Hallo allerseits!
Ich habe hier in der Vergangenheit immer hochkompetente Menschen gefunden und hoffe, dass ihr mir auch diesmal mit Rat und Ideen zur Seite stehen könnt. Während es zuletzt um ein zu teures Objekt ging, liegt der Plan diesmal anders.
Die Grundkonstellation ist eigentlich klassisch. Die Großmutter kann nicht mehr im eigenen Haus leben, daher soll es nach Möglichkeit in der Familie bleiben. Grundstück ist komplett eben und rechteckig, insgesamt ~1150qm. Davon sind ~850qm als Erbpacht (300€/Jahr) und der Rest gehört als Eigentum zum Haus. Das Haus ist ein Beton-Massivbau, Baujahr 1963/1964. Zweistöckig (plus kleinem, nicht ausgebautem Dachstuhl), voll unterkellert. Wohnfläche ca. 120qm auf 2 Etagen.
Es wurde ein Gutachten in Auftrag gegeben, der Wert des Hauses wurde (inkl. Renovierungsbedarf, Altersabschlag, Lage, etc) auf 80.000€ geschätzt - die Grundsubstanz ist aber voll in Ordnung. Es muss halt mehr oder weniger ALLES gemacht werden... Sprich: Elektrik, Sanitär, teilweise neue Raumplanung, neue Fenster/Türen, neues Dach, usw.
Für uns stellen sich jetzt mehrere Fragen. Zum einen ist das Angebot - weil in der Familie - hervorragend. Die Lage ist super, das Haus passt zur Lebenssituation und ist erweiterbar. Am freien Markt könnte bei der aktuellen Markt-Lage sicher viel mehr rausgeholt werden. Davon ab muss aber so vieles gemacht werden, dass wir die Kosten ohne weiteres nicht einschätzen können.
Frage 1: Kommen wir mit 150.000€ für eine Renovierung des Ausbaus hin? Wir müssten wie gesagt vieles machen. Elektrik, Sanitär, neue Wände, Inneneinrichtung sehen wir als kleineres Problem an. Größere Posten werden sicherlich das Dach mit neuem Dachstuhl und ausbaufertigem Dachboden (wir wollen Dachausbauten auch in den zweiten Stock reinsetzen um die Wohnfläche zu vergrößern), Heizung mit neuen Heizkörpern (oder was auch immer - siehe Frage 2), neue Fenster/Haustür/Türen und Dinge in der Größenordnung.
Meine Einschätzung wäre:
Neue Heizung inkl. Heizkörper (oder was auch immer): Bis zu 15.000€
Neue Fenster/Türen inkl. Einbau: Bis zu 20.000€
Fassadendämmung: Bis zu 10.000€
Neues Dach inkl. Dachstuhl, Dämmung, Ausbauten: Bis zu 40.000€
Veränderung der Raumaufteilungen: Bis zu 10.000€
Neue Elektrik inkl. Vorbereitung von Smart Home: Bis zu 10.000€
Neue Sanitäreinrichtungen (1x Gäste-WC, 1x Badezimmer): Bis zu 15.000€
Neue Küche: Bis zu 10.000€
Neuer Innenausbau sonstiges: Bis zu 20.000€
Veränderung der Außenanlagen: Bis zu 20.000€
Vergesse ich dabei Dinge komplett? Sind einzelne Punkte viel zu hoch oder viel zu niedrig angesetzt? Mir ist natürlich klar, dass sich solche pauschalen Aussagen nicht einfach so treffen lassen - aber sind meine Vorstellungen weit von jeder Realität entfernt?
Frage 2: Was macht man heutzutage in Sachen Energie um einen Altbau sinnvoll zu sanieren? Das Haus ist wie gesagt massiv und bis zum Dachstuhl komplett aus Beton. Die Außenwände sind 24cm dick, im Keller größtenteils 30cm. Was ist eurer Meinung nach ein sinnvolles nachrüstbares Heizkonzept, das für die nächsten 50 Jahre taugt? Heizkörper sind eigentlich out, oder? Aber lässt sich ein Altbau anders heizen? Welche anderen Konzepte (Luft/Wärme-Tauscher, Erdwärme, etc) würdet ihr in Betracht ziehen, wenn es euer Haus wäre?
Wir können sicherlich einiges in Eigenleistung mit anbringen, ansonsten haben wir für die meisten Geschichten (zumindest was die Inneneinrichtung, Elektrik und Sanitär angeht) einen super Handwerker an der Hand, der in den Häusern meiner Eltern und Geschwister schon vieles echt gut gemacht hat. Kostenpunkt liegt da bei ~35€/Stunde. Fenster, Fassade, Dach können wir sicherlich nicht alleine machen. Auch die Außenanlagen müssten teilweise in fachlich fähige Hände - da liegen ca. 200-300qm Asphalt, die dann doch weg sollten...
Ich bin gespannt auf eure Ideen und Meinungen. :-)
Ich habe hier in der Vergangenheit immer hochkompetente Menschen gefunden und hoffe, dass ihr mir auch diesmal mit Rat und Ideen zur Seite stehen könnt. Während es zuletzt um ein zu teures Objekt ging, liegt der Plan diesmal anders.
Die Grundkonstellation ist eigentlich klassisch. Die Großmutter kann nicht mehr im eigenen Haus leben, daher soll es nach Möglichkeit in der Familie bleiben. Grundstück ist komplett eben und rechteckig, insgesamt ~1150qm. Davon sind ~850qm als Erbpacht (300€/Jahr) und der Rest gehört als Eigentum zum Haus. Das Haus ist ein Beton-Massivbau, Baujahr 1963/1964. Zweistöckig (plus kleinem, nicht ausgebautem Dachstuhl), voll unterkellert. Wohnfläche ca. 120qm auf 2 Etagen.
Es wurde ein Gutachten in Auftrag gegeben, der Wert des Hauses wurde (inkl. Renovierungsbedarf, Altersabschlag, Lage, etc) auf 80.000€ geschätzt - die Grundsubstanz ist aber voll in Ordnung. Es muss halt mehr oder weniger ALLES gemacht werden... Sprich: Elektrik, Sanitär, teilweise neue Raumplanung, neue Fenster/Türen, neues Dach, usw.
Für uns stellen sich jetzt mehrere Fragen. Zum einen ist das Angebot - weil in der Familie - hervorragend. Die Lage ist super, das Haus passt zur Lebenssituation und ist erweiterbar. Am freien Markt könnte bei der aktuellen Markt-Lage sicher viel mehr rausgeholt werden. Davon ab muss aber so vieles gemacht werden, dass wir die Kosten ohne weiteres nicht einschätzen können.
Frage 1: Kommen wir mit 150.000€ für eine Renovierung des Ausbaus hin? Wir müssten wie gesagt vieles machen. Elektrik, Sanitär, neue Wände, Inneneinrichtung sehen wir als kleineres Problem an. Größere Posten werden sicherlich das Dach mit neuem Dachstuhl und ausbaufertigem Dachboden (wir wollen Dachausbauten auch in den zweiten Stock reinsetzen um die Wohnfläche zu vergrößern), Heizung mit neuen Heizkörpern (oder was auch immer - siehe Frage 2), neue Fenster/Haustür/Türen und Dinge in der Größenordnung.
Meine Einschätzung wäre:
Neue Heizung inkl. Heizkörper (oder was auch immer): Bis zu 15.000€
Neue Fenster/Türen inkl. Einbau: Bis zu 20.000€
Fassadendämmung: Bis zu 10.000€
Neues Dach inkl. Dachstuhl, Dämmung, Ausbauten: Bis zu 40.000€
Veränderung der Raumaufteilungen: Bis zu 10.000€
Neue Elektrik inkl. Vorbereitung von Smart Home: Bis zu 10.000€
Neue Sanitäreinrichtungen (1x Gäste-WC, 1x Badezimmer): Bis zu 15.000€
Neue Küche: Bis zu 10.000€
Neuer Innenausbau sonstiges: Bis zu 20.000€
Veränderung der Außenanlagen: Bis zu 20.000€
Vergesse ich dabei Dinge komplett? Sind einzelne Punkte viel zu hoch oder viel zu niedrig angesetzt? Mir ist natürlich klar, dass sich solche pauschalen Aussagen nicht einfach so treffen lassen - aber sind meine Vorstellungen weit von jeder Realität entfernt?
Frage 2: Was macht man heutzutage in Sachen Energie um einen Altbau sinnvoll zu sanieren? Das Haus ist wie gesagt massiv und bis zum Dachstuhl komplett aus Beton. Die Außenwände sind 24cm dick, im Keller größtenteils 30cm. Was ist eurer Meinung nach ein sinnvolles nachrüstbares Heizkonzept, das für die nächsten 50 Jahre taugt? Heizkörper sind eigentlich out, oder? Aber lässt sich ein Altbau anders heizen? Welche anderen Konzepte (Luft/Wärme-Tauscher, Erdwärme, etc) würdet ihr in Betracht ziehen, wenn es euer Haus wäre?
Wir können sicherlich einiges in Eigenleistung mit anbringen, ansonsten haben wir für die meisten Geschichten (zumindest was die Inneneinrichtung, Elektrik und Sanitär angeht) einen super Handwerker an der Hand, der in den Häusern meiner Eltern und Geschwister schon vieles echt gut gemacht hat. Kostenpunkt liegt da bei ~35€/Stunde. Fenster, Fassade, Dach können wir sicherlich nicht alleine machen. Auch die Außenanlagen müssten teilweise in fachlich fähige Hände - da liegen ca. 200-300qm Asphalt, die dann doch weg sollten...
Ich bin gespannt auf eure Ideen und Meinungen. :-)
mvossmail schrieb:
Welcher Zinssatz ist gemeint?Die 300 €! - ist ja geschenkt 😉 Wie kommt man da auf 71000? 🤨
M
mvossmail09.05.16 20:44Die 300 sind tatsächlich geschenkt. Die 71000 orientieren sich am Bodenrichtwert der Gemeinde, liegen aber schon 10€ drunter. Das Angebot ist also auch gut - aber ich würde die 71.000 lieber in eine Veranda oder sowas stecken - was in 48 Jahren ist, ist mir erstmal noch egal. Bis dahin müssen wir wahrscheinlich eh in ein Altenheim oder können das Grundstück später noch kaufen.
bei 300€ im jahr und noch 48jahre gültigkeit gibt es ja nichtmal einen hauch einer Überlegung bei einen kaufpreis von 71.000€. die 300€ sind wohl ohne regelmäßige erhöhung und halt schon 52jahre alt, damals waren 600mark noch ne ganze ecke. da kann man mal super sehen wie wenig 600mark/300€ in 50jahren noch ist.
was sollt ihr jetzt eigentlich an die Familie abdrücken ? den wert der immobilie oder wozu war der wertgutachter überhaupt da? der markt ist zwar derzeit optimal für verkäufer, aber runtergewirtschaftete häuser waren noch nie wirklich begehrt. klar gibts nen käufer aber sicher nicht zum hauswertpreis. die 48jahre erbpacht mit 300€/jahr sind nett, für ein junges paar aber ein paar jahre zu wenig (man müßte sich in der rente über den kauf oder eine deutlich teurere neu pacht geschichte gedanken machen).
so ein haus macht eigentlich nur sinn, wenn man erstmal mit einen überschaubaren Budget das gröbste machen kann und anschließend den rest selber macht während man schon drin wohnt.
was sollt ihr jetzt eigentlich an die Familie abdrücken ? den wert der immobilie oder wozu war der wertgutachter überhaupt da? der markt ist zwar derzeit optimal für verkäufer, aber runtergewirtschaftete häuser waren noch nie wirklich begehrt. klar gibts nen käufer aber sicher nicht zum hauswertpreis. die 48jahre erbpacht mit 300€/jahr sind nett, für ein junges paar aber ein paar jahre zu wenig (man müßte sich in der rente über den kauf oder eine deutlich teurere neu pacht geschichte gedanken machen).
so ein haus macht eigentlich nur sinn, wenn man erstmal mit einen überschaubaren Budget das gröbste machen kann und anschließend den rest selber macht während man schon drin wohnt.
M
mvossmail09.05.16 21:37Es haben sich mittlerweile schon genug Interessenten aus dem familiären Umfeld gemeldet, ich denke am freien Markt sollte das Haus mit dem (sehr geilen) Grundstück für 100.000+ weggehen. Wir würden die begutachteten 80.000 nehmen und die grunderwerbsteuer sparen.
Ich würde uns tatsächlich als junges Paar bezeichnen (beide noch unter 30), aber trotzdem sehe ich 48 Jahre als einen brauchbaren Zeitraum an. Bis die abgelaufen sind, sind wir fast 80 - wer weiß wie die Welt dann aussieht... Der Grundstückseigentümer will gerne verkaufen (ein verarmendes Schloss), da sehe ich auch gute Chancen, das in 10 Jahren noch zu kaufen.
Toll wäre für uns, dass wir mit 250.000 ein tolles Haus auf die Beine stellen können und dann für viele Jahre einen freien Gestaltungsraum für weitere Investitionen haben. Drin wohnen könnten wir tatsächlich ab den ersten Innenausbau-Schritten (das übliche) und dann nach und nach z.B. den Dachboden noch zu Ende ausbauen oder ähnliches.
Ich würde uns tatsächlich als junges Paar bezeichnen (beide noch unter 30), aber trotzdem sehe ich 48 Jahre als einen brauchbaren Zeitraum an. Bis die abgelaufen sind, sind wir fast 80 - wer weiß wie die Welt dann aussieht... Der Grundstückseigentümer will gerne verkaufen (ein verarmendes Schloss), da sehe ich auch gute Chancen, das in 10 Jahren noch zu kaufen.
Toll wäre für uns, dass wir mit 250.000 ein tolles Haus auf die Beine stellen können und dann für viele Jahre einen freien Gestaltungsraum für weitere Investitionen haben. Drin wohnen könnten wir tatsächlich ab den ersten Innenausbau-Schritten (das übliche) und dann nach und nach z.B. den Dachboden noch zu Ende ausbauen oder ähnliches.
Wir haben die Erfahrung gemacht, dass bestimmte Arbeiten bei Sanierung nicht nach hinten verschoben werden sollten. Dazu zählen die Elektrik, die Wasserleitungen, Heizungsanlage samt Heizkörper und die Bäder. Außerdem sollten die Fenster und die Haustür auf den Prüfstand!
Kleinere Arbeiten wie das Tapezieren und Verlegen von Bodenbelägen bei nicht direkt benötigen Räumen können verschoben werden. Die anderen Arbeiten werden nach Einzug gern immer wieder nach hinten verschoben.
Kleinere Arbeiten wie das Tapezieren und Verlegen von Bodenbelägen bei nicht direkt benötigen Räumen können verschoben werden. Die anderen Arbeiten werden nach Einzug gern immer wieder nach hinten verschoben.
mvossmail schrieb:
da sehe ich auch gute Chancen, das in 10 Jahren noch zu kaufen.
Toll wäre für uns, dass wir mit 250.000 ein tolles Haus auf die Beine stellen.Du glaubst wohl nicht das wenn du 250k investiert hast, das Grundstück dir hinterher geworfen wird. Ich würde knallhart pokern als Eigentümer wenn in 10 Jahren kommst.
Die erbpacht habe ich ja so oder so.
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