Sommerlicher Wärmeschutz bei Neubau *zwingend* erforderlich?

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Wir haben keinerlei Wärme-/Sonnenschutz am Haus. Die Erbauer hatten schlicht nichts dafür übrig (Baujahr 2005). Die Fenster und Terrassentüren an der Südseite haben wir daher nach unserem Einzug mit Plissees ausgestattet. Sind optisch nicht zu dominant und dazu flexibel und leicht einzustellen. Für uns vollkommen ausreichend. Im Haus ist es bei diesen Temperaturen sogar kälter als in der Neubauwohnung
Ich habe drei relativ kleine Fenster nach Süden (jedes ca. 1,5m²), die sind nicht verschattet. Bis jetzt merke ich überhaupt nichts davon, dass sich das Haus stark aufheizt
Es hängt eben auch immer stark von den Gegebenheiten und dem Grundriss ab.

Ich war bei uns z.B. überrascht, dass es unter den Dachschrägen im OG nicht wärmer ist als im EG. Grund ist vermutlich u.a. ein Dritter Giebel der das Dach verschattet und die wenigen Südfenster im OG.
Unser Wohnzimmer mit ca. 15m² Fensterfläche nach Süd und West hingegen heizt sich tagsüber ohne Verschattung viel stark auf.
 
Wir haben allseits Raffstores und ich würde sie nicht eintauschen. Lenken die Sonnenstrahlen ab und es ist trotzdem schön hell im ganzen Haus. Auch bei starkem Regen kann man alle Fenster aufreißen und viel frische Luft genießen. Die kommt in Massen und nicht durch kleine Schlitze. Was will man mehr? Wäre die Verschattung dem Sparzwang zum Opfer gefallen, hätten es Rollos mit Gurt auch getan. Nur hätte ich nie auf eine außenliegende Verschattung verzichtet. Dabei schaue ich nicht zurück in die Vergangenheit in die 70er Jahre, sondern in die Zukunft der 2030er Jahre auf Basis aktueller Prognosen.
 
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Unser "Allraum" wird im Prinzip ab 09.00 bis Sonnenuntergang von Sonne beaufschlagt, durch die Rollos ist es möglich die Temperatur im EG bei 23 °C zu halten. Gerade in den letzten Tagen fand ich es sehr angenehm in ein 23 °C kühles Haus zu kommen. Ja es ist dunkler im EG aber eins geht nur kühl und schattig oder hell und warm.

Wir lüften das Haus morgens komplett durch und machen dann den Bunker dicht ;) und gehen zur Arbeit. Hilft allerdings nur im EG.

Das DG bekommt die volle Packung, der "Kaltboden" ist im Sommer ein Heißboden, soviel Dämmwolle kann man da nicht reinschmeißen um die Hitze Draußen zu halten. (nur blöd das da die Schlafzimmer sind, wahrscheinlich wird's in den nächsten Jahren noch eine feste Klimaanlage geben)
 
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Wenn ich diesen Thread lese komme ich zum Schluss, dass Verschattung allgemein als sehr sinnvoll betrachtet wird. Denke ich dieses einmal weiter, dann wird eine gute Verschattung den Wert des Hauses sichern oder steigern und ist damit eine gute Investition.
mein Fazit: Schietegal wie sehr dieser "Hampshire-Typ" Hitze liebt - Investition in Verschattung lohnt offenbar und macht nicht zwingend dunkel.
 
Vielen Dank allen Beteiligten!
Ja, die Sinnhaftigkeit stellen wir nicht (mehr) im Frage - aber müssen uns nun umso mehr um die Finanzierung kümmern und ärgern uns doch, dass das Thema "Sommerlicher Wärmeschutz" nicht in der eigentlichen Planungsphase schon als verpflichtender Bestandteil aufgenommen worden ist.
(...ich bin immernoch verwundert, dass die Wohnungsgenossenschaften hier ihre Neubauten offenbar nach wie vor ohne genehmigt bekommen...)

Schönes Wochenende :)
 
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