ᐅ KfW70 Antrag noch machbar?
Erstellt am: 09.03.2016 14:11
Rosch 09.03.2016 14:11
Hallo zusammen,
wir haben folgende Problemstellung, die uns gerade Kopfzerbrechen bereitet:
Wir haben Ende Februar ein Kfw70 Massivhaus beim Bauträger geplant und uns liegt jetzt seit einigen Wochen der Bauvertrag inkl. Baubeschreibung vor. Diesen haben wir mit allen Informationen über uns und über das Grundstück beim unserer Hausbank vorgelegt und ein unverbindliches Finanzierungsangebot inkl KfW153 & KfW124 bekommen.
Seit dem warten wir jedoch auf die Beleihungswertermittlung der Bank. Wir haben also keine verbindliche Zusage der Bank. Und natürlich tun wir uns schwer den Bauvertrag zu unterschreiben, wenn wir diese nicht haben.
Leider läuft uns natürlich die Zeit davon. Der Bauträger braucht eine gewissen Vorlaufzeit für die Planung und der Energieberater (kommt vom Bauträger) muss ja den Antrag ausstellen (richtig?).
Dazu kommt die Tatsache, dass sich bei der Bank durch die Änderung der "EU-Richtlinie für Wohnimmobilien-Kredite" angeblich ein Wartungsfenster der Beratungssysteme ergibt, welches bis zum 21.03.2016 geht.
Ostern ist ja auch noch. Also bleiben für die Beantragung des Kfw Kredites eigentlich nur noch wenige Werktage.
Erreichung des Kfw55 Standards würde uns etwa 22.000€ mehr kosten. Dazu kommen Wartungskosten für Entlüftung, etc., weshalb wir uns eigentlich dagegen entschieden haben.
Sind alle unsere Annahmen soweit richtig? Ist von euch auch jemand in einer ähnlichen Situation? Wie verfahrt ihr bzw. habt ihr Tipps für uns?
Viele Grüße
wir haben folgende Problemstellung, die uns gerade Kopfzerbrechen bereitet:
Wir haben Ende Februar ein Kfw70 Massivhaus beim Bauträger geplant und uns liegt jetzt seit einigen Wochen der Bauvertrag inkl. Baubeschreibung vor. Diesen haben wir mit allen Informationen über uns und über das Grundstück beim unserer Hausbank vorgelegt und ein unverbindliches Finanzierungsangebot inkl KfW153 & KfW124 bekommen.
Seit dem warten wir jedoch auf die Beleihungswertermittlung der Bank. Wir haben also keine verbindliche Zusage der Bank. Und natürlich tun wir uns schwer den Bauvertrag zu unterschreiben, wenn wir diese nicht haben.
Leider läuft uns natürlich die Zeit davon. Der Bauträger braucht eine gewissen Vorlaufzeit für die Planung und der Energieberater (kommt vom Bauträger) muss ja den Antrag ausstellen (richtig?).
Dazu kommt die Tatsache, dass sich bei der Bank durch die Änderung der "EU-Richtlinie für Wohnimmobilien-Kredite" angeblich ein Wartungsfenster der Beratungssysteme ergibt, welches bis zum 21.03.2016 geht.
Ostern ist ja auch noch. Also bleiben für die Beantragung des Kfw Kredites eigentlich nur noch wenige Werktage.
Erreichung des Kfw55 Standards würde uns etwa 22.000€ mehr kosten. Dazu kommen Wartungskosten für Entlüftung, etc., weshalb wir uns eigentlich dagegen entschieden haben.
Sind alle unsere Annahmen soweit richtig? Ist von euch auch jemand in einer ähnlichen Situation? Wie verfahrt ihr bzw. habt ihr Tipps für uns?
Viele Grüße
T21150 09.03.2016 16:03
Hi,
ich meine, dass für ein KFW-70 der Bau-Antrag hätte bis 31.12.15 genehmigt werden müssen.
Somit ist es sowieso dafür eindeutig zu spät.
Das nun relevante "KFW-100" Haus entspricht in Etwa dem früheren KFW-70.
Somit hat es gute Werte und ist auch preiswert im Unterhalt.
Du erhältst halt keine Förderung, wobei die war bei KFW-70 auch nicht umwerfend und bei heutigen Kredit-Konditionen ist / wäre es eh überlegeswert, ohne die KFW zu finanzieren. Kann sogar billiger sein....
KFW-55 und 40 sind unverändert zu früher, hinzu kommt noch KFW-40+.
Wie kommt Dein Bauträger auf die 22.000 Euro Mehrkosten zu KFW-55?
Dämmung? Bodenplatte? Technik?
Mir erscheinen 22.000 Euro auf den ersten Blick sehr viel für den Sprung.....aber möglich ist alles.
Bei der möglichen Ersparnis an Heiz- und Betriebskosten von (ex-)KFW-70 zu KFW-55 wirst Du Dir schwer tun, den Kapital-Einsatz von 22.000 Euro in absehbarer Zeit zu kompensieren.
Wir reden hier round about von 15-20 Euro/Monat Ersparnis......
Die Kontrollierte-Wohnraumlüftung möchte ich Dir nicht schönreden. Ich kann Dir aber sagen, dass dies eine tolle Sache ist, die Wartungskosten halten sich dabei sehr in Grenzen. Wir haben KFW-70 mit Kontrollierte-Wohnraumlüftung und ich würde garantiert immer wieder eine Kontrollierte-Wohnraumlüftung einbauen lassen, wenn ich neu baue, so hat mich das Ergebnis überzeugt.
LG
Thorsten
ich meine, dass für ein KFW-70 der Bau-Antrag hätte bis 31.12.15 genehmigt werden müssen.
Somit ist es sowieso dafür eindeutig zu spät.
Das nun relevante "KFW-100" Haus entspricht in Etwa dem früheren KFW-70.
Somit hat es gute Werte und ist auch preiswert im Unterhalt.
Du erhältst halt keine Förderung, wobei die war bei KFW-70 auch nicht umwerfend und bei heutigen Kredit-Konditionen ist / wäre es eh überlegeswert, ohne die KFW zu finanzieren. Kann sogar billiger sein....
KFW-55 und 40 sind unverändert zu früher, hinzu kommt noch KFW-40+.
Wie kommt Dein Bauträger auf die 22.000 Euro Mehrkosten zu KFW-55?
Dämmung? Bodenplatte? Technik?
Mir erscheinen 22.000 Euro auf den ersten Blick sehr viel für den Sprung.....aber möglich ist alles.
Bei der möglichen Ersparnis an Heiz- und Betriebskosten von (ex-)KFW-70 zu KFW-55 wirst Du Dir schwer tun, den Kapital-Einsatz von 22.000 Euro in absehbarer Zeit zu kompensieren.
Wir reden hier round about von 15-20 Euro/Monat Ersparnis......
Die Kontrollierte-Wohnraumlüftung möchte ich Dir nicht schönreden. Ich kann Dir aber sagen, dass dies eine tolle Sache ist, die Wartungskosten halten sich dabei sehr in Grenzen. Wir haben KFW-70 mit Kontrollierte-Wohnraumlüftung und ich würde garantiert immer wieder eine Kontrollierte-Wohnraumlüftung einbauen lassen, wenn ich neu baue, so hat mich das Ergebnis überzeugt.
LG
Thorsten
Rosch 09.03.2016 17:03
Hallo Thorsten,
vielen Dank für Deine Antwort.
Hätte ja tatsächlich auch den Vorteil, dass wir nicht nur 10 Jahre Zinsbindung auf diesen Anteil hätten.
vielen Dank für Deine Antwort.
T21150 schrieb:"Stichtag" ist laut KfW Website der 31.3.2016.
ich meine, dass für ein KFW-70 der Bau-Antrag hätte bis 31.12.15 genehmigt werden müssen.
T21150 schrieb:Entlüftungsanlage, Dämmung und "erweiterte Bauabnahme". Dies ist jedoch auch nur eine Schätzung des Beraters. Wir hatten die Option jedoch schnell verworfen.
Wie kommt Dein Bauträger auf die 22.000 Euro Mehrkosten zu KFW-55?
T21150 schrieb:Gut, das bestätigt unsere Annahme. Danke 🙂
Wir reden hier round about von 15-20 Euro/Monat Ersparnis......
T21150 schrieb:Das hieße ja eigentlich, dass wir es zwar als "KFW70 Haus" bauen lassen, uns aber die 50.000€ direkt von der Bank besorgen. Es ändert sich an unserem Vorhaben nichts außer, dass sich sich die Finanzierung etwas anders zusammenstellt, oder?
Du erhältst halt keine Förderung, wobei die war bei KFW-70 auch nicht umwerfend und bei heutigen Kredit-Konditionen ist / wäre es eh überlegeswert, ohne die KFW zu finanzieren. Kann sogar billiger sein....
Hätte ja tatsächlich auch den Vorteil, dass wir nicht nur 10 Jahre Zinsbindung auf diesen Anteil hätten.
Bauexperte 09.03.2016 17:06
Rosch schrieb:
"Stichtag" ist laut KfW Website der 31.3.2016.Für die Fördermittel! Hättest Du nach alt Kfw 70 bauen wollen, hätte der Bauantrag bis spätestens 31.12.15 eingereicht werden müssen.Grüße, Bauexperte
tomtom79 09.03.2016 17:35
Bauexperte schrieb:
Für die Fördermittel! Hättest Du nach alt KfW 70 bauen wollen, hätte der Bauantrag bis spätestens 31.12.15 eingereicht werden müssen.
Grüße, BauexperteFalsch diese Situation durchläuft ein Freund gerade. Ich war auch in der Annahme das der Bauantrag nötig wäre für den kfw Antrag, aber es reicht allein der Energieausweis für den kfw70 Antrag.
Und der muss bis zum 31.03 abgegeben sein.
Aktuell gestaltet es sich so das die Pläne fertig sind und diesen Monat eingereicht werden, kfw Antrag wurde aber schon am Montag abgegeben.
T21150 09.03.2016 17:38
Rosch schrieb:
Das hieße ja eigentlich, dass wir es zwar als "KFW70 Haus" bauen lassen, uns aber die 50.000€ direkt von der Bank besorgen. Es ändert sich an unserem Vorhaben nichts außer, dass sich sich die Finanzierung etwas anders zusammenstellt, oder?Hi Rosch,
ja, Ihr würdet ein Haus nach dem verflossenen KFW-70 Standard bauen lassen, finanziert aber den vormals erhältlichen 50T Euro KFW-Baustein von Euer Hausbank.
Auch wenn KFW 70 weg gefallen ist (oder ersetzt durch KFW-100): Es wird ja das Haus dadurch nicht schlechter. Mit Warmwasser und Heizung bekomme ich unsere "Bude" hier mit ca. 500-600 l Öl-Äquivalent (oder cbm Gas) durch das Jahr, hin und wieder werfe ich ein paar Scheite Holz in den Kaminofen. Sprich, auch so eine Immobilie ist sehr wertig und sparsam.
Die allermeisten Immobilien in D brauchen mehr Energie.
Anders formuliert: Mir ist es fast völlig egal, ob meine Heizkosten + WW 300,- oder 600,- pro Jahr betragen. Andere Kosten (Steuer, Versicherungen, Müll, Rate,.......) sind nämlich viel viel höher. Und mir nützt es nichts, 1000,- Euro / Jahr Kapitalkosten zu haben, um 300,- damit pro Jahr einzusparen, weil ich derjenige wäre, der auf den restlichen 700/Jahr sitzen bleibt. (Zahlen sind rein fiktives Beispiel).
Wie ich vor Wochen hier schon einmal ähnlich geschrieben habe: Es ist eine Frage des Investment. Pur und rein nur finanziell gesehen lohnt sich besser dämmen/noch modernere Technik kaum, respektive nur über sehr lange Zeiträume. Spaß machen kann das Thema durchaus (und würde mir auch, aber ich hatte auch das Geld dafür nicht übrig).
Ob hoher Mehrkosten in Richtung KFW-55 (lohnt sich kaum in Sachen Investment. Bei KFW-55 kommen noch andere Punkte (Energie-Berater Begleitung, höhere Auflagen,.....) vermute ich, dass sich viele Leute sagen werden: Baue ich eben ein KFW 100 und finanziere voll über die Bank (die Konditionen geben das derzeit auch her).
LG
Thorsten
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