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LLWP vs LWWP vs RGK - Unterschiede

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Wir planen auch gerade unser Haus mit RGK (in Eigenleistung) und Erdwärmepumpe. Das geht zum Glück sehr leicht, da es ein gewisses Forum gibt, wo viele Experten unterwegs sind zu dem Thema RGK. Es wurden extra dafür auch eigene Planungsprogramme (Trenchplanner) für Selbstbauer entwickelt. Man muss halt gewillt sein, sich in das Thema einzulesen, da derzeit in Deutschland die Zahl der Dienstleister für die Herstellung eines RGK wohl sehr dürftig ist.

Wie Tego12 schon sagte, Mehrkosten entstehen eigentlich keine. Eher das Gegenteil ist der Fall. Wenn du den RGK in Eigenleistung verlegst, dann ist das Dank BAFA eine recht lukrative Alternative zur LWWP. Derzeit gibt es 4.000 Euro Förderung + optional 500 Euro Lastmanagementbonus + 500 Euro optional bei Installation einer Solaranlage > 7m2. Sprich Max. 5.500 Euro Förderung bei Neubau. Das Rohr inkl. Zubehör bekommt man für rund 1.000 Euro im Internet, dazu kommen Baggermiete bzw. Kosten für den Tiefbauer. Zudem sind die Aufstellgeräte in der Regel ein bisschen günstiger als LWWP. Die Installationskosten liegen also mind. bei +-0 Euro. Es bleibt zumeist aber einiges von der Förderung übrig (hängt auch von der Rohrmenge und Grabenlänge ab).

Die jährlichen Betriebskosten einer Erdwärmepumpe liegen 20% - 40% unter denen einer LWWP. Kommt natürlich immer darauf an, welche Cop- und JAZ-Werte man in Realität jeweils erreicht. Man zahlt definitiv aber nicht mehr als bei einer LWWP. Im Sommer kann man zusätzlich bei der Erdwärmepumpe sehr günstig aktiv kühlen. Bei den LWWP geht das nur mit einigem Energieaufwand.

Was meinst du denn genau mit "großes Grundstück"? Die Definition variiert je nach Region ja doch sehr extrem :) Falls es wirklich ausreichend groß ist, würde ich den RGK auf jeden Fall als Alternative in Betracht ziehen. Man hat eigentlich keine Nachteile und es ist eine super Alternative zu den oft verbauten LWWP.

LLWP ist günstiger, da hier auf eine FBH verzichtet wird. Meiner Meinung nach aber auch die Wärmepumpe, die am ineffizientesten arbeitet.
 
Hi, ich wollte auch RGK auch zuerst, wollte es jedoch nicht in El machen......der Heizi wollte ca. 6000 € dafür, habe mich dann am Ende für die Bohrung entschieden, zwar paar tausend mehr, aber war mir dann egal.

Ich wollte am Ende etwas machen, was reibungslos funktioniert, die Firma, die das machen wollte, hatten es zuvor nicht gemacht,

Es rechnet sich natürlich nicht, aber rechnet sich überhaupt ein Neubau :) ?!

Viel Glück !
 
@Tego12 : Kannst Du etwas berichten, wie Du bei deinem RGK vorgegangen bist? Hast Du die Wärmepumpe selbst ausgesucht? Hast Du das/die Kollektorrohre vorgefertigt bestellt?
Sorry, falls es schon Infos dazu hier im Forum gibt.

Danke! mini
Aber gerne doch, ich liste mal grob die Schritte auf:

1) Einlesen, überwiegend im HS Dialog: ~10h (geht sicher mit deutlich weniger, aber das Thema macht mir viel Spaß)

2) Planung mit dem Planungstool im HS Dialog und durch Erstellung eines Threads dort zur Diskussion, weiterhin Absprachen mit meinem Heizungsbauer: ~4h;
Wir haben Ende Verteiler als Schnittstelle definiert. Bis Ende VErteiler war meine Zuständigkeit, ab Verteiler seine. Druckprüfung und Befüllung hat er übernommen, dass unterscheided sich ja nicht zu einer Tiefenbohrung. Wärmepumpe habe ich aus seinem Angebot ausgesucht. Ich war mit dem Heizungsbauer sehr zufrieden und wollte auf jeden Fall über ihn kaufen.

3) Materialbestellung und Planung Ablauf (habe über einen User in dem Forum bestellt, der Komplettpakete 2x300m Rohr + Verteiler + Zubehör angeboten hat; vorgefertig war der Verteiler, die Rohre waren halt Rohre... die Slinkies mussten wir selber legen, aber das ist unglaublich einfach): ~2h

4) Vorbereitung auf dem Bau am Tag vor Erstellung: Ich habe den Verlauf aus dem Plan mit Sprühfarbe auf den Boden gemalt für den Baggerfahrer und alles Material zur Baustelle gebracht, 2h

5) Tag der Durchführung: Bagger + Fahrer + Rüttelplatte (bezahlt) und ich + 1 Kollege. Bagger hat entsprechend meines Plans ausgegraben, ich und mein Kollege das Rohr verlegt. Bagger am Ende wieder alles zu. War eine 11h Aktion (davon aber wohl nur ~2,5h Rohrverlegung... das ging unglaublich schnell), hat aber Spaß gemacht und wir sind fertig geworden; Und ich konnte mal ein wenig Baggerfahen üben, habe aber recht schnell wieder übergeben, sonst wäre es nicht fertig geworden... :); 11h

6) Hauseinführung hat mein Unternehmen gemacht mit KG-Rohr durch die Bodenplatte; Ist nicht anders als die Einführung anderere Medien, keinerlei Probleme hier.

Das war es im Prinzip.... die Inbetriebnahme etc. hat der Heizungsbauer mit gemacht... ist halt exakt gleich wie bei einer Tiefenbohrung.
 
Zuletzt bearbeitet:
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@Tego12
Wie viel Fläche hast du für deinen RGK benötigt, für welche Heizlast?
Kann man über den Slinkies Bäume und so pflanzen?
Mein Grundstück ist 500 qm groß, der Garten ~300 m². Der Kollektor hat die Fläche des Gartens ausgenutzt (1,5m Grabenbreite einmal am Rand drum herum, am Ende noch einen kleinen Schlenker in die Mitte rein.... links und rechts am Haus habe ich gerade vorbei gelegt. Unser Boden ist irgendwas zwischen Sand und Lehm. Wir haben eine ~5 kW Wärmepumpe, die Heizlast irgendwas um die 4 kW. Unser Graben würde nach Tool so bis 6 kW im grünen Bereich sein, also allse ganz entspannt.

Über die Rohre kannst du pflanzen was auch immer du möchtest... die sind unzerstörbar (auf jeden Fall wie im HS Dialog empfohlen die RC "restistance to crack" Rohre nehmen.

Es kann halt quasi nichts schiefgehen, außer man macht die Rohre kaputt.... solange du nicht mit ner Baggerschauffel darauf haust... ist das fast nicht zu schaffen ;)
 
@Tego12 Danke für Deine Ausführungen! Wir haben auch knapp 500m2, das würde in dem Fall passen.
Hab mich im HS Dialog angemeldet, bin bisher nur so dort rumgeschlichen ...
Der Trenchplaner ist angeworfen, mal schauen ...

Danke! mini
 

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