf rum schwirrt, haben wir uns entschieden das Abenteuer zu wagen. Da wir vor einigen Jahren aus dem hohen Norden nach München gezogen sind mussten wir uns zunächst einmal mit Bausummen hier "anfreunden". Der Schock ist überwunden und preislich wurde es in den letzten Jahren nicht wirklich besser, deshalb "jetzt oder nie".

Da wir beide recht Sicherheitsbewusst sind stellen wir uns jedoch die Frage, was wir uns realistisch leisten können. Aktuell haben wir ein Objekt südlich/südwestlich von München in Aussicht bei dem wir mit ca. 800.000€ rechnen müssten (+/-25.000). Aber vielleicht zu uns:
- 30 + 32
- Einkommen: 3.400 + 4.500€/Monat (ohne Weih Nachts und Urlaubsgelder), Vollzeit 40h
- Kinder sind in 2-4 Jahren geplant
- Eigenkapital: 160.000 € / davon sollen 20.000 als Puffer bleiben
- Eigentumswohnung: 115.000 Wert mit Restschuld von 65.000€ - vermietet & trägt sich selbst
- monatliche Sparrate zusammen: ca. 4.500€ (+/- 200€)

Ausgaben:
- aktuelle Kaltmiete: 810€ + 180€ Nebenkosten
- Leasing: 300€/Monat (inkl. Vers. und Steuern)
- Sprit: 150€/Monat
- Esse: 500€/Monat
- Spaß: 400€/Monat
- Reisen: 800€/Monat
- Sonstiges. 300€/Monat

Wenn Kinder das sind, wird sich ein Gehalt von 3400€ auf ca. 2100€ reduzieren (Elternzeit natürlich weniger). Sind die 800.000€ aus eurer Sicht machbar?

Wir haben schon Finanzierungszusagen von mehreren Banken aber irgendwie hat man doch ordentlich bammel bei den Summen. Zumal kein Geld aus der Familie kommt sondern wir alles selbst erarbeitet haben und auch in Zukunft erarbeiten müssen.

nordanney 21.01.2019 22:11
Bergsuchti schrieb:
Wenn Kinder das sind, wird sich ein Gehalt von 3400€ auf ca. 2100€ reduzieren (Elternzeit natürlich weniger). Sind die 800.000€ aus eurer Sicht machbar?
Machbar ja (sonst würden nicht mehrere Banken die Finanzierung anbieten), wenn Ihr beide Euer Leben lang arbeiten geht. Die Frage ist, ob Ihr jeden Monat über 3.000 € an die Bank zahlen möchtet oder es nicht Alternativen wie z.B. eine ETW, etwas mehr Pendeln gibt. Auch wird sich Euer Lebensstil einschränken, erst recht, wenn ein Kind da ist.

Entscheiden müsst Ihr, was Euch ein Haus wert ist.

Zaba12 21.01.2019 22:45
Boh..das ist eine Summe wo einem bewusst sein muss, dass das nichts zum abbezahlen ist. Hier kann man nur hoffen das die Immobilienpreise in MUC weiter steigen bzw. nicht einbrechen und man in 20 Jahren mit Gewinn verkauft. Denn 30 Jahre lang 3000€ Rate monatlich zu zahlen, hätte ich kein Bock darauf.

Steffen80 22.01.2019 08:24
Das wäre mir auch zu heftig. Der Verdienst ist super...aber Eigenkapital sollte deutlich höher sein. 50% ist bei dem Volumen sicher ein guter Wert für ruhigen Schlaf. Wir haben 1,2 Mio. mit ca. 700k Eigenkapital. Das passt gut zusammen und Kredit ist überschaubar. Die Wert des Hauses ist so auch immer deutlich höher als Eigenkapital. Damit quasi kein Risiko.

Altai 22.01.2019 09:01
Wie viel eures Eigenkapitals müsstet ihr denn in Erwerbsnebenkosten stecken? Makler, Grunderwerbsteuer? Bleibt noch etwas übrig, damit euch wenigstens schon ein Stein eures Objektes gehört? Ich habe (in TH) 14,5% Nebenkosten "abgedrückt", d.h. bei euch blieben dann (wenn die Zahlen auch so sind, und 20t€ als Puffer) gerade mal 24t€ für das Objekt, mithin also 3%. Harakiri...
Auf irgendwelche Förderung (Baukindergeld) habt ihr ja leider auch keinen Anspruch.

Zaba12 22.01.2019 09:28
Altai schrieb:
Wie viel eures Eigenkapitals müsstet ihr denn in Erwerbsnebenkosten stecken? Makler, Grunderwerbsteuer? Bleibt noch etwas übrig, damit euch wenigstens schon ein Stein eures Objektes gehört? Ich habe (in TH) 14,5% Nebenkosten "abgedrückt", d.h. bei euch blieben dann (wenn die Zahlen auch so sind, und 20t€ als Puffer) gerade mal 24t€ für das Objekt, mithin also 3%. Harakiri...
Auf irgendwelche Förderung (Baukindergeld) habt ihr ja leider auch keinen Anspruch.
Das ist ein guter Einwand. Grunderwerbsteuer, Notar und Grundbuch sind in BY ca. 6% der Kaufsumme. Maklergebühren sind ja nicht gedeckelt aber ich habe mal gesehen das im MUC-Raum 3,57% inkl. MwSt sind.

Wenn jetzt das Objekt 800k€ kostet. Sind schon mal 80k€ weg. Bleiben also nur noch 60k€ abzgl.. Puffer. Das ist dann eine 92,5% Finanzierung.

Falls es wirklich so ist und auf die 800k€ noch Kaunebenkosten kommen, dann finde ich das es zu wenig Eigenkapital ist um gesund zu finanzieren.

Und ihr habt noch keine Kinder. Jetzt mal abgesehen von der Elternzeit- und temporär weniger Einkommen-Thematik, ist MUC was Kinderbetreuung angeht nicht günstig.
eigenkapitaleinkommennebenkostenfinanzierunggrunderwerbsteuer