ᐅ Shelly Pro-Serie vs. Homematic IP wired vs. Bus-Verkabelung Erfahrung
Erstellt am: 24.05.22 14:58
S
Stravanzer
Servus Zusammen,
aktuell ist bei uns der Rohbau fertiggstellt, und demnächst will der Elektriker die Rohinstallation durchziehen.
Wir hatten im Vorfeld schon einige Termine, wo mir ein "Smarthome"- Package angeboten wurde.
Der vom Bauträger beauftragte Elektriker bot mir für einen "geringen Mehrkostenaufschlag" von ca. 15.000€ eine komplette KNX-Automatiserung an.
Diese beinhaltete das Gira X1 System mit Server, Taster, Schalter Verkabelung, Dokumentation, etc.... an.
Mich schreckte der hohe Betrag ab, und entschied mich für die konventionelle Variante.
Mein Plan war/ist die vorgesehene Automatierung
a) Raffstores/Rollläden per Shelly-Unterputzkatoren anzufahren bzw. zu automatisieren (ggf auch über eine Wetterstation)
b) einige Steckdosen (insbesondere bei unserem Junior) ebenso mit den Shellys zeitgesteuert an-/auszuschalten
c) die Lichtsteuerung über Philipps Hue
Ganz glücklich bin ich mit meiner Entscheidung zur konventionellen Verkabelung noch nicht.
Mich stört, da ich halt unterschiedliche Hersteller habe, und dementsprechend eine zentrale Administration eher nicht möglich ist, zumindest ist mir bisher sowas nicht bekannt. (gibt es für meine Zwecke eine Zentralisierung)? Wenn ja, dann her damit 🙂
Ebenso, dass die Automatisierungen immer über das WLAN laufen würden. Mir würde eine "wired"- Variante wesentlich besser gefallen.
In diesem Zusammenhang hab ich mich auch mal mit der Shelly-Pro Serie beschäftigt.
an sich ist das ja genau die "wired" - Variante, welche für meine geringen Anforderungen ausreichen müssten.
Hat sich eventuell jemand hier schon mal mit diesen Teilen beschäftigt, oder besser noch ggf eine Installation vorgenommen?
Es gibt zwar einige YT-Videos, jedoch nur mit Einzelbeispielen und nicht so aussagekräftig.
Das System Homematic IP wired gefällt mir auch sehr gut. Hier wäre es eben auch so, das die zentrale Steuerung in der Unterverteilung (Hutschiene) angebracht werden könnte. Jedoch gibts halt hier auch wieder die Sache mit dem Anschluss und der benötigten Abnahme.
Je mehr ich mich mit dem Thema auseinandersetzte, kam mir der Gedanke, über den Elektriker trotzdem eine Bus-Verkabelung installieren zu lassen und die Netzwerk-/Serverlandschaft selbst zu bestücken. Patchpanel und Switch verkabeln ist eher kein Problem für mich.
Beim Anschluss für den Server, habe ich jedoch schon Zweifel, ob mein "Erfahrung" dafür ausreicht.
Des weiteren ist ja dann auch noch die Schwierigkeit, eine Konzeption und Routinen zu erstellen bzw. zu programmieren.
Grundsätzlich habe ich schon eine Affinität zur Technik, und kann mich in gewisse Dinge einlesen.
Würde das auch nicht scheuen, weis aber nicht, ob ich mich damit nicht übernehme?!?!
Ebenso muß das ja dann auch von einem zertifizierten Elektriker abgenommen werden!
Habe mein Vorhaben dem Elektriker mitgeteilt, er hat generell auch kein Problem damit, jedoch müsste ich die Kabel im Keller selbst auflegen.
Er meinte, dass er jede Hardware, welche er nicht beschafft/einbaut, auch nicht anschließt zwecks späterer Gewährleistung etc.
Mein Verdacht ist eher, dass er halt mit dieser Variante eher eine geringere "Marge" hat, und deshalb diese Aussage tätigt....und abgenommen müsste es ja dann auch noch. Ob das dann alles so geschmeidig abläuft...??? Keine Ahnung.
Ich für meinen Teil möchte halt, dass alles ordungsgemäß abgenommen wird, auch schon wegen den Versicherungen etc.
Meine Frage nun:
Ist für mein Vorhaben eine KNX - basierte Bus-Variante mit "Kanonen auf Spatzen" geschossen, oder reichen auch die WLAN-Shelly's um die Performance so in die FritzBox einzutragen.
Es ist in jedem Stockwerk ein Ubiquiti POE-Decken-Accesspoint geplant bzw. wird verbaut. WLAN-Verbindung sollte hoffentlich dann auch ausreichend vorhanden sein, falls es doch "nur" die UP-Shelly's werden sollten.
Evtl. hat hier der ein oder andere User einen Tipp, Vorschlag etc...
Für eine konstruktive Kommunikation, bedanke ich mich schon mal vorab bei euch.
Gruß
Tom
aktuell ist bei uns der Rohbau fertiggstellt, und demnächst will der Elektriker die Rohinstallation durchziehen.
Wir hatten im Vorfeld schon einige Termine, wo mir ein "Smarthome"- Package angeboten wurde.
Der vom Bauträger beauftragte Elektriker bot mir für einen "geringen Mehrkostenaufschlag" von ca. 15.000€ eine komplette KNX-Automatiserung an.
Diese beinhaltete das Gira X1 System mit Server, Taster, Schalter Verkabelung, Dokumentation, etc.... an.
Mich schreckte der hohe Betrag ab, und entschied mich für die konventionelle Variante.
Mein Plan war/ist die vorgesehene Automatierung
a) Raffstores/Rollläden per Shelly-Unterputzkatoren anzufahren bzw. zu automatisieren (ggf auch über eine Wetterstation)
b) einige Steckdosen (insbesondere bei unserem Junior) ebenso mit den Shellys zeitgesteuert an-/auszuschalten
c) die Lichtsteuerung über Philipps Hue
Ganz glücklich bin ich mit meiner Entscheidung zur konventionellen Verkabelung noch nicht.
Mich stört, da ich halt unterschiedliche Hersteller habe, und dementsprechend eine zentrale Administration eher nicht möglich ist, zumindest ist mir bisher sowas nicht bekannt. (gibt es für meine Zwecke eine Zentralisierung)? Wenn ja, dann her damit 🙂
Ebenso, dass die Automatisierungen immer über das WLAN laufen würden. Mir würde eine "wired"- Variante wesentlich besser gefallen.
In diesem Zusammenhang hab ich mich auch mal mit der Shelly-Pro Serie beschäftigt.
an sich ist das ja genau die "wired" - Variante, welche für meine geringen Anforderungen ausreichen müssten.
Hat sich eventuell jemand hier schon mal mit diesen Teilen beschäftigt, oder besser noch ggf eine Installation vorgenommen?
Es gibt zwar einige YT-Videos, jedoch nur mit Einzelbeispielen und nicht so aussagekräftig.
Das System Homematic IP wired gefällt mir auch sehr gut. Hier wäre es eben auch so, das die zentrale Steuerung in der Unterverteilung (Hutschiene) angebracht werden könnte. Jedoch gibts halt hier auch wieder die Sache mit dem Anschluss und der benötigten Abnahme.
Je mehr ich mich mit dem Thema auseinandersetzte, kam mir der Gedanke, über den Elektriker trotzdem eine Bus-Verkabelung installieren zu lassen und die Netzwerk-/Serverlandschaft selbst zu bestücken. Patchpanel und Switch verkabeln ist eher kein Problem für mich.
Beim Anschluss für den Server, habe ich jedoch schon Zweifel, ob mein "Erfahrung" dafür ausreicht.
Des weiteren ist ja dann auch noch die Schwierigkeit, eine Konzeption und Routinen zu erstellen bzw. zu programmieren.
Grundsätzlich habe ich schon eine Affinität zur Technik, und kann mich in gewisse Dinge einlesen.
Würde das auch nicht scheuen, weis aber nicht, ob ich mich damit nicht übernehme?!?!
Ebenso muß das ja dann auch von einem zertifizierten Elektriker abgenommen werden!
Habe mein Vorhaben dem Elektriker mitgeteilt, er hat generell auch kein Problem damit, jedoch müsste ich die Kabel im Keller selbst auflegen.
Er meinte, dass er jede Hardware, welche er nicht beschafft/einbaut, auch nicht anschließt zwecks späterer Gewährleistung etc.
Mein Verdacht ist eher, dass er halt mit dieser Variante eher eine geringere "Marge" hat, und deshalb diese Aussage tätigt....und abgenommen müsste es ja dann auch noch. Ob das dann alles so geschmeidig abläuft...??? Keine Ahnung.
Ich für meinen Teil möchte halt, dass alles ordungsgemäß abgenommen wird, auch schon wegen den Versicherungen etc.
Meine Frage nun:
Ist für mein Vorhaben eine KNX - basierte Bus-Variante mit "Kanonen auf Spatzen" geschossen, oder reichen auch die WLAN-Shelly's um die Performance so in die FritzBox einzutragen.
Es ist in jedem Stockwerk ein Ubiquiti POE-Decken-Accesspoint geplant bzw. wird verbaut. WLAN-Verbindung sollte hoffentlich dann auch ausreichend vorhanden sein, falls es doch "nur" die UP-Shelly's werden sollten.
Evtl. hat hier der ein oder andere User einen Tipp, Vorschlag etc...
Für eine konstruktive Kommunikation, bedanke ich mich schon mal vorab bei euch.
Gruß
Tom
Stravanzer schrieb:
Er meinte, dass er jede Hardware, welche er nicht beschafft/einbaut, auch nicht anschließt zwecks späterer Gewährleistung etc.Das ist eigentlich ein Glücksfall für Dich: du kannst praktisch alle Sensoren selbst beschaffen und weil das Buszeug nur mit Kleinspannung versorgt wird sich selber ohne Bedenken einbauen.Hab ich auch so gemacht, allerdings durfte ich nicht alles selber besorgen....
DaHias81 schrieb:
Ich möchte keinen zu etwas überreden, kann jeder machen wie er will. Aber das, was Du hier schreibst, stimmt einfach nicht.
Ich bin Endkunde, der nicht aus der IT kommt. Wir haben letztes Jahr in unserem Neubau KNX bekommen. Ich habe mir für 250€ die ETS Home gekauft und dann mit KNX angefangen. Und zwar erst im echten Haus (aus verschiedenen Gründen habe ich es nicht geschafft, mir vorher ein Testbrett zu bauen, wie es oft empfohlen wird). Bis zum Einzug ging alles, was konventionell auch geht und was für die Bedienung durch die Family wichtig war. Die Automatismen und Logiken, die dann erst richtig Spaß machen, kommen seitdem Schritt für Schritt. Ich habe halt vorher viel gelesen und angeschaut. Aber ich will das selber können und eben nicht bei jedem kleinen Wunsch den Elektriker zahlen müssen.
Was den Server betrifft: da ist ja das Gute, dass man für die Grundfunktionen gar keinen braucht - das ist alles in den Sensoren und Aktoren. Ich hab erst seit paar Monaten jetzt einen RasPi mit Node-Red für die weiterführenden Dinge. Aber wenn der ausfällt, funktioniert das Wochenende Essentielle trotzdem.Ich kenne bisher keinen Fall wo ein Server kaputt geangen ist, ohne Äussere Einwirkung, auch Teilweise über 10 Jahre alte Geräte, was soll da kaputt gehen? SD Karte ja, das Problem ist aber nicht nur bei Loxone (siehe Solarlog, da isses richtig Teuer) Karte raus, Karte mit Backup rein geht wieder. Aber sonst, gut du kennst sicher mehr Fälle wo ein Miniserver geraucht hat ohne externes zutun.
Wer KNX programmieren kann, kann auch ne SD Karte mit Backup bespielen, das ist bei Loxone mittlerweile sogar für Laien problemlos möglich
Mycraft schrieb:
Schade, da hast du möglicherweise einen erwischt der sich wirklich auskennt und dir alles nach deinen Wünschen(und mehr Sachen an die du noch gar nicht gedachts hast)hinbauen würde und du lässt die Gelegenheit verstreichen. Andere im Forum suchen hingegen nach sowas laufend. Nur mal so Gedanken...Servus Mycraft,
ich habe mich letztendlich dann doch für die KNX-Variante entschieden. Ich habe gemeinsam mit dem Elektriker die Hardware nochmals auf unsere Bedürfnisse angepasst, sodass ich nun bei knapp 13.000€ gelandet bin. Ich glaube, damit können nun alle Leben.
Weiterhin besteht noch die Möglichkeit, die Parametrierung selbst vorzunehmen. D.h., die Grundeinstellungen werden vom Elektriker ausgeführt, und das Feintuning nach einer Einweisung dann von mir selbst.
Hierbei gehen dann nochmals Aufwandskosten weg, welche aktuell noch im Angebot "je nach Aufwand" enthalten sind.
Ich finde, dass es ein fairer Kompromiss geworden ist.
Ja wenn man jmd. erwischt der sich auskennt dann fallen die Preise meistens eben auch nicht so groß aus(wenn denn auch die Wünsche nicht utopisch sind). Da derjenige ja in der Regel weiß was geht und was nicht und wie man die Gerätschaften systemübergreifende nutzt und nicht die Rollladenaktoren nur für Rollläden und Taster nur zur manuellen Bedienung.
B
Bayernbors18.11.22 23:12Stravanzer schrieb:
Deshalb hab ich immer ein wenig auf die "Shelly-Pro's" geschielt, da diese ja einen LAN-Anschluss besitzen und auf der Hutschiene im UV eingeclipst werden können.Ich ziehe jetzt auch die Shelly Pros in Betracht, habe dies aber noch nicht mit dem Elektriker besprochen.
Darf ich fragen, warum Sie den Shelly Pro am Ende fallen gelassen haben?
Bayernbors schrieb:
Ich ziehe jetzt auch die Shelly Pros in Betracht, habe dies aber noch nicht mit dem Elektriker besprochen.
Darf ich fragen, warum Sie den Shelly Pro am Ende fallen gelassen haben?Hi,sorry für die späte Antwort. War die letzte Zeit hier nicht mehr so unterwegs.
Einer meiner Entschlüsse gegen die Shelly-Umgebung ist, dass die Raffstores eben nicht granular gesteuert werden können.
Ebenso habe ich den Eindruck, dass die Shelly-Automatisierungen mehr für "Bastler & Tüftler" geeignet sind. Ich für meinen Teil möchte halt eine gewisse Grund-Parametrierung vornehmen, die dann gesetzt ist und nach belieben erweiterbar ist.
Des weiteren ist die KNX-Variante einfach unbegrenzt in Möglichkeiten und Adaption der kompletten Hauselektrik bzw Smarthomefunktionalität.
Bei einem Hausbau-Projekt mit einem Volumen von ca 750.000€ Euro sind diese 15-20.000€uronen zumindest zukunftssicher investiert. In der Regel baut ja im Leben meist nur 1x. Es soll aber auch Ausnahmen geben... 😀
Gruß
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