ᐅ Vorgehensweise Kredite und Förderungen bei Kernsanierung
Erstellt am: 08.07.23 18:59
BoldPigeon08.07.23 18:59
Hallo zusammen,
wir sind zwei Vollzeit arbeitende Personen ohne Kinder. Gerne würden wir unser Haus energetisch sanieren. Eckdaten zur Immobilie in BW-südlicher Schwarzwald:
Außenmaße 10x9 Meter voll unterkellert aus dem Jahr 1935 mit einer Doppelgarage Baujahr 1991. Das Haus Hat zwei Vollgeschosse und einen ausgebauten Dachboden zum Wohnraum. Die letzte Sanierung/Renovieren fand Anfang der 90er statt: Neue Elektrik, Böden, Einbau Öl-Heizung und Fenster.
Eckdaten zu Finanzen:
6200€ reines monatliches Nettohaushaltseinkommen ohne Sonderzahlungen
50.000€ Eigenkapital,
2000€ Tilgungsrate
6000-8000€ jährliche Sondertilgung (Dies ist bewusst so gewählt, falls zwanghaft die Arbeitsverträge von 40h auf 35h gesenkt werden sollten)
1000€ Nebenkosten Haus (Versicherung, Heizung, Internet, Müll, Rücklagen etc.)
Bei der gemeinsamen Hausbegehung protokollierte der Energieberater folgende Punkte mit Preisschätzung:

Der Gesamte Umfang ohne Eigenleistung beläuft sich auf ca. 490.000€. Viele Arbeiten kann ich mit befreundeten Handwerken in Eigenleistung erbringen. Dazu zählen Estrich und Fenster entfernen. Auch kleinere Vorbereitungen für die Elektrik könnte ich machen. Verputzen, Streichen und Bodenverlegen soll auch komplett in Eigenleistung geschehen. Die Dämmung der Kellerdecke traue ich mir auch zu.
Ich denke, dass sich die Kosten somit auf um die 410.000-420.000 senken lassen.
Nun meine Fragen:
Die Gesamtkosten erscheinen mir recht hoch.. Gibt es da Erfahrungen, wie realistisch diese wirklich sind? Wir planen nicht die High-End goldene Toilette sondern ingesamt einen gehobenen Standard. Ist die Schätzung der Eigenleistung auch realistisch?
Wie würdet ihr vorgehen? Einen Gesamtkredit + KFW und nacheinander die einzelnen Gewerke abarbeiten oder mit 2-3 Krediten für 2-3 Bauphasen und somit einzelne BAFA Förderungen zu bekommen? Eventuell wären die Förderungen dann schon ausbezahlt -> Kleinerer Kreditbetrag für die nächste Phase..
1. Phase Dach, Dämmung, Fenster, Photovoltaikanlage
2. Phase Innenausbau, Fußbodenheizung, Elektrik, Sanitär
3. Phase Heizung + Küche
Die nächsten Schritte werden die Erstellung eines Sanierungsfahrplan sein und für das Dach, Dämmung und Fenster werden Angebote eingeholt. Je nach Baugestaltung dann langsam die Fördermöglichkeiten erörtern und beantragen.
Ist das gesamte Vorhaben realistisch und machbar? Habt ihr Tipps und Tricks oder weitere Fragen, um es besser einschätzen zu können? Ich freue mich auf eure Rückmeldungen!
wir sind zwei Vollzeit arbeitende Personen ohne Kinder. Gerne würden wir unser Haus energetisch sanieren. Eckdaten zur Immobilie in BW-südlicher Schwarzwald:
Außenmaße 10x9 Meter voll unterkellert aus dem Jahr 1935 mit einer Doppelgarage Baujahr 1991. Das Haus Hat zwei Vollgeschosse und einen ausgebauten Dachboden zum Wohnraum. Die letzte Sanierung/Renovieren fand Anfang der 90er statt: Neue Elektrik, Böden, Einbau Öl-Heizung und Fenster.
Eckdaten zu Finanzen:
6200€ reines monatliches Nettohaushaltseinkommen ohne Sonderzahlungen
50.000€ Eigenkapital,
2000€ Tilgungsrate
6000-8000€ jährliche Sondertilgung (Dies ist bewusst so gewählt, falls zwanghaft die Arbeitsverträge von 40h auf 35h gesenkt werden sollten)
1000€ Nebenkosten Haus (Versicherung, Heizung, Internet, Müll, Rücklagen etc.)
Bei der gemeinsamen Hausbegehung protokollierte der Energieberater folgende Punkte mit Preisschätzung:
Der Gesamte Umfang ohne Eigenleistung beläuft sich auf ca. 490.000€. Viele Arbeiten kann ich mit befreundeten Handwerken in Eigenleistung erbringen. Dazu zählen Estrich und Fenster entfernen. Auch kleinere Vorbereitungen für die Elektrik könnte ich machen. Verputzen, Streichen und Bodenverlegen soll auch komplett in Eigenleistung geschehen. Die Dämmung der Kellerdecke traue ich mir auch zu.
Ich denke, dass sich die Kosten somit auf um die 410.000-420.000 senken lassen.
Nun meine Fragen:
Die Gesamtkosten erscheinen mir recht hoch.. Gibt es da Erfahrungen, wie realistisch diese wirklich sind? Wir planen nicht die High-End goldene Toilette sondern ingesamt einen gehobenen Standard. Ist die Schätzung der Eigenleistung auch realistisch?
Wie würdet ihr vorgehen? Einen Gesamtkredit + KFW und nacheinander die einzelnen Gewerke abarbeiten oder mit 2-3 Krediten für 2-3 Bauphasen und somit einzelne BAFA Förderungen zu bekommen? Eventuell wären die Förderungen dann schon ausbezahlt -> Kleinerer Kreditbetrag für die nächste Phase..
1. Phase Dach, Dämmung, Fenster, Photovoltaikanlage
2. Phase Innenausbau, Fußbodenheizung, Elektrik, Sanitär
3. Phase Heizung + Küche
Die nächsten Schritte werden die Erstellung eines Sanierungsfahrplan sein und für das Dach, Dämmung und Fenster werden Angebote eingeholt. Je nach Baugestaltung dann langsam die Fördermöglichkeiten erörtern und beantragen.
Ist das gesamte Vorhaben realistisch und machbar? Habt ihr Tipps und Tricks oder weitere Fragen, um es besser einschätzen zu können? Ich freue mich auf eure Rückmeldungen!
KoalasAreCute08.07.23 22:53
Ich kann nicht viel beitragen, aber der Photovoltaik sheint mir teuer vor. Wir haben früher dieser Jahr 12 kWp + speicher zugeschlagen für rum 26k. Allerdings war das bevor der bekanntgabe von die neue Förderung.
hauskauf198709.07.23 09:59
Da sind einige Posten viel zu hoch angesetzt
Wie gross ist das Haus?
Wie gross ist das Haus?
KarstenausNRW10.07.23 08:39
Das ist eine komplette Kernsanierung. Bei drei Geschossen mit je 90qm Grundfläche (+ Keller) sind es 185qm Wohnfläche (einfach mal so geschätzt). Bei T€ 490 Kalkulation landest Du bei guten 2.350€/qm Sanierungskosten (Keller und Photovoltaik rausgerechnet).
Das ist ein ganz normaler Preis für das, was Ihr vor habt. Bedenke, dass ein Neubau aktuell um 3.500€/qm kostet (plus Keller Baunebenkosten, Photovoltaik, Garage etc.)
Das ist ein ganz normaler Preis für das, was Ihr vor habt. Bedenke, dass ein Neubau aktuell um 3.500€/qm kostet (plus Keller Baunebenkosten, Photovoltaik, Garage etc.)
BoldPigeon10.07.23 19:49
Vielen lieben Dank für die ersten Rückmeldungen! Wie Karsten schon richtig geschätzt hat liegt die Größe der Vollgeschosse bei um die 180qm + das ausgebaute Dachgeschoss.
Wie sind denn eure Erfahrungen mit mehreren Finanzierung der Bauabschnitte? Ich hadere immer noch eine "große" Finanzierung gleich am Anfang zu machen, da während der Sanierungsphase bestimmt noch Überraschungen kommen werden... Wie sähe das denn mit dem KfW Programm 261 aus? Ist meine folgende Annahme richtig?:
120.000€ aufnehmen und damit die Dämmung der Außenfassade, das Dach und die Fenster erneuern. Jedoch erst mit dem Erreichen einer Effizienzhausstufe (85-70) letztendlich den Tilgungszuschuss bekämen?
Wie ließe sich denn der Betrag von 120.000€ auf 150.000€ steigern? Aktuell planen wir ja mit einer Fußbodenheizung und dem Austausch der Ölheizung mit einer Wärmepumpe. Ist das dann ein Effizienzhaus 85 Erneuerbare-Energien-Klasse?
Wie sind denn eure Erfahrungen mit mehreren Finanzierung der Bauabschnitte? Ich hadere immer noch eine "große" Finanzierung gleich am Anfang zu machen, da während der Sanierungsphase bestimmt noch Überraschungen kommen werden... Wie sähe das denn mit dem KfW Programm 261 aus? Ist meine folgende Annahme richtig?:
120.000€ aufnehmen und damit die Dämmung der Außenfassade, das Dach und die Fenster erneuern. Jedoch erst mit dem Erreichen einer Effizienzhausstufe (85-70) letztendlich den Tilgungszuschuss bekämen?
Wie ließe sich denn der Betrag von 120.000€ auf 150.000€ steigern? Aktuell planen wir ja mit einer Fußbodenheizung und dem Austausch der Ölheizung mit einer Wärmepumpe. Ist das dann ein Effizienzhaus 85 Erneuerbare-Energien-Klasse?
CC35BS3811.07.23 14:04
Küche und Photovoltaik jeweils -20.000€. Dämmung Dach und Fassade, Gästebad hoch aber nicht zwingend zu hoch geschätzt je nach Region. Fenster auch sehr hoch geschätzt, kommt aber auch auf euren Anspruch an.
100 für Böden, Wände, Leitungen plus 25 für Fußbodenheizung und nochmal 45 für die Heizung kommt mir auch sehr/zu hoch vor. Ich würde wie du sagst mit etwas über 400 ins Rennen und dann nochmal was abziehen bei den Gewerken wo ihr Eigenleistungen einbringen könnt.
100 für Böden, Wände, Leitungen plus 25 für Fußbodenheizung und nochmal 45 für die Heizung kommt mir auch sehr/zu hoch vor. Ich würde wie du sagst mit etwas über 400 ins Rennen und dann nochmal was abziehen bei den Gewerken wo ihr Eigenleistungen einbringen könnt.
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