ᐅ Verträge unterschrieben - Zweifel innerhalb der Rücktrittsfrist
Erstellt am: 28.03.18 06:48
S
Stagenberger
Habe letzte Woche bei Bank und Bauträger unterschrieben und
war eigentlich guter Dinge.
Aber nun habe ich plötzlich Zweifel bekommen am Bauträger, die Gründe:
1. Einige negative Rezensionen im Internet (denen aber fast genauso viel positiv gegenüber stehen), erst nach Vertragsunterzeichnung entdeckt; hätte ich diese vorher gesehen, hätte ich evt. nicht unterschrieben.
2. Ich kenne niemand persönlich der mit der Firma schon gebaut hat. Allerdings sagen mir die meisten, dass die Firma einen guten Namen hat und ihnen nichts negatives bekannt ist.
3. Das ursprünglich sehr günstige Angebot war etwas schöngerechnet wie mein befreundeter Architekt moniert hat (das ist auch einer der Kritikpunkte im Internet), mit den Nachbesserungen in Höhe von 20T ist es nunmehr preislich auf dem Level der Konkurrenz .
4. Dem Bänker ist kurz vor Vertragsunterzeichnung herausgerutscht, dass evtl. Probleme mit dem Beleihungsauslauf "aufgrund der Wertigkeit des Hauses" geben könnte, (gab es aber nicht).
5. Habe nochmals das Angebot meines 2. Favoriten angesehen und festgestellt, dass es von der Leistung bei fast gleichem Preis sogar ganz leicht besser ist
Warum ich mich für den Anbieter ursprünglich entschieden habe:
Gute Beratung im Vorfeld, detaillierte Kosten, sind als einzige aufs Grundstück gefahren, gute Gefühl
Was würdet ihr an meiner Stelle machen?
a) Vertrag nochmals durch andere Leute (2. Architekt, 2. Anwalt) prüfen lassen?
b) ["Radikale Lösung"] Vom Vertrag zurücktreten und zum meinem 2. Favoriten gehen (anderer Bauträger, fast identischer Preis),
c) Mit dem Architekten bauen, was evt. teurer kommt und die Sache zeitlich deutlich nach hinten verschiebt, da er gerade einige Großprojekte hat
d) ?
war eigentlich guter Dinge.
Aber nun habe ich plötzlich Zweifel bekommen am Bauträger, die Gründe:
1. Einige negative Rezensionen im Internet (denen aber fast genauso viel positiv gegenüber stehen), erst nach Vertragsunterzeichnung entdeckt; hätte ich diese vorher gesehen, hätte ich evt. nicht unterschrieben.
2. Ich kenne niemand persönlich der mit der Firma schon gebaut hat. Allerdings sagen mir die meisten, dass die Firma einen guten Namen hat und ihnen nichts negatives bekannt ist.
3. Das ursprünglich sehr günstige Angebot war etwas schöngerechnet wie mein befreundeter Architekt moniert hat (das ist auch einer der Kritikpunkte im Internet), mit den Nachbesserungen in Höhe von 20T ist es nunmehr preislich auf dem Level der Konkurrenz .
4. Dem Bänker ist kurz vor Vertragsunterzeichnung herausgerutscht, dass evtl. Probleme mit dem Beleihungsauslauf "aufgrund der Wertigkeit des Hauses" geben könnte, (gab es aber nicht).
5. Habe nochmals das Angebot meines 2. Favoriten angesehen und festgestellt, dass es von der Leistung bei fast gleichem Preis sogar ganz leicht besser ist
Warum ich mich für den Anbieter ursprünglich entschieden habe:
Gute Beratung im Vorfeld, detaillierte Kosten, sind als einzige aufs Grundstück gefahren, gute Gefühl
Was würdet ihr an meiner Stelle machen?
a) Vertrag nochmals durch andere Leute (2. Architekt, 2. Anwalt) prüfen lassen?
b) ["Radikale Lösung"] Vom Vertrag zurücktreten und zum meinem 2. Favoriten gehen (anderer Bauträger, fast identischer Preis),
c) Mit dem Architekten bauen, was evt. teurer kommt und die Sache zeitlich deutlich nach hinten verschiebt, da er gerade einige Großprojekte hat
d) ?
T
toxicmolotof28.03.18 16:02MayrCh schrieb:
Unsinn. Das mag vielleicht eine erstrebenswerte Idealvorstellung sein, hat aber mit der aktuellen Marktsituation rein garnix gemein.Und doch steckt da beim Hausbau mehr Wahrheit drin, als du mir gerade ausreden willst.MayrCh schrieb:
Bitte. Nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich. Fertig entwickelte Modulare Querbaukästen, Markenimage, Zielgruppe sind alles Faktoren, die sich mehr auf den Preis, als auf die Leistung/Qualität auswirken.Ist das jetzt positiv für Dacia oder für Audi?Natürlich besteht da ein Unterschied in Preis, Güte und Verarbeitung. Wenn du mir jetzt wirklich was anderes verkaufen willst, nehme ich dich nicht mehr ernst.
toxicmolotow schrieb:
Und doch steckt da beim Hausbau mehr Wahrheit drin, als du mir gerade ausreden willst.Nochmals. Nein. Der Markt ist momentan enorm von Angebot u Nachfrage getrieben. Ein Handwerker oder BU mit vollen Auftragsbüchern ruft nun mal unweigerlich andere Preise auf als jemand, der momentan dringend Aufträge braucht.toxicmolotow schrieb:
Ist das jetzt positiv für Dacia oder für Audi?Positiv für den, der Synergieeffekte nutzen kann. Für Audi ist das eben sein entwickelter MBQ, für Dacia die Tatsache, dass im Duster ein Renault Clio steckt. Müsste Audi beispielsweise alle Systembestandteile beispielsweise eines A3 komplett neu entwickeln, wäre das fertige Produkt deutlich teurer, als ein MBQ-A3. Bei gleicher Qualität/Leistung. Sprichwort Stückzahl, Quersubventionierung, ROI.Der Wasserkopf muss außerdem ebenfalls verhalten werden. Audi ist Premiumpartner des FC Bayern, für Dacia hampelt der Scholl in der Sportschau-Werbepause übern Schirm. Die unterschiedlichen Kosten fürs Marketing draufgehen müssen wieder reingeholt werden, und fließen nicht direkt in einen Qualitäts- oder Leistungsunterschied.
toxicmolotow schrieb:
Natürlich besteht da ein Unterschied in Preis, Güte und Verarbeitung.Um beim (wirklich schlechten) Beispiel der Automobilbranche zu bleiben:VW Up!, Skoda Citigo, Seat Mii. - Alle VW120 -
Dreimal das gleiche Auto mit minimalsten design-technischen Unterschieden, die allesamt aus der gleichen Fabrik rollen, die innerhalb einer Schicht den Modellwechsel vollziehen kann. Die Herstellungskosten der verschiedenen Hersteller dürfte sich maximal im einstelligen Eurobereich unterscheiden, trotzdem ist der Wagen mit VW-Label zwischen 1000 und 2000 € (je nach Ausstattungsvariante) teurer, als der Seat also 10 - 20 %. Unterschiede sind hier maximal beim Markenimage und der Zielgruppe zu finden. Güte, Verarbeitung, Material... SameSame
Stagenberger schrieb:
b) ["Radikale Lösung"] Vom Vertrag zurücktreten und zum meinem 2. Favoriten gehen (anderer Bauträger, fast identischer Preis),Ganz klar "d". Rücktritt, aber nicht gleich zum Anderen, sondern nach Rücktritt weiter nachdenken. Ohne Rücktritt aber nach Fristablauf nützt das Nachdenkergebnis nichts mehr, mit fristgerechtem Rücktritt kannst Du ja noch´mal beim selben unterschreiben, wenn das Nachdenkergebnis sagt: der war doch der richtige.Bookstar schrieb:
Bei mir waren es sogar 5 und ich bin immer noch aktiv obwohl alles rum ist weil es spass macht.Und nun ? - was hat Deine Weiterbeschäftigen mit dem sich informieren für die Bewertung Deines Handelns gebracht: wäre Deine Entscheidung heute anders ?https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
K
Knallkörper28.03.18 19:48Erstens hat toxic vom Unterschied Dacia vs Audi gesprochen, der offenbar erheblich größer ist als derjenige zwischen Up und Citygo; auch wenn ich kein Audi-Fan bin liegen dazwischen Welten. Zweitens sind z.B. Details bei der Innenausstattung im Up besser als beim Citygo. Die Mär, dass ein Oktavia dieselbe Qualität besitzt wie ein Golf oder gar Passat, glaubst du wohl auch?
Zum Thema: Ich würde an deiner Stelle zurücktreten. Dafür ist die Rücktrittsfrist doch da.
Zum Thema: Ich würde an deiner Stelle zurücktreten. Dafür ist die Rücktrittsfrist doch da.
S
Stagenberger28.03.18 21:01Erstmal danke für den Input. Ich noch einige Tage Zeit um innerhalb der Frist zurückzutreten. Werde über Ostern noch ein paar Leute treffen die unlängst gebaut haben.
Ist wahrscheinlich normal, das man bei den Beträgen Muffensausen bekommt. Aber leider ist man wirklich erst hinterher schlauer.
Offtopic:
Autohersteller rechnen in 0,1 Cent (!). Warum der Dacia billiger ist als ein Audi, kann ich euch auch erklären, dauert aber zu lange und ist hier das falsche Forum.
Ums kurz zu machen: Beide haben Recht, zum Teil weil einfachere und/oder fertig entwickelte Bauteile und zum anderen Markenimage.
Im A3 ist absolut und relative mehr Marge als im Golf.
Das gleiche bei Golf und Octavia. Wobei gerade bei denen verschwimmen die Grenzen. Da kommt es auf Motor und Ausstattung an. Btw. bei allen dreien ist die Bodengruppe samt Motor und Getriebe identisch. Der Octavia ist länger und braucht mehr Blech. Und nun?
Bleibt lieber beim Thema Bauen. Da scheint mehr Fachwissen als Stammtischparolen vorhanden zu sein.
Offtopic:
Autohersteller rechnen in 0,1 Cent (!). Warum der Dacia billiger ist als ein Audi, kann ich euch auch erklären, dauert aber zu lange und ist hier das falsche Forum.
Ums kurz zu machen: Beide haben Recht, zum Teil weil einfachere und/oder fertig entwickelte Bauteile und zum anderen Markenimage.
Im A3 ist absolut und relative mehr Marge als im Golf.
Das gleiche bei Golf und Octavia. Wobei gerade bei denen verschwimmen die Grenzen. Da kommt es auf Motor und Ausstattung an. Btw. bei allen dreien ist die Bodengruppe samt Motor und Getriebe identisch. Der Octavia ist länger und braucht mehr Blech. Und nun?
Bleibt lieber beim Thema Bauen. Da scheint mehr Fachwissen als Stammtischparolen vorhanden zu sein.