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Was können wir finanzieren?

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Im Großraum Dresden steigen Hauspreise nach dem DTI Index zur Zeit um 8 Prozent p.a.
Vielleicht zur Zeit, völlig unsicher ob das auf Dauer so bleibt. Ein Verwandter hat sich Anfangs der 2000èr in Barcelona dazu verleiten lassen, seine ETW abartig hoch zu beleihen und eine zweite zwecks Vermietung zu kaufen. Die Banken finanzierten damals fast alles. Begründung: "Wird ja doch alles immer teurer/ wertvoller". Dumm gelaufen, Nichtmal dort wuchsen die Bäume ewig höher. Noch heute knabbert er die Kredite mühsam ab. Wohlgemerkt: Die ETW`s sind in der historischen Innenstadt von Barca und nicht am Rand von Dresden.
Was hier in DE und in Ansätzen auch wieder in den Staaten momentan preismässig am Immomarkt abgeht (selbst in der mittleren Pampa) erinnert doch sehr stark an die Vorgänge in USA und Spanien vor 2007. Insofern hat Steffen80 vollkommen Recht: Als langfristige Geldanlage sind Aktien viel sinnvoller. Zwischenzeitliche Rücksetzer werden da viel schneller wieder ausgeglichen als am Immomarkt.
 
Die letzten 20 Jahre war die Performance von MSCI World GTDR bei 4,87 Prozent pro Jahr
Wenn man das Platzen der DotCom-Blase und die Finanzkrise 2008 mitnimmt? Muss man ja nicht tun...

Und noch mal: Wenn man das eigene Haus als Altersvorsorge sieht, kann man sich für Wertsteigerungen auch nur was kaufen, wenn man verkauft.
Bleibt man wohnen, kann man nur Mietersparnisse mit entgangenen Gewinnen gegenrechnen. Wenn die Werte der Grundstücke lange schneller steigen als die Mieten (so wie im Moment), wird die Rendite durch Mietersparnis immer schlechter(!), nicht besser. Dann muss man fast verkaufen und zur Miete irgendwo einziehen, will man was von seiner Altersvorsorge haben.
 
Stimmt. Und wer möchte mit 80 +x noch sein Haus verkaufen und irgendwo was mieten? Ist dann gerade am Lebensende recht deprimierend, denke ich. Außerdem: Wenn man als junger Mensch mit vielleicht Mitte 30 so ein Presspappenhäuschen baut, muss man in den Jahrzehnten danach sicher einiges Geld in den Werterhalt stecken, damit einem das "Haus" nicht zwischenzeitlich unter dem Hintern wegfault.
 
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Stimmt. Und wer möchte mit 80 +x noch sein Haus verkaufen und irgendwo was mieten?
So ist es.

Und weil das so ist, sind die Renditen für selbstbewohnte EFHs Mietersparnisse und die hängen nicht am Wert des Hauses, sondern am Mietniveau. Diese ganzen Rechnungen mit Wertsteigerungen von Häusern und Grundstücken sind für Altersvorsorgeimmobilien, in denen man selbst wohnen will, total für den Allerwertesten.

Und das meine ich: Wenn man das verstanden hat, versteht man auch, dass unter den rein ökonomischen Gesichtspunkten der Altersvorsorge selbstbewohnte EFHs einfach keine guten Anlagen sind. Da kann man jetzt noch x-mal Zahlen in Bilanzen hin- und herschieben, wird nicht besser.

Es sei denn, man verkauft im Boom, kann die Wertsteigerungen als Cash realisieren und zieht in eine altersgerechte Mietwohnung. Dann geht das Konzept auf (und dafür braucht es Glück). Alles andere ist Augenwischerei.

Wer das verstanden hat, kann nach Herzenslust bauen, denn derjenige hat kein unerwartetes Erwachen. Der Luxus und Komfort der eigenen vier Wände ist ja keine ökonomische Kategorie.
 
Wie kommst du darauf, hier für alle festlegen zu dürfen, dass das Haus nie verkauft werden darf? Oh man..

Natürlich ist es eine passable Option, mit Ende 40 oder Anfang 50 das Haus zu verkaufen, wenn die Kinder aus dem Haus sind. Das muss auch nicht im Boom sein, Musketier hat schon weit über 100.000 Euro Wertsteigerung bekommen, da kann es die nächsten Jahre auch nur noch seitwärts gehen.

Wenn du nur die Mietersparnis als Rendite nimmst, dann vergleiche es bitte mit Staatsanleihen von Deutschland. Diese Rendite ist absolut sicher.

Also bei Musketier 1200x12/300.000 = 4,8 Prozent. Plus 2 Prozent Inflation/Mietsteigerung ergibt eine bombensichere Rendite von 6,8 Prozent, falls wir in unserem Modell Hausverkauf ausschließen. Ist besser als Tagesgeld und noch risikoärmer.

Und dann so ein blablabla von wegen du schlägst den Markt, weil du Krisen vorhersehen kannst.. Kindergarten..
 
Und dann so ein blablabla von wegen du schlägst den Markt, weil du Krisen vorhersehen kannst.. Kindergarten..
Ich fände diesen Nachsatz irgendwie weniger frech, wenn du vorher wenigstens richtig gerechnet hättest...

a) @Musketier zahlt deutlich mehr als 300k. Das ist der Hauspreis ohne Zinsen und ohne Instandhaltungskosten bis zum Tag der Volltilgung. Also nicht (1200*12)/300k sondern (1200*12)/(300k + x).

b) Du bildest weiterhin Instandhaltungsrücklagen, die du von der Mietersparnis abziehen musst

c) Du musst die Zeit des Tilgens, wo du mit Rate + Rücklage über der Vergleichsmiete liegst, erst mal als negative Reihenentwicklung mit Zinseszins gegenrechnen.
 
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