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ᐅ Mineralputz am Haus nicht gerade, sondern bauchig


Erstellt am: 09.09.16 07:16

Tommes7809.09.16 07:16
Moin zusammen,
wir bekommen einen Mineralputz am Haus (Aufbau: WDVS) und gestern wurde der Putz aufgetragen (tags zuvor die Armierung) und davor wurden an Türen und Fenstern Eckschutzschienen gesetzt.
Gestern haben wir mal, eigentlich nur aus Spaß, eine Latte horizontal auf den Putz gelegt. Auflageflächen waren z.b die Eckschutzschienen zwischen zwei Fenstern.
Dabei ist uns aufgefallen das der Putz nicht gerade ist, sondern bauchig d.h. das der Putz jetzt nicht Plan mit der Latte ist sondern hier und da mal bestimmt 1 - 2 cm und mehr fehlt.

Daher die Frage wie das bei Euch ist? Ist das normal ? Gibt es einen Toleranzbereich? Ich weiß ja nicht evtl. kommt da heute noch eine Schicht, aber das kann ich mir nicht vorstellen?!?

Mit dem bloßen Auge würde man es nicht sehen, aber jetzt wo man es weiß......
AOLNCM09.09.16 09:57
Tommes78 schrieb:
Moin zusammen,
wir bekommen einen Mineralputz am Haus (Aufbau: WDVS) und gestern wurde der Putz aufgetragen (tags zuvor die Armierung) und davor wurden an Türen und Fenstern Eckschutzschienen gesetzt.
Eigentlich sollte die Armierungsschicht erst durchtrocknen, je nach Witterung und Schichtstärke ca. 3 Tage
Vor dem Verputzen muss erst noch Putzgrund aufgetragen werden.
Gestern haben wir mal, eigentlich nur aus Spaß, eine Latte horizontal auf den Putz gelegt. Auflageflächen waren z.b die Eckschutzschienen zwischen zwei Fenstern.
Dabei ist uns aufgefallen das der Putz nicht gerade ist, sondern bauchig d.h. das der Putz jetzt nicht Plan mit der Latte ist sondern hier und da mal bestimmt 1 - 2 cm und mehr fehlt.

Nimm statt einer Latte einen Richtscheit, oder eine lange Wasserwage.
Daher die Frage wie das bei Euch ist? Ist das normal ? Gibt es einen Toleranzbereich? Ich weiß ja nicht evtl. kommt da heute noch eine Schicht, aber das kann ich mir nicht vorstellen?!?

Mit dem bloßen Auge würde man es nicht sehen, aber jetzt wo man es weiß......

Gewisse Toleranzen sind auf dem Bau normal.
Die Unebenheiten fallen meistens erst auf, wen man die Wand seitlich beleuchtet. Wenn du z.B. im Dachüberstand Leuchten unterbringen möchtest, könnte die Wand abends nicht ganz so schön aussehen.

Wie überall ist die Vorarbeit vor dem Putz wichtig.
Um Unebenheiten von vorne rein zu reduzieren, empfiehlt es sich WDVS-Platten mit Nut und Feder zu bestellen.
Nach dem Verkleben alle Fugen mit Bauschaum ausfüllen.
Dann mit einer z.B. 2m Wasserwaage und einem Schleifbrett alle Beulen abschleifen.
Dann wird Armierungsschicht aufgetragen, mit einer Zahnkelle zu viel Material abgetragen, Gewebe eingearbeitet (auf Überlappung achten, min. 10cm),
und jetzt ganz wichtig erst mit einer Kartätsche die Dellen ausgleichen und dann erst mit Rakel glätten.

Wenn die Wand ordentlich vorgearbeitet wurde, kann beim Verputzen nicht mehr viel schief gehen.
Putz mit beliebiger Körnung auftragen, mit Zahnkelle überschüssiges Material abtragen, mit einer Kunststoff-, Reibekelle glätten.

Und Streichen nicht vergessen.
Tommes7809.09.16 10:09
Danke für deine ausführliche Antwort zur Ausführung nur leider bringt mich das so nicht weiter.....

Die Armierung + Putz ist nun schon darauf und soll nächste Woche gestrichen werden. Die Frage ist ja

a) ist das normal (denke ehr nicht)
b) gibt es da Toleranzen (bis 1 cm ist vertretbar?)
c) was kann man tun, wenn so ist wie im Moment?
Soweit ich dich richtig verstehe müssten Unebenheiten im Vorfeld durch die Armierung ausgeglichen werden?!

Habe es beim Bauleiter angesprochen. Er möchte es sich anschauen, aber denke er kommt da wieder mit liegt in der Toleranz. Daher wollte ich mal nach Meinungen fragen...und nach Lösungen suchen was man tun kann.
Sebastian7909.09.16 10:15
Die Frage ist eher, ob Du es halt siehst - Hausbau ist keine Feinmechanik. Was meinste, wie beim Innenputz manche Bereiche ausschauen? Fällt nur keinem auf...

Wichtig wäre eher die Frage bzgl. der Beleuchtung, denn da offenbart sich wirklich einiges...wobei eine schiefe Wand auch nicht unbedingt, sondern eher Buckel/Unebenheiten.

Wir hatten Kratzputzt, da wird eh alles flächig gekratzt...zumindest in der Theorie

Wo er Recht hat: Sehr wenig Trocknungszeit zwischen den beiden Schichten - das kann problematisch später werden. Zumal es für sowas eigentlich eh zu warm war...
Tommes7809.09.16 10:18
- da gebe ich Dir Recht ob es überhaupt auffallen wird. Und es werden draußen Lampen hängen, daher ahne ich böses......

Wie gesagt so mit dem Auge ist mir das nicht aufgefallen nur halt wo ich mal aus Spaß kontrollieren wollte.

Das es Toleranzen gibt ist mir auch klar nur wie sind diese? An der einen Stellen sind es 1cm an einer anderen 2 cm usw......

na ja ich warte mal auf die Antwort vom Bauleiter.....
Bieber081509.09.16 11:44
Tommes78 schrieb:
gibt es da Toleranzen (bis 1 cm ist vertretbar?)
Möglicherweise in DIN 13345, ansonsten sind grundsätzlich in DIN 18201 und DIN 18202, Toleranzen im Hochbau.

Vielleicht kannst Du mal bei ein paar anderen Häusern einen Richtscheit anlegen, um mal ein Gefühl zu bekommen.
din 18201verputzenarmierungsschichttoleranzenlattewdvseckschutzschienenrichtscheitzahnkelleglätten