ᐅ Überblick kostengünstiger Baustile
Erstellt am: 15.09.15 08:52
alex280 16.09.15 09:50
Bauexperte schrieb:
Woher kommt dieser unbändige Wunsch, unbedingt einen Neubau realisieren zu wollen, wenn doch schon anhand der Antworten hier auf dem Forum klar sein sollte, daß es - wenn überhaupt - nur unter enormen Risiken zu wippen ist? Was spricht gegen eine gute Gebrauchtimmobilie?
Grüße, Bauexperte Wie gesagt, wir haben ja 2009 zusammen mit den Schwiegereltern schon neu gebaut und wohnen dadurch jetzt aktuell in einer modernen Immobilie mit gehobener Ausstattung. (Massivhaus, Wärmepumpe, elektr. Rollos, gehobene Sanitäreinrichtung, Heimkino etc...).
Dass man sich jetzt nicht unbedingt verschlechtern will ist hoffentlich verständlich, daher halt eigentlich auch die Ansprüche mit Doppelgarage etc...
Ich bin halt am Überlegen, den 1.000er an "Miete" an den Schwiegervater lieber in meine eigene Immobilie monatlich zu stecken aber so wie es scheint stimmen da die Startvoraussetzungen (zu geringes Eigenkapital) noch nicht. Muss dazu sagen, dass wir erst kürzlich ein neuwertiges KFZ vom Ersparten und auch unsere gesamte Wohnungseinrichtung inkl. Heimkino vom Ersparten bezahlt haben. Was ich sagen will, die jetzt noch vorhandenen 30.000,-- Eigenkapital können rein für den Hausbau aufgewendet werden, Einrichtung haben wir schon für das neue Haus.
Kisska86 16.09.15 09:56
Dann verstehe ich den Wunsch nach Neubau natürlich. Dann solltest du aber eindeutig deine Ansprüche runter schrauben oder aber noch ein paar Jahr für mehr Eigenkapital sparen!
Legurit 16.09.15 09:56
Bleibt für euch zu Prüfen, ob ihr euer Budget nicht anhebt - wenn das Einkommen hoch genug und sicher genug ist spricht da auch nichts gegen.
jx7 16.09.15 10:04
Dachform:
Meiner Erfahrung nach sind das Satteldach und das Pultdach die günstigsten Dachformen.
Keller:
Viel Geld kann man sparen, wenn man auf den Keller verzichtet, allerdings verliert man auch Nutzwert des Hauses. Und einfach die Kellerkosten als Ersparnis zu rechnen, ist auch eine Milchmädchenrechnung; denn ohne Keller muss das Haus größer geplant werden, damit genug Platz für Heizungs- bzw. Technikraum und Abstellfläche ist, oder es müssen stattdessen größere Garagen oder Gartenhäuschen geplant werden. Diese Mehrkosten muss man mit den ersparten Kellerkosten gegenrechnen.
Teure Optionen
- Erker, Vorsprünge, Rücksprünge
- Dachflächenfenster sind teurer als normale Fenster, speziell wenn ein Rollladen gewünscht ist
- Balkon (nutzt man sowieso eher selten, wenn man eine Terrasse hat)
- Ausgang vom Wohnzimmer auf die Terrasse als Schiebetür
Günstige Optionen
- Kniestock hochsetzen
- größere Fenster statt kleinere
Bei unserer Baufirma kann man 1900 € pro qm Wohnfläche rechnen. Folgende Kosten sind in dieser Formel nicht drin: Keller, Architekt, Statik, Hausanschlüsse, Vermessung, Bodengutachten, Baugutachter, Extras wie Geothermie/Lüftungsanlage/erhöhte Raumhöhen/Schiebetüren/elektrische Rollläden/...
Meiner Erfahrung nach sind das Satteldach und das Pultdach die günstigsten Dachformen.
Keller:
Viel Geld kann man sparen, wenn man auf den Keller verzichtet, allerdings verliert man auch Nutzwert des Hauses. Und einfach die Kellerkosten als Ersparnis zu rechnen, ist auch eine Milchmädchenrechnung; denn ohne Keller muss das Haus größer geplant werden, damit genug Platz für Heizungs- bzw. Technikraum und Abstellfläche ist, oder es müssen stattdessen größere Garagen oder Gartenhäuschen geplant werden. Diese Mehrkosten muss man mit den ersparten Kellerkosten gegenrechnen.
Teure Optionen
- Erker, Vorsprünge, Rücksprünge
- Dachflächenfenster sind teurer als normale Fenster, speziell wenn ein Rollladen gewünscht ist
- Balkon (nutzt man sowieso eher selten, wenn man eine Terrasse hat)
- Ausgang vom Wohnzimmer auf die Terrasse als Schiebetür
Günstige Optionen
- Kniestock hochsetzen
- größere Fenster statt kleinere
Bei unserer Baufirma kann man 1900 € pro qm Wohnfläche rechnen. Folgende Kosten sind in dieser Formel nicht drin: Keller, Architekt, Statik, Hausanschlüsse, Vermessung, Bodengutachten, Baugutachter, Extras wie Geothermie/Lüftungsanlage/erhöhte Raumhöhen/Schiebetüren/elektrische Rollläden/...
Bauexperte 16.09.15 10:56
Mahlzeit,
Ein Haus "muß" auch - infolge des Platzbedarfes für die Technik - nicht vorauseilend größer gebaut werden. Zum einen kommt es auf eine geschickte Planung der Raumaufteilung an, zum anderen bietet der Spitzboden häufig Platz, die Technik aufzunehmen. Die, für den Wasserspeicher, erforderliche Sicherheit einer Wanne kostet nicht die Welt.
Ich habe schon oft Planungen für Einfamilienhaus 180 qm und mehr gesehen, wo ich mich gefragt habe, wer so einen Murks entworfen hat; auch hier. Umgekehrt auch Planungen für Doppelhaushälfte der Größe 150 qm (incl. ausgebautem Spitzboden), welche nach Bezug, von einer 6-köpfigen Familie bezogen wurde und dennoch Platz für privates Leben aller Bewohner, Technik, wie ausreichend Abstellräume bot.
Grüße, Bauexperte
jx7 schrieb:Nach meiner Erfahrung ist das FD, die günstigste Variante, danach folgen SD, WD und das Schlußlicht bildet das PD. Um hier aber keine übertriebenen Erwartungen zu schüren: ich schreibe von einem Preisunterschied von TEUR 10 vom FD bishin zum PD; immer bei gerader Architektur, also ohne Versprünge.
Meiner Erfahrung nach sind das Satteldach und das Pultdach die günstigsten Dachformen.
jx7 schrieb:Das ist grundsätzlich richtig, es fehlt imho der Hinweis, daß, selbst wenn sich die BP infolge der vergrößerten Hausfläche vergrößert, die Ersparnis weit im 5-stelligen Bereich liegt. Denn überirdisch zu bauen, ist nun einmal preiswerter, als unterirdisch. Der/die so planende BauherrIN erspart sich zusätzlich - im 1. step - unkalkulierbare Risiken für ggf.. erforderliche Erdarbeiten, ggf.. Abklebungen nach DIN yxz, etc. Setze ich voraus, daß die Mehrheit der Bauherren die Baufenster ihrer Grundstücke eh ausreizen, ist das eingesparte Kapital noch höher zu bewerten. Eine Fertiggarage - selbst in der Größe 3,00 x 9,00 m - ist mit TEUR 12 (incl. Sektionaltor und erforderlicher Streifenfundamente) jetzt nicht der große Kostenfaktor und auch nachträglich noch zu setzen; ein Gartenhaus erfordert keine Baugenehmigung und ist preislich ebenfalls erschwinglich.
Und einfach die Kellerkosten als Ersparnis zu rechnen, ist auch eine Milchmädchenrechnung; denn ohne Keller muss das Haus größer geplant werden, damit genug Platz für Heizungs- bzw. Technikraum und Abstellfläche ist, oder es müssen stattdessen größere Garagen oder Gartenhäuschen geplant werden. Diese Mehrkosten muss man mit den ersparten Kellerkosten gegenrechnen.
Ein Haus "muß" auch - infolge des Platzbedarfes für die Technik - nicht vorauseilend größer gebaut werden. Zum einen kommt es auf eine geschickte Planung der Raumaufteilung an, zum anderen bietet der Spitzboden häufig Platz, die Technik aufzunehmen. Die, für den Wasserspeicher, erforderliche Sicherheit einer Wanne kostet nicht die Welt.
Ich habe schon oft Planungen für Einfamilienhaus 180 qm und mehr gesehen, wo ich mich gefragt habe, wer so einen Murks entworfen hat; auch hier. Umgekehrt auch Planungen für Doppelhaushälfte der Größe 150 qm (incl. ausgebautem Spitzboden), welche nach Bezug, von einer 6-köpfigen Familie bezogen wurde und dennoch Platz für privates Leben aller Bewohner, Technik, wie ausreichend Abstellräume bot.
jx7 schrieb:Dieser Wert entspricht auch in etwa meiner Erfahrung für RP; verlässlicher rechnet es sich imho, wenn potenzielle Bauherren vom qm-Preis/Grundfläche ausgehen.
Bei unserer Baufirma kann man 1900 € pro qm Wohnfläche rechnen.
Grüße, Bauexperte
alex280 16.09.15 12:05
Bauexperte schrieb:
Umgekehrt auch Planungen für Doppelhaushälfte der Größe 150 qm (incl. ausgebautem Spitzboden), welche nach Bezug, von einer 6-köpfigen Familie bezogen wurde und dennoch Platz für privates Leben aller Bewohner, Technik, wie ausreichend Abstellräume bot. Hast du da einen Link hier im Forum zur Hand?
Am Montag haben wir einen Termin mit unserer Baufirma, bin gespannt was dabei raus kommt.
Die 300.000,-- EUR Darlehenssumme sind eher so eine Art "Schallmauer" in meinem Kopf, evtl. kann man da noch was darauf legen aber dann wird die Eigenkapital-Quote ja noch schlechter. Aber das wird ein Termin bei diversen Banken, welcher dann im Anschluss an das Gespräch mit der Baufirma erfolgt, zeigen.
Bis dahin nochmals Danke für die zahlreichen Meinungen und Hinweise
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