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ᐅ Traumgrundstück, aber TAFF-Haus - erster Fehler schon passiert

Erstellt am: 16.05.17 08:52
P
PowerBauer
Guten Morgen liebe Kollegen,

ich bin in der schönen Situation, unser persönliches Traumgrundstück für das erste eigene Häuschen gefunden zu haben. Ich habe allerdings erst vor vier Wochen beschlossen, endlich zu bauen und vor zwei Wochen angefangen zu suchen - und muss jetzt rasch zuschlagen, sonst ist das Grundstück weg! Jetzt bin ich etwas überfordert, weil das plötzlich so schnell geht, habe schon einen Fehler gemacht und wäre daher um professionelle Hilfe und Erfahrungen extrem dankbar.

-----
1. Frage zum Bauträger:
Wir möchten gerne mit TAFF-Haus bauen bzw. müssen es, weil der vermittelnde Makler bis vor zwei Wochen noch in der Geschäftsführung steckte und seit Februar eigenständiger Makler ist (bei der Besichtigung hieß es, dass er nur für die Eigentümerin arbeitet... zu diesem Zeitpunkt stimmt das ja auch, hat aber schon ein wenig ein Gschmäckle). Nun gibt es weder zu TAFF-Haus noch zu den anderen Firmen der übergeordneten "Uwe Köhn Unternehmensgruppe" wie z.B. ALLEGRO-Haus irgendwelche Informationen oder Erfahrungsberichte (nur zwei negative Berichte zu ALLEGRO hier im Forum). Was aber auch nicht sehr verwundert, denn zu dem ganzen Firmenkonstrukt findet sich im Handelsregister folgendes:
  • Die VSC Vertriebs Service Consult GmbH gibt es seit Januar 2006.
  • Die Meißner Bau Management GmbH wurde genau wie die Allegro-Haus GmbH im Dezember 2012 gegründet.
  • Die TAFF-Haus GmbH gibt es erst seit zwei Jahren, Mai 2015.
Da ist also quasi null Erfahrung im Hausbau vorhanden! Oder täusche ich mich da??
Glücklicherweise (?) versucht TAFF sich aber nicht selbst daran, sondern beschäftigt einen ganzen Haufen lokaler Subunternehmer für die einzelnen Gewerke. Man könnte fast sagen, dass die nur organisieren. Da bin ich mir aber nicht sicher, die Wände sind patentiert (Fertighaus/Holzständerbauweise).

Das beunruhigt mich noch nicht so sehr, auch wenn mir eine Firma mit jahrelanger Erfahrung lieber gewesen wäre. Aber ich muss wahrscheinlich einfach darauf aufpassen, dass jedes geringste Detail schriftlich und von Anfang an festgelegt ist - wie es bei Verträgen über solche Summen sein sollte.

-> Was sagt ihr dazu? Kann man TAFF-Haus vertrauen?


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2. Zu meinem Fehler: Ich gutgläubiger Trottel habe natürlich dem Verkäufer mein Budget genannt. Ganz überraschenderweise passt unser Wunschhaus nun genau ins Budget, welch wundervoller Zufall!
Um das wieder einigermaßen auszubügeln und um eine Verhandlungsbasis zu schaffen, überlege ich mir, dass ich mir wie oben erwähnt erst mal jede einzelne Position exakt aufschlüsseln lasse und im Internet vergleiche. Dazu am besten noch Referenzobjekte mit Adressen/Kontaktdaten geben lassen und mit denen mal die Preise vergleichen. Kann ja noch nicht allzu lange her sein, seit die gebaut haben...

-> Worauf sollte ich nun unbedingt achten?
Gibt es hier im Forum eine Checkliste oder etwas Ähnliches? Ich werde mir auf jeden Fall noch hier links im Hausbau-Ratgeber den Punkt "Bauherrenhilfe vor Vertragsabschluss" durchlesen, aber vielleicht gibt es ja noch mehr oder etwas, das auf meine Situation passt.


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3. Alternative für Hartgesottene:
Das Grundstück ist ein Traum und wir möchten es eigentlich wirklich unbedingt haben. Ich habe den Eigentümer ausfindig machen können und überlege mir allen Ernstes, ihm ein Angebot zu machen. Im Fall der Fälle bezahle ich eben die "unterschlagene" Maklerprovision, besitze aber dann das Grundstück und bin nicht mehr an TAFF gebunden. Wir hätten nämlich auch gerne die eine oder andere Sache am Haus verändert, was uns TAFF mit seinen fixen Grundrissen nicht bieten kann.

-> Würdet ihr das in der Situation auch in Betracht ziehen? Gibt es Risiken?


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Normalerweise bin ich jemand, der sich in vielen Dingen sehr weit selbst beliest, aber in diesem Fall fehlt mir einfach die Zeit. Ich bin um jede Antwort dankbar, denn der nächste Termin mit TAFF ist noch diese Woche, da soll das Haus geplant werden. Bombardiert mich gerne auch mit hilfreichen Links (soweit erlaubt) oder gleichartigen Themen zu, da ich einfach grad nicht die Zeit habe zu suchen und zu sortieren - mea culpa!
11ant17.05.17 15:10
Caspar2020 schrieb:
Also laut deren Website ist die Außenwand folgendermaßen:

Auf der Website sehe ich vor allem keine Kongruenz zwischen dem beschriebenen Wandaufbau und dem Bild dazu. Die Materialstärkenverhältnisse im Bild sind teils gänzlich anders, und die "Installationsebene" erkenne ich dort nicht.
PowerBauer schrieb:
Abtretungserklärung vorhanden. Im Hausbau-Ratgeber wird gesagt, man solle im Gegenzug eine Erfüllungsbürgschaft über die gesamte Bausumme verlangen. Sowas finde ich im Vertrag nicht. Ich weiß nicht was das gesamthaft bedeutet,

Diese Abtretungserklärung bedeutet, daß der Anbieter das Geld vom Bauherren in der Höhe des kompletten Preises direkt von dessen finanzierender Bank ziehen will, dem lese ich dem keine angemessene Fertigstellungsgarantie gegenüberstehen.
https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
P
PowerBauer
17.05.17 16:00
11ant schrieb:
Diese Abtretungserklärung bedeutet, daß der Anbieter das Geld vom Bauherren in der Höhe des kompletten Preises direkt von dessen finanzierender Bank ziehen will, dem lese ich dem keine angemessene Fertigstellungsgarantie gegenüberstehen.
Im Ratgeber steht:
Wenn die Firma auf seine eigene Vorgabe besteht, dann nur darauf einlassen, wenn im Gegenzug eine Erfüllungsbürgschaft über die gesamte Bausumme geliefert wird. Dran denken, nur Zug um Zug und per Notar.
Und weiter unten:
[Nicht blenden lassen sollte man sich durch:]
- Schriftliche Zusicherung der Fertigstellung der Bauleistung durch die Firma (Ist Unsinn, macht die Firma schon durch den Vertrag)

Also ist Fertigstellungsgarantie nicht dasselbe wie eine Erfüllungsbürgschaft, und diese müsste wiederum vom Notar gegengezeichnet werden?
11ant17.05.17 16:14
PowerBauer schrieb:
Also ist Fertigstellungsgarantie nicht dasselbe wie eine Erfüllungsbürgschaft, und diese müsste wiederum vom Notar gegengezeichnet werden?

Fertigstellungsbürgschaften können auf drei Wegen besorgt werden: durch eine Bank, oder eine Versicherung, oder in dem man einen Notar einschaltet, der ein Anderkonto dafür führt.

Sinn der Bürgschaft ist ja
1) daß im Schadensfall dem Bauherren eine Fertigstellung besorgt werden kann, ohne daß er praktisch doppelt zahlt; ggf. indem ihm eine Entschädigungszahlung zufällt, aus der er Ersatzvornahmen bestreiten kann;
2) den Anspruch auf die Fertigstellung nicht gegen den Insolvenzverwalter geltend machen zu müssen, wenn der Anbieter "pleite geht".

Eine "Garantie" überschriebene, mit nichts "bewehrte" Beschwörung "wir verpflichten uns, unseren Vertrag auch einzuhalten" ist ein wertloser Witz.
https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
C
Carsten-le
17.05.17 19:31
Nordlys schrieb:
Taff Haus wirbt mit Kampfpreisen, hat aber ne seltsame Art der Präsentation. Man wird geduzt. Ist wie bei Ikea, nur da wirkt das Du seriöser. Man bekommt einen Hauskonfigurator, der einem einen Superpreis nennt, aber kein Wort zu dem, was wie gebaut wird. Und von wem! Sei auf der Hut, nimm Dir gegen Honorar nen Ingenieur als Berater.
Mit dem Land wäre ich auch nicht so ängstlich. Man kann im Notarvertrag aufnehmen, das das Grundstück nicht toxisch ist.
so wirkliche Kampfpreise sind das aber leider wirklich nicht, wenn man es mit den "guten" FTH Herstellern vergleicht...
Zumal wir einen Verkäufer von Taff hatten, mit dem man einfach keinen Hauskauf abwickeln will, es sei denn, dass man es als Einkauf wie bei Ikea sieht und noch nicht ganz weiß, was es am Ende wird....
Taff Haus war unserer erster Bauträger, mit dem wir Kontakt hatten, und gleich zu Beginn unserer Suche auch der unkompenteste... Vielleicht lags auch nur an dem Verkäufer, der jetzt nicht mehr in unserem Gebiet tätig ist, weil das Produkt eigentlich nicht schlecht ist.
Aber bei uns gabs so Dinge, die gerade bei FTH nicht ok sind, z.B. der Schornsteinzwang ("...den gibts kostenlos dazu, das haben wir halt so eingekauft...") ob man ihn will oder nicht, auch bei der Veränderung von tragenden aber auch nichttragenden Innenwänden wurde uns gesagt, dass das nicht so einfach ist und die Grundrisse doch schon optimal sind... Der reine Endpreis damals bei uns, hatte uns sehr erschreckt und wir sind nur auf Taff gekommen, weil sie vermeintlich ein Grundstück im Angebot hatten, welches uns gefiel, aber sie eigentlich gar nicht vertreiben durften... Mittlerweile steht hier ein weiteres Musterhaus, aber die anderen Grundstück sind nach einem Jahr immer noch nicht bebaut...

Bezüglich Bemusterung gibts eine Kooperation mit Bauhaus, wo man sich dann die Materialien aussuchen kann....

Wie bereits von anderen Usern angemerkt, ist die Zahlungsmodalität auch sehr fragwürdig, 15% nach Einreichung Bauantrag , WHAT? Sorry aber heutzutage ist das für die ein zinsloser Kredit den sie sich da von den Bauherren holen. Insgesamt dann 30% nach Fertigstellung ihrer recht günstigen Bodenplatte. Die kostet bei einem 300TEURO Haus fast 100TEURO? Da sie noch sehr neu am Markt sind, muss man sich das 100mal genau überlegen, ob man so etwas mit sich machen lassen will... zumal uns immer gesagt wurde, dass Herr König als Besitzer der kompletten Immobliliengruppe jetzt nach vielen sehr erfolgreichen Jahrzehnten den Einfamilienmarkt mit seinem Erfahrung bereichern will und daher Taff gegründet hat. Das ist natürlich völliger Nonsens, da er auch nur an Profit denkt, und diese eben gerade bei Einfamilienhaus in den letzten 5 Jahren immer mehr steigt und sicherlich mittelfristig mind. konstant bleibt...

Ich will keinem diese Firma schlecht reden, aber man sollte bereits beim reinen Vergleich bereits Unterschiede feststellen, die einem eigentlich davon abkommen lassen, mit dieser Firma zu bauen. Allein der Konfigurator ist doch recht bescheiden, wenn man bedenkt, dass man dabei eigentlich nur ein Ausbauhaus inkl. Material bekommt und die Lohnleistung ja fast das gleiche kostet, jedenfalls beim Innenausbau inkl. Heizung und Co...
O
Otus11
17.05.17 19:59
Mit der "Abtretungserklärung" begibt man sich faktisch aller Gewährleistungs- /Erfüllungsrechte.... ohne, dass dieser Nachteil angemessen ausgeglichen wird (ergo unwirksam).

Die Bank wird faktisch zum Selbstbedienungsladen für Auftragnehmer.

Bürgschaft: Ist sie nicht "auf erstes Anfordern", kommt man faktisch nicht ran (ohne Anerkenntnis oder Urteil).

Und: KfW Förderung 431 für Einbruchsicherung gibt es nicht im Neubau, nur im Bestand.
77.willo17.05.17 22:15
Unsere Bank (Hypo) hat die Abtretung im Vertrag ausgeschlossen.
fertigstellungsgarantieabtretungserklärungnotarbürgschaftvertragfthgrundstück