Schönen Guten Abend!
Ich stehe vor der schweren Wahl des Bodenbelags.
Optisch stehen zwei Modelle zur Diskussion, einmal Laminat, einmal Vinyl.
Das Laminat wirbt mit "5 Jahren Garantie bei Gewerblicher Nutzung" und hat die Nutzungsklasse "23/32" sowie die Abriebklasse AC4
Das Vinyl des gleichen Herstellers ebenfalls 5 Jahre Garantie bei gewerblicher Nutzung allerdings die Nutzungsklasse 23/33. Eine Abriebklasse wird hier nicht angegeben.
Laut vollmundiger Textbeschreibung sind beide Varianten für den gewerblichen Einsatz geeignet und "robust". Das Vinyl ist dann allerdings mal eben mehr als doppelt so teuer.
Laut leider wenig fachkundig wirkender Verkäuferin ist das Laminat aber "auf keinen Fall" fürs Büro geeignet.
Ich habe ein Home Office, da hock ich jeden Tag ~8 Stunden auf meinem Bürostuhl. Hält das ein Laminat aus oder ist das Vinyl da zwingend notwendig? Im Netz lese ich sowohl zu Vinyl als auch Laminat, dass man eine Gummimatte unterlegen soll. Das kommt für mich definitiv nicht in Frage.
Besten Dank!
Ich stehe vor der schweren Wahl des Bodenbelags.
Optisch stehen zwei Modelle zur Diskussion, einmal Laminat, einmal Vinyl.
Das Laminat wirbt mit "5 Jahren Garantie bei Gewerblicher Nutzung" und hat die Nutzungsklasse "23/32" sowie die Abriebklasse AC4
Das Vinyl des gleichen Herstellers ebenfalls 5 Jahre Garantie bei gewerblicher Nutzung allerdings die Nutzungsklasse 23/33. Eine Abriebklasse wird hier nicht angegeben.
Laut vollmundiger Textbeschreibung sind beide Varianten für den gewerblichen Einsatz geeignet und "robust". Das Vinyl ist dann allerdings mal eben mehr als doppelt so teuer.
Laut leider wenig fachkundig wirkender Verkäuferin ist das Laminat aber "auf keinen Fall" fürs Büro geeignet.
Ich habe ein Home Office, da hock ich jeden Tag ~8 Stunden auf meinem Bürostuhl. Hält das ein Laminat aus oder ist das Vinyl da zwingend notwendig? Im Netz lese ich sowohl zu Vinyl als auch Laminat, dass man eine Gummimatte unterlegen soll. Das kommt für mich definitiv nicht in Frage.
Besten Dank!
Hallo "DReffects",
man muss generell unterscheiden, ob man den Produktanpreisungen (das ist die Werbung) glauben will oder den normativen (Mindest)Anforderungen.
Eine PVC-Planke oder eine PVC-Bahnenware ohne Weichmacher, das gibt es nicht, das ist unmöglich! Das ist nur bei Polyoleffinbelägen üblich.
Und der "optische Verschleiß" zeigt sich bei PVC-Belägen (stark abhängig von der Helligkeit des Dekors) meist in Verstrickungen.
Bei Laminatfußböden ist das etwas anders (wenn auch nicht zwingend besser).
Hier sind für die beabsichtigte Nutzung die herstellerseitig verpflichtend anzugebenden Beanspruchungsklassen heranzuziehen.
Dass bei Laminatfußböden immer weiche Stuhlrollen zu verwenden sind, ist nur halb richtig. Generell würde ich das auch so sehen.
Aber schaut man sich einmal die Anforderungen an Laminatfußböden in DIN EN 13329 an, dann erkennt man, dass in Tabelle 2 bei der Beanspruchungsklasse 34 (sehr starke Nutzung) harte Stuhlrollen für den Stuhlrollenversuch eingesetzt werden.
Nun kommt es bei der späteren Schadensfreiheit nach Verlegung weiter darauf an, dass die herstellerseitig vorgeschriebene Unterlage auch eingesetzt wird. Die Gründe dafür sind mir bekannt, ich kann das auch so nachvollziehen!
-----------
PVC oder Laminat, die "Gretchenfrage".
Für ein Büro kann man es bei der entsprechenden Beanspruchungsklasse 33 oder 34 durchaus einsetzen. Je dunkler das Dekor, desto empfindlicher ist die Oberfläche gegenüber Mattierungen. Bedeutet: auch bei einer Klasse 34 wird ein Kind, welches mit seinem Bobbycar durch die Kurven driftet, Mattierungen durch die Kunststoffräder bewirken, ohne dass dieses zu beanstanden wäre.
Ein PVC-Boden hat dafür andere Nachteile; und man kann weder die Vorteile noch die Nachteile des jeweiligen Belagtyps gegeneinander abwägen.
Wenn also Laminat der Favorit ist, dann bei schwimmender Verlegung die empfohlene Unterlage verwenden und bei Bürostühlen Stuhlrollen des Typs "W" einsetzen. Auch auf eine ausreichend dimensionierte Schmutzfangmatte vor der Haustüre achten.
--------------------------
Gruß: KlaRa
man muss generell unterscheiden, ob man den Produktanpreisungen (das ist die Werbung) glauben will oder den normativen (Mindest)Anforderungen.
Eine PVC-Planke oder eine PVC-Bahnenware ohne Weichmacher, das gibt es nicht, das ist unmöglich! Das ist nur bei Polyoleffinbelägen üblich.
Und der "optische Verschleiß" zeigt sich bei PVC-Belägen (stark abhängig von der Helligkeit des Dekors) meist in Verstrickungen.
Bei Laminatfußböden ist das etwas anders (wenn auch nicht zwingend besser).
Hier sind für die beabsichtigte Nutzung die herstellerseitig verpflichtend anzugebenden Beanspruchungsklassen heranzuziehen.
Dass bei Laminatfußböden immer weiche Stuhlrollen zu verwenden sind, ist nur halb richtig. Generell würde ich das auch so sehen.
Aber schaut man sich einmal die Anforderungen an Laminatfußböden in DIN EN 13329 an, dann erkennt man, dass in Tabelle 2 bei der Beanspruchungsklasse 34 (sehr starke Nutzung) harte Stuhlrollen für den Stuhlrollenversuch eingesetzt werden.
Nun kommt es bei der späteren Schadensfreiheit nach Verlegung weiter darauf an, dass die herstellerseitig vorgeschriebene Unterlage auch eingesetzt wird. Die Gründe dafür sind mir bekannt, ich kann das auch so nachvollziehen!
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PVC oder Laminat, die "Gretchenfrage".
Für ein Büro kann man es bei der entsprechenden Beanspruchungsklasse 33 oder 34 durchaus einsetzen. Je dunkler das Dekor, desto empfindlicher ist die Oberfläche gegenüber Mattierungen. Bedeutet: auch bei einer Klasse 34 wird ein Kind, welches mit seinem Bobbycar durch die Kurven driftet, Mattierungen durch die Kunststoffräder bewirken, ohne dass dieses zu beanstanden wäre.
Ein PVC-Boden hat dafür andere Nachteile; und man kann weder die Vorteile noch die Nachteile des jeweiligen Belagtyps gegeneinander abwägen.
Wenn also Laminat der Favorit ist, dann bei schwimmender Verlegung die empfohlene Unterlage verwenden und bei Bürostühlen Stuhlrollen des Typs "W" einsetzen. Auch auf eine ausreichend dimensionierte Schmutzfangmatte vor der Haustüre achten.
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Gruß: KlaRa
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