Luftwärmepumpe oder Gas und Solar nutzen?

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Zuletzt aktualisiert 02.02.2023
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K

Karlstraße

Uns sagte ein Architekt beim Erstgespräch, dass man zwar noch Solarthermie + Gas machen könne, aber es nachher (wenn man kein KFW-Kredit nehmen würde), niemand überprüfen würde. Viele bei ihm würden weiterhin einfach nur eine Gastherme einbauen und auf weiteres verzichten. Natürlich muss er entsprechend auf die Vorschriften hinweisen, aber ob derjenige noch Solar und eine Kontrollierte-Wohnraumlüftung hat, würde niemand mehr checken.

Ist das wirklich glaubhaft?

@ Kaspatoo: Danke für deine Berechnung ,sehr interessant!
 
L

Legurit

Gaskosten sind pro kWh angegeben mit 7 Cent - Energiekosten sind angegeben mit 833 € --> 11100 kWh Wärme; Stromkosten sind mit 19 Cent angegeben (günstig übrigens) und Energiekosten mit 539 € --> 2836 kWh Strom --> 11100 / 2836 --> 3,9... zumindest nimmt das der Heizungsbauer an.
 
M

mc_solar

Wir haben eine Gasheizung mit 10qm Solarunterstützung.
Beheizte WF: 180qm
Jährliche Gasrechnung: 650,-

In die Berechnung neben den Kosten unbedingt die Geräuschkulisse der Luftwärmepumpen einbeziehen. Bei uns in der Nachbarschaft hat einer mit Luftwärmepumpe gebaut. Das Teil kann sehr sehr laut werden. Mit den Nachbarn gibt es ziemlichen Stress. Hätte ich keine Lust darauf.
 
Kaspatoo

Kaspatoo

die von meinem Schwager hört man auf höchster Stufe auch nur wenn man neben dem Lufteinlass steht.
In 10m Entfernung hört man da nichts mehr von.
Liegt vlt an dem Gerät, frage den gestressten Nachbarn mal nach dem Modell und schreib das hier.
 
R

R.Hotzenplotz

Ein interessanter Thread, der für uns auch gerade von Relevanz ist. Hier ist unser Neubauprojekt.

https://www.hausbau-forum.de/threads/grundrissplanung-kurz-vor-bauantragsstellung.25647/

Entgegen unserer Wunschvorstellung ist keine Erdwärmepumpe mit Tiefensonde möglich.

Für uns stehen zur Disposition (jeweils mit Angaben zu Aufpreisen ggü. der zunächst angedachten Waterkotte AI 1 Geo ohne Kosten für die Tiefenbohrung, die der GU anfangs mit € 15.000 angenommen hat, was aber nicht realisierbar ist):

Vorweg geschickt sei noch, dass das Haus eine Kontrollierte-Wohnraumlüftung Vaillant Reco Vair mit Wärmerückgewinnung erhält.

1) Gas und Solar:
Viessmann Vitodens 200-W mit Vitosol 200F und 400l Wasserspeicher Vitocell 100B
---> € 4.899 Aufpreis plus Gasanschlusskosten ca. € 2.000 bis € 2.500

2) Luftwärmepumpe:
Waterkotte Eco Touch DA Air 5018.5 Ai mit 390 Liter Waterkotte EcoStock Speicher
---> € 9.487 Aufpreis, also effektiv € 2.100 bis € 2.600 teurer als die Gas-/Solar-Lösung

3) Erdwärme mit Flächenkollektoren:
Die wohl unattraktivste Option. Die Waterkotte AI1 Geo bliebe drin. Dazu kämen ca. € 10.000 für Flächenkollektoren und nach Schätzung des GU € 6.000 bis € 8.000 (!!) für Erdarbeiten

Nach meiner bisherigen - leider noch subjektiven - Einschätzung bin ich eher für Gas + Solar oder nur Gas sofern man mit den Ausnahmetatbeständen, die hier möglich sind, durch kommt.

Habe mit mehreren Installateuren gesprochen, die der Meinung sind, beim zugrunde liegenden Projekt und einer berechneten Heizlast von 7,548 W sei eine Luftwärmepumpe keine sinnvolle Alternative zur Gas/Solar-Kombination. Kann man das so pauschal sagen? Das Ganze wird sich noch minimal verändern, da wir die Gebäudehöhe etwas absenken mussten, um die Baugenehmigung zu erhalten. Wird dann noch mal neu gerechnet aber wird sicherlich die Entscheidungsgrundlage als solche nicht komplett kippen. Werden ca. 41m³ umbauter Raum weniger sein.

Ich habe eine ausführliche Heizlastberechnung vorliegen. Welche Werte hieraus sind evtl. noch für eine Bewertung der Fragestellung relevant?

Die Heizlastberechnung hat unser GU von diesem Unternehmen hier erstellen lassen.

Lohnt es sich, hier noch weiter in die Tiefe zu gehen, Berechnungen zu beauftragen und abzuwägen? Oder ist Gas bzw. Gas/Solar hier wirklich die zielführende Lösung. Unsympathisch finde ich den Gedanken nicht. Ist aber auch eher subjektiv. Ich halte Gasthermen für die ausgereiftere Technik und glaube, dass die Strompreise stärker steigen als die Gaspreise. Wenn wir mal eine Situation wie in Dänemark bekommen, wo gar keine Neubauten mehr mit Öl- und Gasheizungen erlaubt werden, gäbe es sogar möglicherweise ein massives Überangebot an Gas. Sind natürlich alles Mutmaßungen. Auf keinen Fall glaube ich, dass Gas sich deutlich stärker verteuern wird als Strom.
 
Zuletzt aktualisiert 02.02.2023
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