ᐅ Tiny House von außen dämmen Erfahrungen?
Erstellt am: 01.02.2023 08:37
trandig 01.02.2023 08:37
Hallo zusammen,
ich plane gerade unser Tiny House, na ja es ist mehr ein Gartenhaus auf einem Bootstrailer. Es soll ca. 6 m lang, 2,5 m breit und 2,8 m hoch werden. Eine Schlafebene gibt es nicht, lediglich zwei Wände im inneren um drei Räume zu bilden (WC/Wohnraum/Schlafzimmer). Das Haus wird später nicht dauerhaft bewohnt, es dient eher als Gästezimmer für ein Wochenende.
Da ich beim Bau größtenteils auf mich alleine gestellt bin, wollte ich den Aufbau so simpel wie möglich halten und dachte an ein Blockbohlenhaus in Sonderanfertigung. Die Bohlen würde ich mir von einem entsprechenden Hersteller vorfertigen lassen. Gewicht der Bohlen liegt bei ca. 550 kg, der Anhänger hat eine Zuladung von 3200 kg. Bei der Dämmung wollte ich auf natürliche Dämmstoffe zurückgreifen und Dampffolien möglichst vermeiden.
Mein Wandaufbau sieht wie folgt aus (von innen nach außen):
34 mm Blockbohle Fichte
50 mm STEICO Flex
22 mm STEICO Universal
20 mm Lattung und Hinterlüftung
21 mm Keilspundbretter Lärche oder Nut und Feder
Was haltet ihr grundsätzlich von der Idee mit dem Blockbohlen? Vielleicht hat auch schon jemand Erfahrung mit einer ähnlichen Bauweise. Wäre der Wandaufbau so möglich oder muss ich doch noch eine Folie verarbeiten?
Ein weiteres Problem ist wohl das Arbeiten der Blockbohlen. Wenn ich von einer Änderung der Luftfeuchtigkeit von 15% Sommer zu Winter ausgehe und Fichte einen Schwundfaktor von 0,33% hat, komme ich bei 2m Höhe auf ca. 100 mm Ausdehnung bzw. Schwund. Das könnte dann echt problematisch werden mit der Dämmung. Die würde dann im Extremfall Lücken von 10 cm aufweisen.
Hier noch ein Foto des ungefähren Wandaufbau, nur dass ich die Dampffolien gerne weglassen würde. Deshalb nutze ich die diffusionsoffene Dämmung mit Holzfaser und die Steico Universal ersetzt den Windschutz.
Ich freue mich auf eure Rückmeldungen.
Viele Grüße Björn


ich plane gerade unser Tiny House, na ja es ist mehr ein Gartenhaus auf einem Bootstrailer. Es soll ca. 6 m lang, 2,5 m breit und 2,8 m hoch werden. Eine Schlafebene gibt es nicht, lediglich zwei Wände im inneren um drei Räume zu bilden (WC/Wohnraum/Schlafzimmer). Das Haus wird später nicht dauerhaft bewohnt, es dient eher als Gästezimmer für ein Wochenende.
Da ich beim Bau größtenteils auf mich alleine gestellt bin, wollte ich den Aufbau so simpel wie möglich halten und dachte an ein Blockbohlenhaus in Sonderanfertigung. Die Bohlen würde ich mir von einem entsprechenden Hersteller vorfertigen lassen. Gewicht der Bohlen liegt bei ca. 550 kg, der Anhänger hat eine Zuladung von 3200 kg. Bei der Dämmung wollte ich auf natürliche Dämmstoffe zurückgreifen und Dampffolien möglichst vermeiden.
Mein Wandaufbau sieht wie folgt aus (von innen nach außen):
34 mm Blockbohle Fichte
50 mm STEICO Flex
22 mm STEICO Universal
20 mm Lattung und Hinterlüftung
21 mm Keilspundbretter Lärche oder Nut und Feder
Was haltet ihr grundsätzlich von der Idee mit dem Blockbohlen? Vielleicht hat auch schon jemand Erfahrung mit einer ähnlichen Bauweise. Wäre der Wandaufbau so möglich oder muss ich doch noch eine Folie verarbeiten?
Ein weiteres Problem ist wohl das Arbeiten der Blockbohlen. Wenn ich von einer Änderung der Luftfeuchtigkeit von 15% Sommer zu Winter ausgehe und Fichte einen Schwundfaktor von 0,33% hat, komme ich bei 2m Höhe auf ca. 100 mm Ausdehnung bzw. Schwund. Das könnte dann echt problematisch werden mit der Dämmung. Die würde dann im Extremfall Lücken von 10 cm aufweisen.
Hier noch ein Foto des ungefähren Wandaufbau, nur dass ich die Dampffolien gerne weglassen würde. Deshalb nutze ich die diffusionsoffene Dämmung mit Holzfaser und die Steico Universal ersetzt den Windschutz.
Ich freue mich auf eure Rückmeldungen.
Viele Grüße Björn
WilderSueden 01.02.2023 08:48
Wie oft soll das in der kalten Jahreszeit genutzt werden? Wenn das nicht zu häufig ist, würde ich in der Tendenz zu einer dickeren Bohle gehen (z.B. 68mm) und alles Weitere weglassen.
trandig 01.02.2023 09:10
Hallo,
im Winter wird das Haus vielleicht einmal im Monat für 3-4 Tage genutzt. Grundsätzlich wäre eine dicke Wand natürlich möglich, ich möchte aber den Gartenhaus Charakter mit den überstehenden Bohlen verstecken. Zudem kann es auch sein, dass das Haus später einmal intensiver genutzt wird.
im Winter wird das Haus vielleicht einmal im Monat für 3-4 Tage genutzt. Grundsätzlich wäre eine dicke Wand natürlich möglich, ich möchte aber den Gartenhaus Charakter mit den überstehenden Bohlen verstecken. Zudem kann es auch sein, dass das Haus später einmal intensiver genutzt wird.
i_b_n_a_n 01.02.2023 13:19
zum Bau von Tiny Häuser auf Trailern findet man tausende extrem hilfreiche Videobeiträge im Netz. Ich hatte mir Dutzende davon angesehen als der Trend bei uns in DE losging und ich darüber nachdachte eines zu kaufen (oder zu bauen)
Ich halte den von dir auserkorenen Aufbau für zu schwer und Energieineffizient. Tiny-Häuser (insbesondere der Typ "rolling Tiny-House") kommen aus der Zimmermannsecke und sind daher oft in Holzrahmenbau ausgeführt. Nach unten hin XPS / Styropor Dämmung, Wände und Decken Fachdämmung in Mineralwolle.
Aussenverkleidung oft aus Thermoholz (da leicht und verrottungssicher). Günstig dünne Fichte/Tanne Profilholzbretter. Toll ist Zeder, leider recht teuer (meine Fasssauna ist aus roter Zeder ;-)
Vereinzelte Anbieter die darüber nachgedacht haben (wg. Zulassung als erster Wohnsitz und dementsprechend erforderlicher Baugenehmigung) haben dann teils auch in Stahl/Aluminium mit XPS o.ä. Wände und Decken gebaut und gedämmt. Es galten damals dafür besondere vereinfachte Bedingungen wenn weniger als 50m². Ist auch beim Fahren stabiler (Verwindungssteifer) und es bleibt halt mehr Raum übrig da weniger Wanddicke.
Habe ein Wochenende in so einem TinyHouse verbracht (der Anbieter hatte in der Gegend von Leipzig eines zum Probewohnen stehen). Mit einem winzigen PelletOfen war es immer in Minuten kuschelig warm.
Auf einem (verpachteten) Grundstück meines Bruders steht ein Tiny-House (ziemlich fest mit Baugenehmigung da erster Wohnsitz. Dort heizt eine LWWP oder Luft-Luftwärmepumpe. Das Tiny-House war ein Ausbauhaus. Ist auch in Holzrahmenbauweise ausgeführt.
Denke dir besser nichts komplett Eigenes aus.
Viele Erfolg - und Bilder hier im Forum nicht vergessen wenn fertig ;-)
Ich halte den von dir auserkorenen Aufbau für zu schwer und Energieineffizient. Tiny-Häuser (insbesondere der Typ "rolling Tiny-House") kommen aus der Zimmermannsecke und sind daher oft in Holzrahmenbau ausgeführt. Nach unten hin XPS / Styropor Dämmung, Wände und Decken Fachdämmung in Mineralwolle.
Aussenverkleidung oft aus Thermoholz (da leicht und verrottungssicher). Günstig dünne Fichte/Tanne Profilholzbretter. Toll ist Zeder, leider recht teuer (meine Fasssauna ist aus roter Zeder ;-)
Vereinzelte Anbieter die darüber nachgedacht haben (wg. Zulassung als erster Wohnsitz und dementsprechend erforderlicher Baugenehmigung) haben dann teils auch in Stahl/Aluminium mit XPS o.ä. Wände und Decken gebaut und gedämmt. Es galten damals dafür besondere vereinfachte Bedingungen wenn weniger als 50m². Ist auch beim Fahren stabiler (Verwindungssteifer) und es bleibt halt mehr Raum übrig da weniger Wanddicke.
Habe ein Wochenende in so einem TinyHouse verbracht (der Anbieter hatte in der Gegend von Leipzig eines zum Probewohnen stehen). Mit einem winzigen PelletOfen war es immer in Minuten kuschelig warm.
Auf einem (verpachteten) Grundstück meines Bruders steht ein Tiny-House (ziemlich fest mit Baugenehmigung da erster Wohnsitz. Dort heizt eine LWWP oder Luft-Luftwärmepumpe. Das Tiny-House war ein Ausbauhaus. Ist auch in Holzrahmenbauweise ausgeführt.
Denke dir besser nichts komplett Eigenes aus.
Viele Erfolg - und Bilder hier im Forum nicht vergessen wenn fertig ;-)
trandig 01.02.2023 15:23
Vielen Dank für eure ausführlichen und kompetenten Rückmeldungen.
Dann werde ich wohl doch auf die Ständerbauweise zurückgreifen und folgende Ausführung verfolgen:
Boden, von innen nach außen:
Wäre der Aufbau so korrekt?
Dann werde ich wohl doch auf die Ständerbauweise zurückgreifen und folgende Ausführung verfolgen:
Boden, von innen nach außen:
- Bodenbelag
- 12 mm OSB 3 (Benötige ich noch eine Dampfbremse?)
- 4x16 KVH mit Dämmung aus 16 cm Stropor
- 12 mm OSB 3
- 13 mm Fichte Dreischicht
- Dampfbremse (wird die benötigt?)
- 4x6 KVH mit Dämmung Steinwolle 6 cm
- Dampfsperre
- 20 mm Lattung senkrecht (Hinterlüftung)
- 20 mm Rhombusprofil
- 13 mm Fichte Dreischicht
- Dampfbremse (wird die benötigt?)
- 4x20 KVH mit Dämmung Steinwolle 20 cm
- Dampfsperre
- 20 mm Lattung senkrecht (Hinterlüftung)
- Dach aus Trapezblech
Wäre der Aufbau so korrekt?
i_b_n_a_n 01.02.2023 16:30
Für unten drunter empfehle ich dringend Siebdruckplatten. Diese sorgfältig verarbeiten (gesägte Kanten behandeln)
OSB gammelt weg…
OSB gammelt weg…
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