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ᐅ Umbau Mehrgenerationenhaus - Ungutes Gefühl mit GU

Erstellt am: 29.01.22 22:31
C
cryptoflam
Hallo zusammen,
meine Frau und ich haben gemeinsam mit ihrer Mutter den Entschluss gefasst das existierende Einfamilienhaus zu einem Mehrgenerationenhaus umzubauen. Das Haus ist leider nicht groß genug um 2 Haushalte unterzubringen, zu dem ist das Dach noch nicht gedämmt. Neben einem Anbau gibt es also Sanierungsbedarf.

Ich fasse nachfolgend mal unsere Erfahrungen mit unserem GU zusammen, da wir aktuell leider sehr unschlüssig sind wie es weitergehen soll.
Kurzgesagt: Sind wir zu naiv, oder haben wir einfach falsche Vorstellungen?
______
Im Januar 2021 treten wir auf Empfehlung mit einem GU in Kontakt, dieser Besichtigt mit uns gemeinsam das Haus und wir besprechen mit ihm unsere Vorstellung. Anschließend erstellt er uns ein Angebot für die Planungsphase, welche wir mit seiner Frau als Architektin antreten.

Wir erfragen hier erstmals nach einem groben Kostenrahmen für das gesamte Unterfangen. Unser GU sagt drauf nur, dass er sich ohne Pläne schwer tun würde einen Preis zu nennen und verspricht aber dies noch vor dem Bauantrag nachzuholen.

Die Planung
Da der geplante Anbau genehmigungspflichtig ist, beschließen wir gemeinsam mit der Architektin eine Vorplanung zu erstellen und diese als Grundlage für eine Bauvoranfrage bei unserem Baurechtsamt zu nutzen.

Unser Baurechtsamt lehnt Bauvoranfragen inzwischen grundsätzlich ab und beantwortet nur noch konkrete Anfragen. Heißt also, planen und hoffen ... (2 Entwürfe für die Katz)

Die Planungsphase verläuft schleppend, da die Architektin leider immer wieder Absprachen vergisst und wir sie in den Terminen immer wieder an vorherige Punkte erinnern müssen. Hinzukommt dass in den ersten 2 Planungen der Abgang in den existierenden Keller gefehlt hat, was dann zu Problemen in der erarbeiteten Planung führte..
In der Zeit von Juni - Dezember erarbeiten wir mit ihr 4 Entwürfe.

Wir sind uns inzwischen bewusst, dass wir hier vermutlich auch zu viel an Details gefeilt haben.
Inzwischen, 1 Jahr später, haben wir einen Entwurf mit dem wir zu 90% zufrieden sind. Im Nachhinein wäre es vermutlich besser direkt mit der 70% Lösung einen Schritt weiterzugehen..

Nun standen wir vor dem großen Tag der Grobkostenschätzung. Wir saßen mit unserem GU zusammen und besprachen die gewünschten Qualitäten, etc.

Gestern kam dann die Email unseres GU's, dass sein Bruder (welcher die Baufirma leitet) ohne Statik und Schal/Bewehrungspläne keine Kostenkalkulation durchführen kann. (Kosten dafür 2.5k€).

Nun sind wir etwas geschockt und ratlos:

Wir haben inzwischen knapp 11.000€ für die Pläne der Architektin ausgegeben, ohne zu wissen ob das gesamte Sanierungsunterfangen für uns überhaupt stemmbar ist.
Die existierenden Pläne wurden weder durch einen Statiker geprüft, noch ist überhaupt klar ob der geplante Anbau in seiner Form überhaupt genehmigt wird.
Unser GU sträubt sich weiterhin dagegen uns einen Kostenrahmen zu nennen, und "schiebt" die Statik als Grund vor.
(Vermesser, Energieberater usw. fehlen natürlich auch noch.)

Wir haben aktuell die Sorge, dass uns das ganze etwas über den Kopf wächst und irgendwie ein ungutes Gefühl bei der Sache.

Würde mich über jeden Tipp freuen.

Meine Hauptfragen:
Ist das alles normal so? Sind wir einfach zu unerfahren?
Sollten wir uns mal nach einer anderen Meinung umhören/anderer GU, etc.?

Danke!
C
cryptoflam
31.01.22 14:31
11ant schrieb:

Nach meiner Vermutung ist das Haus an das Nachbarhaus planrechts als Doppelhaushälfte anschließend (?), aber kein Kettenhaus (?) und hat somit zum Nachbarn planlinks einen Grenzabstand einzuhalten (von je nach Bundesland 3,0 oder 2,5 Metern oder mehr). Hier werden jedoch die ganzen bisherigen 5,4 Meter Grenzabstand mit Aufenthaltsräumen geschlossen (die nicht grenzprivilegiert sind).

Die Wohnsiedlung ist eine Kettenhausbebauung. Zum Grenzabstand von 2,5m hat unsere Architektin wie folgt argumentiert:
Die Idee [hinter dem neuen Treppenhaus] ist, dass man sozusagen das Haupthaus auf 2,50 m Mindestgrenzabstand zum Nachbargebäude setzt und nur das TRH direkt angebaut wird.

Das klang für mich damals ganz schlüssig, nach deinem Beitrag bin ich mir da aber nicht mehr so sicher.
hanse987 schrieb:

Wie viele Stellplätze sind bei euch gefordert. Ich sehe zwei Stück, aber oft werden pro Wohneinheit 1,5 Stellplätze gefordert. Warum schiebt ihr den Carport nicht etwas nach rechts? So wie es jetzt ist und wenn da zwei Autos stehen kommt man doch nicht mehr ans Gartentor.

Hat der Nachbar zu euch eigentlich einen Keller? Wenn nein, dann wird spaßig mit dem abfangen.

Die Sache mit dem Grenzabstand wie von 11ant angesprochen, ist mir auch schon ins Auge gesprungen. Ist dies mit dem Bauamt schon geklärt?

Ich dachte 2 Stellplätze pro Wohneinheit, muss ich mal prüfen. Danke für die Hinweise!

--
Wir werden unserem GU nun erstmal deutlich machen, dass wir ohne groben Kostenrahmen leider nicht weiter machen können (Danke an K1300S)
Dann warten wir mal ab ob von ihm noch etwas kommt, ansonsten werden wir uns wohl parallel mal nach Alternativen umschauen müssen.

Danke euch für die Anmerkungen zu Machbarkeit, etc. Das hat uns schonmal sehr geholfen!
11ant31.01.22 15:00
cryptoflam schrieb:

Die Wohnsiedlung ist eine Kettenhausbebauung. Zum Grenzabstand von 2,5m hat unsere Architektin wie folgt argumentiert:
Die Idee [hinter dem neuen Treppenhaus] ist, dass man sozusagen das Haupthaus auf 2,50 m Mindestgrenzabstand zum Nachbargebäude setzt und nur das TRH direkt angebaut wird.
Das klang für mich damals ganz schlüssig, nach deinem Beitrag bin ich mir da aber nicht mehr so sicher.
Entweder es ist eine Kettenhausbebauung (g) entsprechend mit beidseitiger Anbauverpflichtung oder nicht (o) mit Grenzabstand. Weißnicht gibt es in Bebauungsplänen nicht.
https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
T
Tassimat
31.01.22 15:22
cryptoflam schrieb:

Wir haben inzwischen knapp 11.000€ für die Pläne der Architektin ausgegeben, ohne zu wissen ob das gesamte Sanierungsunterfangen für uns überhaupt stemmbar ist.
Welche Leistung habt ihr denn genau für 11.000€ beauftragt, bzw. wie wird abgerechnet?
In diesem Tempo braucht ihr weitere 6 Monate und weitere 10.000€ bis zur Baugenehmigung.

Welches Bundesland ist das? Zumindest in NRW kann man mit der Gaube auch weit unter 2,5m oder 3m Abstand zum Nachbarn bauen und so mehr Platz gewinnen.

Vielleicht wäre es an der Zeit einen Schlussstrich zu ziehen und einen freien Architekten zu suchen.
Ich könnte mit dem GU und seiner Frau nicht weiter zusammenarbeiten.
grenzabstand