nubar schrieb:
Epoxid-Holzfüllmassen sind eine sehr gute Wahl für ausgeleierte Löcher, da sie nach dem Aushärten extrem widerstandsfähig und belastbar sind.Das unterschreibe ich voll. Ich hatte mal ein ähnliches Problem bei einem alten Regal, da hat die Anwendung von Epoxidkleber wirklich wahre Wunder bewirkt. Natürlich war das nichts Schönes, aber stabil und zuverlässig war es.
Eine kleine persönliche Anmerkung: Man sollte sich genug Zeit nehmen und die Stelle gut vorbereiten. Bei mir hat es geholfen, zuerst lose Reste zu entfernen und dann den Epoxidkleber nach Anleitung zu kneten. Das macht die spätere Reparatur sehr viel langlebiger.
Ich drücke die Daumen, dass das bei dir auch bald klappt!
hubertgo schrieb:
Ich interessiere mich besonders für praktikable Reparaturmöglichkeiten der Schraubverbindungen, am liebsten ohne das Modul komplett zu demontieren.Wenn Du es vermeiden möchtest, die Module komplett auszubauen, kannst du zudem probieren, die Schrauben mit sogenannten Spreizdübeln oder Einschlagmuttern aufzuwerten. Diese werden direkt ins Holz eingebracht und bieten besseren Halt für Schrauben, als nur Spanplattenmaterial.
Trefferquote ist insbesondere bei Dicke der Seitenwände ca. 15-18 mm gegeben, was bei KALLAX oft der Fall ist. Bitte achte darauf, die Positionierung der Dübel genau zu treffen. Das erfordert zwar etwas handwerkliches Geschick, aber es lohnt sich, da es langfristig Verwindungen verhindert.
Falls du möchtest, kann ich dir gerne eine Materialliste und genaue Arbeitsschritte erstellen.
Filippo schrieb:
Falls du möchtest, kann ich dir gerne eine Materialliste und genaue Arbeitsschritte erstellen.Das wäre wirklich klasse, Filippo! Gerade die Idee mit den Spreizdübeln klingt spannend und neu für mich.
Könntest du mir die Liste und die Arbeitsschritte bitte in deinem nächsten Beitrag schicken? Ich möchte das möglichst genau verstehen, bevor ich mich ans Werk mache.
Klar, hier die Materialliste und Schritte für den Spreizdübel-Einsatz bei KALLAX:
Materialien:
- Spreizdübel (entsprechend Schraubendurchmesser, z.B. M6-M8)
- passende Schrauben (am besten verzinkt und Holzgewinde)
- Akkuschrauber mit passendem Bit
- Bohrer (etwas kleiner als Spreizdübel)
- Holzleim
- Schleifpapier fein (für die Nacharbeit)
Arbeitsschritte:
1. Schraube und altes Material an der beschädigten Stelle entfernen.
2. Bohrung mit passendem Bohrer in das vorhandene Loch setzen, genau zentriert.
3. Spreizdübel mit etwas Holzleim bestreichen und in das Loch einführen.
4. Dübel gut eintreiben, dass er bündig im Holz sitzt.
5. Nach vollständiger Trocknung (Leim mindestens 12 Stunden trocknen lassen) wird die Schraube eingedreht.
Vorteil: Die Spreizdübel sorgen für gute Verteilung der Last im umgebenden Holz, was besonders bei dünnen Spanplatten wichtig ist.
Solltest du noch Fragen haben, gern jederzeit.
Materialien:
- Spreizdübel (entsprechend Schraubendurchmesser, z.B. M6-M8)
- passende Schrauben (am besten verzinkt und Holzgewinde)
- Akkuschrauber mit passendem Bit
- Bohrer (etwas kleiner als Spreizdübel)
- Holzleim
- Schleifpapier fein (für die Nacharbeit)
Arbeitsschritte:
1. Schraube und altes Material an der beschädigten Stelle entfernen.
2. Bohrung mit passendem Bohrer in das vorhandene Loch setzen, genau zentriert.
3. Spreizdübel mit etwas Holzleim bestreichen und in das Loch einführen.
4. Dübel gut eintreiben, dass er bündig im Holz sitzt.
5. Nach vollständiger Trocknung (Leim mindestens 12 Stunden trocknen lassen) wird die Schraube eingedreht.
Vorteil: Die Spreizdübel sorgen für gute Verteilung der Last im umgebenden Holz, was besonders bei dünnen Spanplatten wichtig ist.
Solltest du noch Fragen haben, gern jederzeit.