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ᐅ Ist ein Neubau für uns finanzierbar?


Erstellt am: 05.06.24 13:53

Slawimk05.06.24 13:53
Allgemeines zu Euch:
  • Wie alt seid Ihr? Er 35 Jahre, Sie 29 Jahre (nicht verheiratet)
  • Gibt es Kinder? Ja, halbes Jahr alt
  • Sind Kinder geplant? Evtl. noch 1 Kind in 2-3 Jahren
  • Was macht Ihr beruflich? Kaufmännischer Angestellter im Controlling und Vermögensberaterin (aktuell Elternzeit)
  • Seid Ihr angestellt, selbstständig, in Rente, Hausfrau, Hausmann etc... Angestellt
  • Wie viele Stunden arbeitet Ihr? Er 37 Std., Sie normalerweise 39 Std., aktuell Elternzeit. Geplant nächsten Sommer in Teilzeit wieder einzusteigen, evtl. mit 20 Stunden.
Einkommen- und Vermögenssituation:
  • Welche Einkünfte habt Ihr (brutto/netto)? Er 3.000 € netto, Sie vor der Elternzeit 2.800 € netto
  • Wie viel Kindergeld gibt es? 250 €
  • Weitere Transferleistungen wie Elterngeld, Krankengeld, etc...? Aktuell bis Dezember diesen Jahres 1.600 € Elterngeld
  • Wie viel Eigenkapital habt ihr? 185.000 €
  • Wie viel Eigenkapital wollt Ihr davon in das Projekt Haus stecken? 150.000 €

Wohnkosten:
  • aktuelle Warmmiete 595 €
  • Telefon, Internet, Mobilfunk 80 €
Mobilitätskosten:
  • Versicherung 82 €
  • Kraftstoff 300 €
  • Gibt es ein zweites Auto, Motorrad, Roller? Bitte alle Punkte erneut angeben! Ja 2 Autos, da wir auf dem Land wohnen
Versicherungskosten:
  • Haftpflichtversicherung (auch Tiere) 6 €
  • Kapital- oder Risikolebensversicherung 30 €
  • Berufsunfähigkeitsversicherung 90 €
  • Hausratversicherung 11 €
  • Rechtsschutzversicherung 13 €
  • Sonstige Versicherungen (wie z.B. Reiseversicherung, Sterbegeldversicherung) 35 €
Lebenshaltungskosten:
  • Lebensmittel 450 €
  • Restaurantkosten 50 €
  • Pflege/Drogerie 70 €
  • Kleidung 200 €
  • Vereinsbeiträge/Fitnessstudio 60 €
  • Tickets (Fußball, Kino, Konzerte etc...) 100 €
  • Sonstiges 60 €
Einnahmen- und Ausgabensummen:
  • Einnahmen gesamt 4.750 € (3.000 € Gehalt + 250 € Kindergeld + 1.600 € Elterngeld
  • Ausgaben gesamt 1.945,48 €
  • Saldo 2.804,52 €

Wir wohnen aktuell in einer Doppelhaushälfte neben meinen Eltern ca. 35 km von einer Großstadt entfernt. Die Doppelhaushälfte gehört meinen Eltern, daher auch die relativ niedrige Miete. Bahnhof ist paar Hundert Meter entfernt. Theoretisch könnten wir in der Doppelhaushälfte dauerhaft wohnen bleiben.
Wir möchten jedoch etwas eigenes haben. Da unsere handwerklichen Fähigkeiten sehr begrenzt sind, würden wir gerne schlüsselfertig bauen.
Aktuell kommt für uns der Heimatort meiner Partnerin in Frage, ca. 25 min von unserem jetzigen Wohnort entfernt, ca. 20 km von einer Großstadt entfernt.

Da unser Wunschort sehr ländlich ist, sind die Grundstückspreise noch recht niedrig, wir rechnen ca. mit 130 €/m². Das Grundstück sollte 600-800 m² groß sein. Es gibt ein Baugebiet, welches noch nicht freigegeben wurde, zieht sich leider schon seit Jahren. Aufgrund der aktuellen Zinssituation würden wir auch eher kleiner bauen. Wir wohnen zur Zeit in der Doppelhaushälfte 126 m² was für ausreichend ist. Klar wenn es problemlos möglich ist, würden wir auch viel größer bauen, nur ist es leider nicht. Daher peilen wir grob einen Neubau von ca. 130 m² an. Wir wären bereit Abstriche zu machen, wenn es sein muss.

Mit 2 vollen Gehältern wäre es sicherlich ohne Probleme machbar. Aktuell kriegt meine Partnerin bis Dezember 1.600 € Elterngeld. Ab nächsten Sommer ist geplant, dass Sie wieder mit ca. 20 Stunden wieder einsteigt. Die Kleine kommt dann (wenn alles klappt in die Kita und meine Eltern wohnen ja wie gesagt nebenan). Das wären ca. 1.600 € (also so hoch wie das aktuelle Elterngeld). Bei mir sind finanziell keine riesen Gehaltssprünge drin, sicherlich wird es Gehaltserhöhungen geben, die werden aber eher gering ausfallen.

Meint Ihr in unserer aktuellen Situation mit einem vollen Gehalt und einem Teilzeit Gehalt nächstes Jahr sowie dem Eigenkapital ist ein Neubau überhaupt realistisch?

Ich danke euch.
Dahlbomii05.06.24 17:57
Das wird gut über 2.000€ warm, wollt ihr das?
450.000€ Kredit sind etwa 2.000€ Rate im Monat + >150€ Nebenkosten.

ABER

Was ist der wirklich Grund da weg zu wollen? Stress mit den Eltern/Schwiegereltern? Ist die Doppelhaushälfte zu alt und alles schlecht? Deutlich kürzere Wege zur Arbeit/Schule/häufig genutzte Kultur? Midlifecrisis? Es muss einen wichtigen Faktor geben, wegen dem Ihr die Kosten für Wohnen um mehr als das 3-Fache erhöhen wollt. Kann man da in Abstimmung mit den Eigentümern nichts verändern?

Mein Bekanntenkreis ist sicherlich nicht repräsentativ, aber ich kenne Niemand, also wirklich niemand, der auch nur einmal gesagt hat: "Lass mal weiter von den Eltern weg ziehen." Was ich dagegen regelmäßig höre sind Aussagen wie: "Voll ****, dass die so weit weg sind!" oder "Wenn ich nur Eltern in der Nähe hätte...". Warte ab bis das 2. Kind kommt, dann wirst du dich freuen, wenn auch nur ein Mal die Woche jemand Nachmittags auf die Kids aufpassen kann.
ypg05.06.24 18:14
Gutes Eigenkapital! Fein!
Slawimk schrieb:

Mobilitätskosten:
  • Versicherung 82 €
  • Kraftstoff 300 €
  • Gibt es ein zweites Auto, Motorrad, Roller? Bitte alle Punkte erneut angeben! Ja 2 Autos, da wir auf dem Land wohnen
Dann bei den Kosten noch die Sparrate für 2 PKWs aufstocken. 750€ ist da nix.
Deichsicht05.06.24 19:04
Nur mal so über den Daumen geschätzt, was circa auf euch zukommen würde:
Grundstück: 80-110k
Haus: 130qm x 3000€ = ~400k
Nebenkosten/Außenanlage usw.: ~80k
Kosten ~550-600k - 150k Eigenkapital = 400-450k Kredit
Abtrag 3,5%+2% Tilgung = 1800-2000€ im Monat+Nebenkosten


Versus geschätzte 450€ Kaltmiete, wo das Geld sogar noch in der Familie bleibt.
Letztlich kenne ich nicht alle Gründe und das Verhältnis zu den Eltern, aber rein rational würde ich sagen: No.
Tolentino05.06.24 19:12
Was die Vorredner sagen, der Druck um nicht zu sagen, die Not muss schon sehr groß sein um aus dieser Situation rewillig rauszugehen.
Ich kann mir da einiges Vorstellen. Mit meiner Mutter könnte ich nie direkt benachbart wohnen, da müssten mindestens 20 minuten dazwischen (besser 60-120).
Meine Frau nicht mit ihrem Vater oder Stiefvater.

Also familiäre Gründe gibt schon, aber normalerweise weiß man die auch schon bevor man in ne Doppehaushälfte nebendran zieht.
Also vermute ich mal die Gründe liegen an der Lage oder im Haus selbst?
-LotteS-05.06.24 20:41
Dahlbomii schrieb:

Mein Bekanntenkreis ist sicherlich nicht repräsentativ, aber ich kenne Niemand, also wirklich niemand, der auch nur einmal gesagt hat: "Lass mal weiter von den Eltern weg ziehen." Was ich dagegen regelmäßig höre sind Aussagen wie: "Voll ****, dass die so weit weg sind!" oder "Wenn ich nur Eltern in der Nähe hätte...". Warte ab bis das 2. Kind kommt, dann wirst du dich freuen, wenn auch nur ein Mal die Woche jemand Nachmittags auf die Kids aufpassen kann.

Es gibt sehr viele gute Gründe dagegen, auf beiden Seiten: Zum Einen sind funktionierende Eltern-Kind Beziehungen nicht die Regel, aber auch oft genug auch, dass der Ehepartner nicht mit den eigenen Eltern harmoniert. Oder Die Grosseltern freuen sich über die Freiheit kurz nach der Rente und wollen gar nicht Vollzeit Aufpasser sein. Oder man möchte endlich ein eigenes Leben haben und aus dem (vielleicht toxischen?) Umfeld Eltern ziehen und endlich nicht mehr Abhängig sein, obwohl es bisher finanziell eine gute Entscheidung war.. Mir fallen tausend Gründe ein, ehrlich gesagt.

Das ist hier aber nicht Thema: Die mehr als Verdopplung der Wohnkosten für etwas wirklich eigenes kann ein wahnsinnig schönes Gefühl sein, sofern man sich nicht in den Kosten verrent...
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