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ᐅ Keller fliesen / Entkopplungsmatte ja oder nein?

Erstellt am: 29.06.17 20:19
F
Fabiano01
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Fabiano01
29.06.17 20:19
Hallo liebe Bauherren und Experten,

ich heiße Fabian und bin selber gelernter Dachdecker.

Da ich nun in meinem Heim einige Dinge erledigen will die nichts mit meinem Dach zu tun haben brauche ich euren Rat bzw. das richtige vorgehen von Experten.

Es geht um meinen Keller. Die Bodenplatte ist WU Beton mit Kiesschicht darunter. Auf der Bodenplatte ist 3,5 cm Dämmung und 4cm Estrich. Das ganze liegt so schon seit dem ich geboren wurde, also 30 Jahre. Baufeuchte ist also kein Thema. Ich habe nun vor meinen Keller zu Fliesen. Vor kurzem ist, einem verstopften Abfluss auf der Terrasse sei Dank, etwas Wasser durch eine Steckdose im Keller in einen Kellerraum gelaufen. Die besagte Wand liegt direkt unterhalb der Terrasse. Das hat mir nun zu Denken gegeben. Um in Zukunft den Estrich und die Dämmung vor solchen Unfällen zu schützen, wollte ich mit den Schlüter Entkopplungsmatten eine Wasserdichte Lage zwischen Estrich und Fliesenbelag herstellen. Nun stellt sich mir aber diw Frage ob das überhaupt so ratsam ist. WU Beton ist Wasser- aber nicht Wasserdampfdicht. Heißt theoretisch kann Wasserdampf durch den WU Beton zu der Dämmung und in den Estrich vordringen. Wenn nun eine Abdichtung auf dem Estrich erfolgt, wäre die Feuchtigkeit dort gefangen und das alles könnte mir "absaufen" . So jedenfalls meine Schlussfolgerung. Da ich nun überhaupt nicht mehr weiß was ich machen soll wende ich mich an euch und hoffe auf hilfreiche Ratschläge.

Also, abdichten und Estrich ect. vor Wasser von oben schützen oder lieber nicht weil sonst eingeschlossene Feuchtigkeit von unten Droht?

Grüße Fabian
KlaRa01.07.17 18:48
Hallo Fabian.
Vor 30 Jahren war das Thema "Calciumsulfatestrich" (CA) tatsächlich noch nicht so bekannt wie heute. Das war damals eher ein Exote.
Der Estrich im Kellergeschoss (und da wurden niemals CA-Estriche verwendet) wird also mit Sicherheit ein Zementestrich sein.
Dieser ist vollkommen feuchteunempfindlich. Wenn also tatsächlich kleinere Mengen Wasser den Estrich mitsamt Dämmung hinterlaufen hätten, nun, dann wäre das eben so. Das wirkt sich nicht aus.
Eine DITRA-Entkopplungsmatte hat aber ganz andere Aufgaben zu erledigen. Es wäre schlichtweg unsinnig, in der von Dir angegebenen SItuation eine solche einzubauen, hier fände der Begriff "mit Kanonen auf Spatzen schießen" Anwendung.
Der Zementestrich freut sich über das Wasser, denn es dient auch einem "alten Herrn" (wie dem 30 Jahre alten Zementestrich) zur nachträglichen Aushärtung. Das ist tatsächlich so.
Also keine Panik: wenn es ein nur ein oder 2 Liter waren, die in den Estrich seitlich eindrangen, dann ist das wenig und kein Grund, sich Sorgen zu machen oder an fehlgeleiteter Stelle Geld zu investieren.
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Gruß: KlaRa
F
Fabiano01
02.07.17 12:07
Guten Morgen KlaRa,
erst mal vielen Dank für deine Antwort!

Das dem Estrich das Wasser nichts aus macht ist richtig. Der Dämmung bzw. der Dämmwirkung allerdings schon. Natürlich nicht bei ein paar Litern. Mein Glück war das ich das einlaufende Wasser schnell bemerkte und das Problem schnell beheben konnte. Wäre das aber während einer Urlaubsreise passiert, hätte ich sehr viel mehr Wasser zwischen Bodenplatte und Estrich. Und das wäre ohne Dämmschichttrocknung auch länger dort geblieben. Deswegen auch meine Überlegung mit der Ditra. Das diese auch andere Aufgaben übernimmt ist mir bewusst. Sie kann allerdings auch Wasserdicht ausgeführt werden.

Also du sagst ich sollte darauf verzichten und die Fliesen direkt auf den Estrich legen?
Das wäre ca. um die Hälfte günstiger. Sollte aber wirklich mal viel Wasser einbrechen, müsste eine professionelle Trocknung durchgeführt werden. Ich bin hin und her gerissen.

Grüße Fabiano01
KlaRa02.07.17 12:21
Hallo Fabian.
Du musst Dich entscheiden:
a) baust Du ein Haus für den normalen Wohnumstand oder
b) ein Gebäude, bei welchem Du alle in Zukunft möglicherweise eintretenden Schadenssituationen, die keinesfalls zum üblichen Wohnen gehören, berücksichtigen möchtest? Murenabgänge, Erdbeben und Blitzeinschlag mit berücksichtigt.
Dass ein häusliches Wasserschadensereignis eintreten kann, ist -wie der Name bereits verrät- ein Ereignis, mit welchem man nicht rechnen muss. Es weicht also vom üblichen Nutzungsverhalten ab und bildet eine Sondersituation.
Wenn nun Wasser die Dämmschicht durch welchen Umstand auch immer hinter- bzw. unterlaufen sollte, was soll dann die DITRA-Matte in diesem Fall bewirken?
Nichts. Richtig!
Die DITRA-Matte ist für eine labile Estrichsituation als Entkopplung ein hervorragendes System.
Wenn Du Bedenken hast, dass die Wärmedämmschicht ihre Wirkung aufgrund des geringen Wassereinbruchs nicht mehr erfüllen kann, dann muss eben mit hohem Aufwand zwangsgetrocknet werden.
Aber mittels DITRA kannst weder Du noch jemand anderes verhindern, dass die Gesamtkonstruktion in einem Sonderfall eines Schadenseintritts, der zudem durch entsprechende Versicherungen abgedeckt wird, durchfeuchtet bzw. hinterlaufen wird!
Vorschlag:
Verschließe in dem betroffenen Raum Fenster und Türen für 48 Stunden.
Lege von Anfang an dort ein Hygrometer auf die Estrichoberfläche.
Zeigt das Hygrometer nach 48 Stunden eine relative Luftfeuchte über 70%, dann mache Dir Gedanken über den weiteren Trocknungsfortgang.
Liegt der Wert darunter, dann verlege nach entsprechenden Unterboden-Vorbereitungsmaßnahmen die Fliesen und lasse den Lieben Gott einen guten Mann sein.
Merksatz: Probleme sind entweder vorhanden, dann muss man entsprechend reagieren, oder man redet sie künstlich herbei und macht sich dadurch das Leben schwerer, als notwendig!
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Abschließender Gruß: KlaRa
F
Fabiano01
04.07.17 06:22
Guten Morgen KlaRa,

das klingt für mich soweit schlüssig. Wahrscheinlich machen ich mir zu viele Gedanken. Wenn ich aus dem Urlaub zurück bin werde ich mir die Sache noch mal zwecks Feuchtigkeit ansehen. Und dann wahrscheinlich einfach und vor allem endlich die Fliesen verlegen.

Ich danke dir!

Gruß Fabiano01
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