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ᐅ Private Altersvorsorge und freies Sparen neben der Finanzierung?


Erstellt am: 02.02.16 21:47

Musketier08.02.16 08:30
Berücksichtigt werden müssten noch die Nebenkosten, die der Mieter nicht zahlen müsste und die (momentan kaum vorhandene) Guthabenverzinsung des Sparers.
Sebastian7908.02.16 08:32
Welche Nebenkosten muss der Mieter denn nicht zahlen?
Musketier08.02.16 08:35
Es gibt nichtumlagefähige Nebenkosten, unter die z.B. auch Reparaturen/Instandhaltung fallen und in gewissen Sinne auch Abschreibung auf Gebäude/Küche.
matte08.02.16 08:43
Ich hab unsere Daten jetzt mal grob bei diesem Rechner von FMH eingegeben.
Ein Mietshaus würde uns ca. 1000€ im Monat Kaltmiete kosten.
Zinssatz für Kredit mit 2,3 hab ich Angebote vorliegen, Maklerkosten usw hab ich außen vor gelassen, da wir das nicht zahlen müssen.

Einzig den Anlagezins für Ersparnisse kann ich nicht sagen. Hab ihn jetzt mal mit 2% angenommen, bei 4% Rendite hätte der Immobilienkäufer nach 30 Jahren immerhin noch 39T€ mehr.
Bei 4,5% Rendite hätte der Hausbesitzer knapp 16T€ weniger.

Also, wieso wird immer davon ausgegangen, dass man ökonomisch gesehen ohne Haus viel besser dran ist?

Ich will nicht mosern, ich würds gern verstehen



Screenshot eines Miet- oder Kaufrechners mit Feldern zu Kaltmiete, Zins, Tilgung, Wertsteigerung.

Finanzierung: Kaufpreis, Eigenkapital, Kredit; Chart: Kapitalvermögen blau, Immobilienwert orange.

Finanzierungsübersicht: Tabelle mit Eigenkapital, Darlehen und Gesamtsumme
Bieber081508.02.16 19:27
matte1987 schrieb:
Ich verstehe nicht, wieso man immer davon ausgeht, dass man ja viel mehr Geld hätte, wenn man statt des Hauses das Geld zur Seite legt.
Kommt darauf an! Die 30 000 Euro, die ich heute an Grunderwerbsteuer und Notarkosten verbrenne, könnte ich natürlich auch in einen 5-Sterne-Pauschalurlaub, in zehn Skiurlaube, in zwei Brustvergrößerungen oder in Aktien von sagen wir mal der Commerzbank stecken. Oder in den Sparstrumpf. Und nun darfst Du raten, wer am Ende das größere Vermögen hat .
Vanben08.02.16 19:54
Irgendwie erscheinen die Zahlen nicht stimmig.

Wenn du eine jährliche Rücklage von 1% des Objektwertes einplanst, beträgt die im 1. Jahr schon 308 Euro pro Monat. Demnach beträgt deine zugrundeliegende Kreditrate nur 1080,- Euro. Um die 295.550 binnen 30 Jahren mit durchgehend 2,39% Zins zu tilgen, braucht es allerdings schon 1150,- Euro Rate.
Das Hauptproblem sehe ich allerdings bei der prognostizierten Wertsteigerung. Abseits von Toplagen, wirst du am Ende eher mit Glück den ursprünglichen Wert bei einem Verkauf realisieren können, aber sicher keinen Gewinn erzielen.

Es dürfte also vielmehr so aussehen: 1450x12x30 = 522.000 Euro ausgegeben. Haus wird für 380.000 verkauft, es bleibt ein Verlust von 142.000 Euro
Der Mieter hat mtl. die Differenz angespart und besitzt nach 30 Jahren die angegebenen 218.000

Der Mieter steht nach 30 Jahren also um 360.000 Euro besser da...und das bei einer Rendite von nur 2% beim Vergleich mit einem günstigen Darlehen. Darüber hinaus trägt man keinerlei Risiko und bleibt zeitlebens flexibel.
Fairerweise muss man allerdings dazu sagen, dass die Miete für ein wirklich vergleichbares Objekt in Wahrheit natürlich immer teurer kommt, als die eigene Finanzierung, da der Vermieter ja im Grunde das gleiche dafür ausgibt, wie du, er aber auch noch einen Gewinn erwirtschaften möchte.

Nur mietet eben niemand so, wie er bauen/kaufen würde und nicht zuletzt deshalb steht der Mieter am Ende rein rechnerisch besser dar...natürlich nur, wenn er die Kohle nicht für Brustvergrößerungen rausgehauen hat
mieternebenkostenrendite