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ᐅ Neubau - Kanalisationsgerüche im Haus


Erstellt am: 15.08.25 15:30

Eliatuer15.08.25 15:30
Hallo Zusammen,

Kurzversion: Wir sind 2022 in unser damals neugebautes Haus eingezogen und hatten bereits nach wenigen Monaten regelmäßig mit Kanalisationsgerüchen im Haus zu kämpfen, welche unser Baupartner bis heute nicht beseitigen konnte. Diese sind vor allem bei schwülem Wetter und bei leichtem Unterdruck im Haus vorhanden.

Themenbezogene Eckdaten:
- KFW55 Haus
- 2 Familienhaus mit 2 separaten Kontrollierte-Wohnraumlüftungen (reco boxx 310)
- Schmutzwasserhebeanlage (Grauwasser) im Hauswirtschaftsraum, frisch gereinigt (keine Besserung).
- Siphons alle kontrolliert, keine ausgetrockneten, werden alle regelmäßig genutzt

Detaillierte Geschichte

2022/2023 - Nach unserem Einzug 2022 bemerkten wir recht schnell Kanalisationsgerüche im Gesamten Haus. Ich bemerkte selbst das die Entlüftung der Fallrohre auf dem Dach nur 1 m von der Frischluftzufuhr der Kontrollierte-Wohnraumlüftung lag und vermutete daher die Geruchsbelästigung. Der Sanitärinstallateur hat darauf die Frischluftzufuhr und Abluft geändert, dh. Frischluft kommt jetzt von der Hausseite auf 2 m Höhe und Abluft übers Dach. Danach war die Geruchsbelästigung im gesamtem Haus deutlich besser, aber leider nicht beseitigt.

Bei warmem Wetter im Sommer war der Geruch noch immer vorhanden, vor allem im Hauswirtschaftsraum (Keller) und im Gästebad (direkt über dem Hauswirtschaftsraum, hier laufen auch in einer Abkofferung die Fallrohre, Entlüftungen ect. durch).

Da wir einen Raumluftunabhängigen Kamin mit Druckwächter haben sehe ich den Druckunterschied zwischen Haus/Außen. Vor allem bei Unterdruck im Haus entstehen die Gerüche. Das passiert unter anderem wenn ich eine Monoblock Klima nicht im 2-Schlauchbetrieb betreibe oder wenn ich die Kontrollierte-Wohnraumlüftung auf "nur Abluft" stelle. Letzteres mache ich im Sommer gerne abends und öffne nur die Fenster im Schlafzimmer, wodurch die komplette abgesaugte Luft nur durch das Schlafzimmerfenster ins Haus strömt, so hat man hier recht schnell eine angenehme Temperatur wenn es tagsüber zu warm wurde. Aber dadurch entstehen dann auch verstärkt die Gerüche. Wir reden hier über Werte zwischen 1 - 4 Pascal.

2023/2024 -
Nachdem der erste Versuch keine Lösung war hatte man die Lüftungskurven der Kontrollierte-Wohnraumlüftungen angepasst (Abluft ein wenig schwächer, Frischluft rauf) um hier ein Unterdruck zu verhindern. Leider hat auch dieser Versuch nicht zu einem Ergebnis geführt.

2024/2025 - Nachdem es noch immer stank hat man jetzt mit einer Kamera hinter die Toiletten geschaut und dort eine "verrutschte Dichtung" einer Abwasserleitung entdeckt. Fliesen runter, Dichtung erneuert, Fliesen wieder drauf. Dies wurde im Feb. 2025 umgesetzt und zuerst waren wir optimistisch, da der Monteur meinte "da kam mir gleich ein modriger Geruch entgegen, dass war es definitiv". War es leider nicht... Es stinkt im Moment bei diesem heißen Wetter wieder nach faulen Eiern/altem Kanalisationswasser.

Jetzt habe ich erneut eine Mängelrüge an unsere Baufirma geschickt, sehe aber langsam kein Weiterkommen und wollte mal hier Fragen ob es Ideen gibt woran das liegen könnte.

Wichtige Details: Was ich recht früh bemerkte und auch unserem Sanitärinstallateur mitgeteilt habe - wenn ich im Obergeschoss etwas stark riechendes in die Toilette kippe (Chlorix bei der Reinigung) rieche ich das direkt danach im Hauswirtschaftsraum im Keller. Ich habe leider kaum Erfahrung im Sanitärbereich, aber das dürfte so doch nicht sein? Für mich klingt das eindeutig nach einer Undichtigkeit im Abwasserohr wenn die Gerüche im Abwasser des Obergeschosses im Hauswirtschaftsraum im Keller zu riechen sind, und zwar nur hier und im Bad EG. Nicht im Wohnzimmer, nicht im Flur - also keine Verteilung über die Kontrollierte-Wohnraumlüftung.

Es sind dann auch andere Gerüche aus der Toilette im Hauswirtschaftsraum genießbar (wenn oben eine Sitzung auf der Toilette stattfindet).

Ich wäre über ein wenig Input wirklich dankbar wo ich ansetzen kann weil ich echt am verzweifeln bin. Es stinkt regelmäßig im Haus sodass man keinen Besuch empfangen kann/will.

Im Anhang habe ich ein paar Bilder von der Stelle welche geöffnet wurde und die kaputte Dichtung in einer Muffe gewechselt wurde.

Danke!
Viele Grüße,
Markus
Baustelle mit Unterbodenheizung, Kabelsträngen und Installationsmaterial im Innenbereich

Unterflur-Heizsystem: Conel-Steuergerät, Heizrohre und Schleifen auf Gittern im Baubereich.

Installationsraum mit isolierten Heizungsrohren, weißer Verteilereinheit und Fenster daneben

Installationsrahmen eines wandhängenden WC-Spülkastens umgeben von schwarzen Abflussrohren
Nauer15.08.25 16:53
Hi Markus,

was du schilderst, klingt ziemlich eindeutig nach einem Leck oder Undichtigkeit irgendwo im Bereich der Abwasserführung.
Eliatuer schrieb:

wenn ich im Obergeschoss etwas stark riechendes in die Toilette kippe (Chlorix bei der Reinigung) rieche ich das direkt danach im Hauswirtschaftsraum im Keller. Ich habe leider kaum Erfahrung im Sanitärbereich, aber das dürfte so doch nicht sein? Für mich klingt das eindeutig nach einer Undichtigkeit im Abwasserohr wenn die Gerüche im Abwasser des Obergeschosses im Hauswirtschaftsraum im Keller zu riechen sind

ist das nicht mehr mit Lüftungsfehlern oder Kontrollierte-Wohnraumlüftung-Feinheiten zu erklären. Da ist wirklich irgendwo Verbindung mit der Raumluft vorhanden – Siphons und Lüfter mal ausgeklammert.
Was war das für eine "verrutschte Dichtung" genau, und an welcher Stelle wurde sie nachgebessert? Abflussdichtungen, insbesondere in Übergangsmuffen und bei Abkofferungen, sind gerne so undankbar montiert, dass minimale Undichtigkeiten erst bei Unterdruck richtig auffallen. Eine Druckprobe mit Rauch oder farbigem Testgas durch einen Installateur wäre tatsächlich ein klarer nächster Schritt, falls noch nicht gemacht?!
Eliatuer schrieb:

Es sind dann auch andere Gerüche aus der Toilette im Hauswirtschaftsraum genießbar (wenn oben eine Sitzung auf der Toilette stattfindet).

Damit ist zumindest die Verbindung des Systems bestätigt. Wurde die komplette Strangentlüftung im Dachbereich schon einmal abgedrückt beziehungsweise kontrolliert? Gerade bei modernen, dichten Häusern mit Kontrollierte-Wohnraumlüftung zeigt sich jeder Schlampigkeitsfehler in der Abwasserführung früher oder später.

Kannst du ausschließen, dass in der Abkofferung noch weitere Revisionsöffnungen oder schlecht verschlossene Wartungslöcher sind?

Viel Erfolg!
Musketier15.08.25 16:56
Das kommt mir bekannt vor.
Wurde noch irgendein Abzweig vom Abwasser für ein Waschbecken/Bodenablauf im Hauswirtschaftsraum installiert, der aber nie angeschlossen wurde? So ähnlich wars bei uns im HAR hinter einer Abkofferung. Eventuell auch mal schauen, ob irgendwo Belüftungsventile installiert worden und dort mal genauer nachschauen. Die hatte ich bei uns zuerst im Verdacht.
11ant15.08.25 16:57
Ähnliche Themen hatte ich bereits mehrmals drüben im Grünen und dort empfohlen, sich die Geschichte der Moppermanns in Folge 07 des Podcasts von Kittybob "Die Räucherstäbchen-Affäre" anzuhören.
https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
Nauer15.08.25 17:07
Die Antworten von den anderen zeigen schon, dass der Fehler irgendwo im System sitzt, wo normale Sichtkontrolle nicht reicht. Die Frage nach möglichen toten Leitungen ist dabei mMn eigentlich entscheidend..
Musketier schrieb:
Wurde noch irgendein Abzweig vom Abwasser für ein Waschbecken/Bodenablauf im HWR installiert, der aber nie angeschlossen wurde? So ähnlich wars bei uns im HAR hinter einer Abkofferung.

Schon eine einzelne offene Muffe, die vergessen oder nur schlecht verschlossen wurde, wirkt wie ein permanentes Einfallstor für Gerüche – vor allem im Zusammenspiel mit Lüftungs- oder Unterdrucksituationen, wie du sie bei der Kontrollierte-Wohnraumlüftung immer wieder beschreibst.

Was mich interessieren würde: Hattet ihr schon jemanden da, der gezielt mit Nebelmaschine oder Rauchpatrone die Entlüftungsleitung und Abwasserführung auf Undichtheiten untersucht hat? Das schließt oft schneller alle offenen Fragen als bloßes Raten im Nebel.

Und wenn du schreibst, dass der modrige Geruch nach oben im gesamten Strang zu verfolgen ist, wurde beim letzten Öffnen bzgl. der Dichtung auch wirklich die Dichtheit rund um die Fallleitung kontrolliert, oder hat der Monteur nur einen sichtbaren Defekt behoben?
Eliatuer15.08.25 18:19
Danke für die vielen und hilfreichen Antworten! Ich bin echt dankbar das ihr euch alle Zeit für mein Problem genommen habt!

Verrutschte Dichtung: Was der Monteur uns gesagt hatte war das die Dichtung an einer Muffe im Übergang zum Abwasserfallrohr undicht war, die war "rein gerutscht". Da es hinter der Toilette EG war kann es nur die Toilette, Waschbecken EG oder Dusche EG gewesen sein. Er hat das alles nur auf Sichtprüfung gemacht und es wurde auch nur 1 Fliese entfernt - so wirklich viel gesehen hat man dabei nicht, da auch noch das Wandelement der Toilette im Weg hängt. Die Strangentlüftung im Dach wurde auch nicht kontrolliert. Im Bad OG riecht es allerdings nicht, hier würde ich - wenn es vom Dach kommt, als erstes einen wahrnehmbaren Geruch vermuten. Daher glaube ich das es irgendwo auf Höhe Bad EG liegt, ggf. auch zwischen Keller und EG.

Nebelmaschine/Rauchpatrone: Hat man noch nicht probiert, da werde ich jetzt aber als nächstes mal drauf bestehen. Das läuft ja noch alles unter Garantie/Gewährleistung, demnach werde ich selbst da nichts machen (wäre sicher kontraproduktiv in Rechtsfragen), habe aber das Gefühl das die Bereitschaft der Installationsfirma bisher sehr begrenzt war das Problem wirklich zu identifizieren.

Waschbecken/Bodenablauf nachträglich: Ja, allerdings wurde da nachträglich was geändert. Die Position der Dusche wurde im EG wurde verändert. Nachdem der Estrich schon gegossen war hat man plötzlich gemerkt das die Abkofferung für die Leitungen deutlich breiter werden muss als geplant, wodurch die Dusche nur 60 cm Breite gehabt hätte. Da ich das so nicht wollte hatte man dann von einem Abstellraum 50 % per Trockenbau verkleinert und die Dusche da rein gezogen. Die haben also nachträglich in Estrich nochmal eine Kernbohrung gesetzt und ein neuen Ablauf gebaut. Ob die den neuen an den alten angeschlossen haben weis ich nicht. Dazu haben wir auch noch 2 Leerrohre für Frischwasser vom Keller bis ins OG hängen (Vorbereitung für eine Zisternenspülung). Aber die "sollten" eigentlich nur leer und nicht angeschlossen da hängen. Aber ein guter Punkt, den werde ich auch mal ansprechen.

Die Folge "Räucherstäbchenaffäre" habe ich mir eben angehört. Amüsant auf jeden Fall :-) Das ältere Ehepaar wohnt bei uns Nebenan, aber das kenne ich sehr gut. Das sind meine Schwiegereltern, unsere Haushälften sind im Hauswirtschaftsraum miteinander verbunden (Durchgangstür) und es riecht nur bei uns. Die Seite kann ich ausschließen.
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