ᐅ Kellerabdichtung – Bruchsteinmauerwerk
Erstellt am: 05.01.26 15:36
M
Marcel_MT8705.01.26 15:36Hallo zusammen,
ich bräuchte ein paar Anregungen bzgl. einer Abdichtung meines Kellers und hoffe, dass mir geholfen werden kann.
Aktueller Bestand sieht wie folgt aus.
Haus BJ1965
Höhe des Kellers 2m – davon liegen ca. 1,80 im Erdreich.
Keller besteht aus 50-60cm Bruchstein-Mauerwerk. Dieser wurde vom Vorbesitzer (damaliger Bauherr - Maurermeister) teils mit Sanierputz / Kalkzementputz (mit Gewebe) innen komplett verputzt.
Keller wurde aus einem Felsen herausgearbeitet. Dann wurden Streifenfundamente gegossen und die Mauer errichtet. Der Innenliegende Boden wurde später eingelassen. Untergrund ist hier ebenfalls Fels gewesen. Ob es da Abdichtungen gegeben hat kann ich aktuell gar nicht sagen.
(siehe Skizze) Ich suche eine Möglichkeit, wie ich die untere Seite, die linke Seite und die obere Seite des Hauses von Außen abdichten kann da Bruchstein ja anscheinend ein speziellerer Fall ist wenn es um abdichten geht.

Meine Idee wäre nun folgende:
Das war, was ich zuletzt bzgl. Bruchsteinmauerwekt von einem Fachbetrieb gehört habe.
Man würde bei diesen Mauerwerken außen nichts glatt machen und dann das „Standard“-Abdichtungsverfahren anwenden (Sperrputz für eine glatte Ebene, 2k Dickschickt, XPS und Noppenbahn). Das wäre da wohl sehr kontraproduktiv da Bruchstein zu viele Bewegungen verursachen würde und der Putz einreißen würde.
Seine Aussage war: Ganz nach dem Motto - Wand nicht glatt machen, sondern nur stabilisieren – Abdichtung folgt der Wandform. XPS wäre auch eher zum Schutz als eine Dämmung.
(siehe Skizze) Die nächste Baustelle wird sicher auch spannend. Wie bekomme ich die Wände zwischen nicht unterkellertem Felsen und Keller trocken. Wenn es über lange Zeit draußen regnet kommt wohl einiges an Wasser durch den Felsen (bisher erst 1x passiert – Wetter war an den Tagen extrem). Da hatte der Vorbesitzer damals vorausschauen Bodenabläufe installiert damit austretendes Wasser vom Felsen direkt in den Abfluss gelangen kann. Seine Aussage war gewesen, dass er es körperlich nicht mehr gepackt hatte den letzten Teil auszugraben (Hatte alles von Hand gepickt und geschaufelt).
Was für weitere alternativen habe ich? Hat jemand damit Erfahrungen gesammelt an einem Bruchsteinmauerwerk?
Gruß Marcel
ich bräuchte ein paar Anregungen bzgl. einer Abdichtung meines Kellers und hoffe, dass mir geholfen werden kann.
Aktueller Bestand sieht wie folgt aus.
Haus BJ1965
Höhe des Kellers 2m – davon liegen ca. 1,80 im Erdreich.
Keller besteht aus 50-60cm Bruchstein-Mauerwerk. Dieser wurde vom Vorbesitzer (damaliger Bauherr - Maurermeister) teils mit Sanierputz / Kalkzementputz (mit Gewebe) innen komplett verputzt.
Keller wurde aus einem Felsen herausgearbeitet. Dann wurden Streifenfundamente gegossen und die Mauer errichtet. Der Innenliegende Boden wurde später eingelassen. Untergrund ist hier ebenfalls Fels gewesen. Ob es da Abdichtungen gegeben hat kann ich aktuell gar nicht sagen.
(siehe Skizze) Ich suche eine Möglichkeit, wie ich die untere Seite, die linke Seite und die obere Seite des Hauses von Außen abdichten kann da Bruchstein ja anscheinend ein speziellerer Fall ist wenn es um abdichten geht.
Meine Idee wäre nun folgende:
- Die Wände Stückweise 2,5-3m Freizulegen bis Unterkante Fundament.
- Reinigen der Wand
- Fugen 2-3cm auszukratzen
- Kalkzement neu verfugen+ alle tiefen Löcher füllen
- Lokales Auswerfen / dünner Ausgleichsputz
- Mineralische Dichtungsschlämme 2-lagig
- Flexible Bitumenbeschichtung (PMBC)
- Schutz -/Dränbahn mit Vlies
- XPS-Dämmplatte (lose) – nur Schutz für Punkt 6 + 7 10. Noppenbahn
- Verfüllen und alle 30cm verdichten
Das war, was ich zuletzt bzgl. Bruchsteinmauerwekt von einem Fachbetrieb gehört habe.
Man würde bei diesen Mauerwerken außen nichts glatt machen und dann das „Standard“-Abdichtungsverfahren anwenden (Sperrputz für eine glatte Ebene, 2k Dickschickt, XPS und Noppenbahn). Das wäre da wohl sehr kontraproduktiv da Bruchstein zu viele Bewegungen verursachen würde und der Putz einreißen würde.
Seine Aussage war: Ganz nach dem Motto - Wand nicht glatt machen, sondern nur stabilisieren – Abdichtung folgt der Wandform. XPS wäre auch eher zum Schutz als eine Dämmung.
(siehe Skizze) Die nächste Baustelle wird sicher auch spannend. Wie bekomme ich die Wände zwischen nicht unterkellertem Felsen und Keller trocken. Wenn es über lange Zeit draußen regnet kommt wohl einiges an Wasser durch den Felsen (bisher erst 1x passiert – Wetter war an den Tagen extrem). Da hatte der Vorbesitzer damals vorausschauen Bodenabläufe installiert damit austretendes Wasser vom Felsen direkt in den Abfluss gelangen kann. Seine Aussage war gewesen, dass er es körperlich nicht mehr gepackt hatte den letzten Teil auszugraben (Hatte alles von Hand gepickt und geschaufelt).
Was für weitere alternativen habe ich? Hat jemand damit Erfahrungen gesammelt an einem Bruchsteinmauerwerk?
Gruß Marcel
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Hi Marcel,
ein Ansatz passt grundsätzlich, Bruchstein mag keinen Zwang, da ist „Wand folgen lassen“ sinnvoll, starre Sperrputze rächen sich bei 50–60cm und Felskontakt gern später. PMBC auf mineralischer Dichtung kann funktionieren, aber nur wirklich hohlraumfrei, sonst sperrst Du Feuchte eher ein. XPS sehe ich eher als Schutz, dämmtechnisch bringt das bei dem Aufbau kaum etwas. Das Verdichten alle 30cm ist sportlich, da lauert die Gefahr, die Abdichtung gleich wieder zu beschädigen. Der kritische Punkt bleibt für mich der Fels, Wasser von hinten bekommst Du außen kaum weg, ohne massiv freizulegen. Die Bodenabläufe sind eher Schadensbegrenzung als Lösung.
ein Ansatz passt grundsätzlich, Bruchstein mag keinen Zwang, da ist „Wand folgen lassen“ sinnvoll, starre Sperrputze rächen sich bei 50–60cm und Felskontakt gern später. PMBC auf mineralischer Dichtung kann funktionieren, aber nur wirklich hohlraumfrei, sonst sperrst Du Feuchte eher ein. XPS sehe ich eher als Schutz, dämmtechnisch bringt das bei dem Aufbau kaum etwas. Das Verdichten alle 30cm ist sportlich, da lauert die Gefahr, die Abdichtung gleich wieder zu beschädigen. Der kritische Punkt bleibt für mich der Fels, Wasser von hinten bekommst Du außen kaum weg, ohne massiv freizulegen. Die Bodenabläufe sind eher Schadensbegrenzung als Lösung.
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