Guten Morgen HF,
wir beschäftigen uns seit einiger Zeit mit der Frage, wie wir mit einem in der Familie vorhandenen, derzeit bebauten Grundstück in einem Vorort einer Großstadt langfristig und nachhaltig umgehen sollen. Leider fehlt uns jegliche Erfahrung bei dem Thema, so dass wir uns durch diesen Beitrag hilfreiche Anregungen erhoffen. Dafür an dieser Stelle vorab schon vielen Dank.
Zum Hintergrund: das Grundstück umfasst eine Fläche von 700 qm und ist auf einer Seite mit einem fast quadratischen Gebäude mit 8 m Seitenlänge, 3 Etagen (inkl. Hochparterre) plus Keller bebaut. Der Keller ist nur zu einem Teil unterirdisch (ca. 1,4 m). Das Dachgeschoss mit Giebeldach wurde in den 1990er Jahren auf das bestehende Gebäude aus den Nachkriegsjahren gesetzt. Auf dem Grundstück steht noch ein ehemaliges Wirtschaftsgebäude, das heute als Wohnung dient, sowie eine Einzelgarage. Aus finanziellen und persönlichen Gründen wurde die Modernisierung mit dem Dachausbau nur zu Teilen durchgeführt, so dass heute tlw. der Innenausbau (z.B. im Treppenhaus) noch nicht komplett abgeschlossen ist. Auch ist das Grundstück mit eine Hypothek belastet, die Restschuld beträgt Ende 2019 noch ca. 240.000 Euro. Das Gebäude wird derzeit von meiner Schwiegermutter (in Rente) bewohnt, dazu wird tlw. vermietet. Einige Räume stehen leer bzw. werden von der Familie als Gästezimmer genutzt. Vermutlich besteht ein uns nicht bekannter Sanierungsbedarf, da aufgrund der finanziellen Situation nur das Nötigste saniert wird.
Grundsätzlich gäbe es aus unserer Sicht für die Zukunft drei Optionen:
Über eine Sanierung haben wir nachgedacht. Damit verbunden wäre, dass meine Frau und ich im Anschluss eine Etage bewohnen könnten, eine Etage vermietet werden würden und die Schwiegermutter im EG bleibt. Der Ausbau sollte dann natürlich barrierefrei erfolgen. Dagegen spricht für uns, dass die Familie eigentlich nicht mehr vermieten möchte (eine Etage bliebe somit ungenutzt, da alle anderen Geschwister meiner Frau bereits in Eigentum wohnen). Außerdem entspricht das Haus nicht wirklich unseren Vorstellungen und der barrierefreie Ausbau (Außenaufzug?) kostet sicher auch viel Geld.
Somit denken wir aktuell über Option 1 nach, also alles auf dem Grundstück wegreißen und bei Null anfangen. Die Idee wäre es, auf dem Grundstück dann zwei Bungalows mit jeweils ca. 60 qm zur Eigennutzung zu errichten. Da wir nicht unterkellern möchten, würden wir gerne ein kleines Wirtschaftsgebäude mit Wäscheraum, Lagerfläche und Fahrradkeller errichten. Dazu kommt der Traum, eines davon im Stil von Mies van der Rohe (oder auch Neutra, Ruf, etc.) zu bauen.
Die Frage ist natürlich, was davon können wir überhaupt finanzieren. Wir sind die Einzigen in der Familie, die noch zur Miete wohnen. Alle andere wohnen bereits im Eigentum und zahlen fließig Kredite ab. Wir könnten in ca. 5 Jahren einen Eigenanteil von 80.000 Euro und monatlich ca. 1.000-1.200 Euro Rate, 300 Euro Rücklagen sowie Nebenkosten aufbringen. Die Schwiegermutter könnte von ihrer Rente ca. 500 Euro „investieren“. Den laufenden Kredit würden wir bis dahin auf ca. 100.000-120.000 Euro Restschuld bringen (eine Bankenwechsel durch Ablösung wäre allerdings erst in 8 Jahren möglich). Da wir dann Mitte 40 sind, würden wir den dann anstehenden Kredit gerne in 15 bis maximal 20 Jahren abbezahlt haben.
Nehmen wir an, der Zins liegt in 5 Jahren bei 1 % und wir würden 1.700 Euro monatlich aufbringen, dann könnten wir bei 15 Jahren Laufzeit eines Volltilgers mit ca. 285.000 Euro Kreditbetrag planen. Plus den Eigenanteil und abzgl.. des bestehenden Kredites, liegen wir bei einer maximalen Investitionssumme von 265.000 Euro. Wahrscheinlich ist es ein leichtes, uns bei diesem Betrag direkt jegliche Illusion zu nehmen. Durch die Verlängerung der Laufzeit auf 20 Jahre, könnten wir den Betrag auf 350.000 Euro erhöhen.
Wir stellen uns somit aktuell die Frage, ob sich mit einer Bandbreite von 250.000 bis 350.000 Euro die Option 1 überhaupt realisieren lässt und wenn ja, wie. Fertighaus, Architektenhaus, vielleicht sogar das erwähnte Traumhaus? Und wie sorgen wir für diese Zeit am besten vor, Bausparer, Sondertilgung, etc.?
wir beschäftigen uns seit einiger Zeit mit der Frage, wie wir mit einem in der Familie vorhandenen, derzeit bebauten Grundstück in einem Vorort einer Großstadt langfristig und nachhaltig umgehen sollen. Leider fehlt uns jegliche Erfahrung bei dem Thema, so dass wir uns durch diesen Beitrag hilfreiche Anregungen erhoffen. Dafür an dieser Stelle vorab schon vielen Dank.
Zum Hintergrund: das Grundstück umfasst eine Fläche von 700 qm und ist auf einer Seite mit einem fast quadratischen Gebäude mit 8 m Seitenlänge, 3 Etagen (inkl. Hochparterre) plus Keller bebaut. Der Keller ist nur zu einem Teil unterirdisch (ca. 1,4 m). Das Dachgeschoss mit Giebeldach wurde in den 1990er Jahren auf das bestehende Gebäude aus den Nachkriegsjahren gesetzt. Auf dem Grundstück steht noch ein ehemaliges Wirtschaftsgebäude, das heute als Wohnung dient, sowie eine Einzelgarage. Aus finanziellen und persönlichen Gründen wurde die Modernisierung mit dem Dachausbau nur zu Teilen durchgeführt, so dass heute tlw. der Innenausbau (z.B. im Treppenhaus) noch nicht komplett abgeschlossen ist. Auch ist das Grundstück mit eine Hypothek belastet, die Restschuld beträgt Ende 2019 noch ca. 240.000 Euro. Das Gebäude wird derzeit von meiner Schwiegermutter (in Rente) bewohnt, dazu wird tlw. vermietet. Einige Räume stehen leer bzw. werden von der Familie als Gästezimmer genutzt. Vermutlich besteht ein uns nicht bekannter Sanierungsbedarf, da aufgrund der finanziellen Situation nur das Nötigste saniert wird.
Grundsätzlich gäbe es aus unserer Sicht für die Zukunft drei Optionen:
- Abriss und Neubau
- Sanierung
- Verkauf
Über eine Sanierung haben wir nachgedacht. Damit verbunden wäre, dass meine Frau und ich im Anschluss eine Etage bewohnen könnten, eine Etage vermietet werden würden und die Schwiegermutter im EG bleibt. Der Ausbau sollte dann natürlich barrierefrei erfolgen. Dagegen spricht für uns, dass die Familie eigentlich nicht mehr vermieten möchte (eine Etage bliebe somit ungenutzt, da alle anderen Geschwister meiner Frau bereits in Eigentum wohnen). Außerdem entspricht das Haus nicht wirklich unseren Vorstellungen und der barrierefreie Ausbau (Außenaufzug?) kostet sicher auch viel Geld.
Somit denken wir aktuell über Option 1 nach, also alles auf dem Grundstück wegreißen und bei Null anfangen. Die Idee wäre es, auf dem Grundstück dann zwei Bungalows mit jeweils ca. 60 qm zur Eigennutzung zu errichten. Da wir nicht unterkellern möchten, würden wir gerne ein kleines Wirtschaftsgebäude mit Wäscheraum, Lagerfläche und Fahrradkeller errichten. Dazu kommt der Traum, eines davon im Stil von Mies van der Rohe (oder auch Neutra, Ruf, etc.) zu bauen.
Die Frage ist natürlich, was davon können wir überhaupt finanzieren. Wir sind die Einzigen in der Familie, die noch zur Miete wohnen. Alle andere wohnen bereits im Eigentum und zahlen fließig Kredite ab. Wir könnten in ca. 5 Jahren einen Eigenanteil von 80.000 Euro und monatlich ca. 1.000-1.200 Euro Rate, 300 Euro Rücklagen sowie Nebenkosten aufbringen. Die Schwiegermutter könnte von ihrer Rente ca. 500 Euro „investieren“. Den laufenden Kredit würden wir bis dahin auf ca. 100.000-120.000 Euro Restschuld bringen (eine Bankenwechsel durch Ablösung wäre allerdings erst in 8 Jahren möglich). Da wir dann Mitte 40 sind, würden wir den dann anstehenden Kredit gerne in 15 bis maximal 20 Jahren abbezahlt haben.
Nehmen wir an, der Zins liegt in 5 Jahren bei 1 % und wir würden 1.700 Euro monatlich aufbringen, dann könnten wir bei 15 Jahren Laufzeit eines Volltilgers mit ca. 285.000 Euro Kreditbetrag planen. Plus den Eigenanteil und abzgl.. des bestehenden Kredites, liegen wir bei einer maximalen Investitionssumme von 265.000 Euro. Wahrscheinlich ist es ein leichtes, uns bei diesem Betrag direkt jegliche Illusion zu nehmen. Durch die Verlängerung der Laufzeit auf 20 Jahre, könnten wir den Betrag auf 350.000 Euro erhöhen.
Wir stellen uns somit aktuell die Frage, ob sich mit einer Bandbreite von 250.000 bis 350.000 Euro die Option 1 überhaupt realisieren lässt und wenn ja, wie. Fertighaus, Architektenhaus, vielleicht sogar das erwähnte Traumhaus? Und wie sorgen wir für diese Zeit am besten vor, Bausparer, Sondertilgung, etc.?
Bei 18 m Grundstücksbreite geht deine Rechnung nicht auf. Wg. Abstandsflächen wird ein Haus wohl nicht breiter als rund 12,5 m sein können.
6x10 m für 60 qm Wohnfläche ergeben aber ein höheres Außenmaß.
Ich denke, erst mal sollten die Eigentums-/Erbverhältnisse geklärt werden, dann sollte man mit einem Architekt mal die Möglichkeiten eines Neubaus erörtern. Da kann man hier sicherlich Vorerörterungen machen, dazu ist aber vermaßter Lageplan mit Bauvorgaben (Geschossflächenzahl, Grundflächenzahl, Baufenster, Geschossigkeit, Firsthöhen usw.) zwingend notwendig.
Man sollte sich aber klar sein, dass man insbesondere bei Bungalow durchaus mind. 2000 €/qm Wohnfläche Rechnungen muss. Dazu Abrisskosten, Zwischenwohnkosten und Neugestaltung des Grundstücks.
6x10 m für 60 qm Wohnfläche ergeben aber ein höheres Außenmaß.
Ich denke, erst mal sollten die Eigentums-/Erbverhältnisse geklärt werden, dann sollte man mit einem Architekt mal die Möglichkeiten eines Neubaus erörtern. Da kann man hier sicherlich Vorerörterungen machen, dazu ist aber vermaßter Lageplan mit Bauvorgaben (Geschossflächenzahl, Grundflächenzahl, Baufenster, Geschossigkeit, Firsthöhen usw.) zwingend notwendig.
Man sollte sich aber klar sein, dass man insbesondere bei Bungalow durchaus mind. 2000 €/qm Wohnfläche Rechnungen muss. Dazu Abrisskosten, Zwischenwohnkosten und Neugestaltung des Grundstücks.
Wem gehört das Grundstück (im Sinnen von: Wer steht im Grundbuch) euer dort gebautes Haus, gehört nicht euch, sondern dem, der im Grundbuch steht.
Wer ist erbe? Wie viel erben? Wer erhebt neben euch Anspruch?
Willst du wirklich dort (sowohl örtlich) als auch neben deiner Schwiegermutter wohnen?
ICH an eurer stelle würde das sein lassen, warten bis schwigermutti tot oder im heim ist, dann verkaufen und mit dem Geld den Kredit und das heim zahlen. jeh nach dem wie lange heim, und wo das Grundstück ist, kanns dann auch schon sein das das Geld alle ist.
Wer ist erbe? Wie viel erben? Wer erhebt neben euch Anspruch?
Willst du wirklich dort (sowohl örtlich) als auch neben deiner Schwiegermutter wohnen?
ICH an eurer stelle würde das sein lassen, warten bis schwigermutti tot oder im heim ist, dann verkaufen und mit dem Geld den Kredit und das heim zahlen. jeh nach dem wie lange heim, und wo das Grundstück ist, kanns dann auch schon sein das das Geld alle ist.
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Ruferianer07.10.19 19:51kbt09 schrieb:
Ich denke, erst mal sollten die Eigentums-/Erbverhältnisse geklärt werden, dann sollte man mit einem Architekt mal die Möglichkeiten eines Neubaus erörtern. Da kann man hier sicherlich Vorerörterungen machen, dazu ist aber vermaßter Lageplan mit Bauvorgaben (Geschossflächenzahl, Grundflächenzahl, Baufenster, Geschossigkeit, Firsthöhen usw.) zwingend notwendig.Wenn wir das jetzt zuerst klären sollten, werde ich mich darum kümmern. fragg schrieb:
Wem gehört das Grundstück (im Sinnen von: Wer steht im Grundbuch) euer dort gebautes Haus, gehört nicht euch, sondern dem, der im Grundbuch steht.
Wer ist erbe? Wie viel erben? Wer erhebt neben euch Anspruch?
Willst du wirklich dort (sowohl örtlich) als auch neben deiner Schwiegermutter wohnen?DIe ersten Fragen kann ich (noch) nicht beantworten, die letzte schon: Ja, das ginge. Aber - und daher auch die Idee mit den zwei Häusern - eine gewisse räumliche Distanz (die nicht sonderlich groß sein muss) wäre nicht so schlecht.Ich muss auch noch mal fragen, wem gehört das Grundstück aktuell, nur der Schwiegermutter? Die Bank hat damit nichts zu tun, die führt mich nur zur zweiten Frage: Wie viel ist das Grundstück wert?
Im Falle des Erbes: Wie viele Leute haben (rechtlich) einen Erbanteil? Einfach gefragt: Wie viele Kinder und Enkel hat die gute Frau? Bitte beachte auch, dass nicht du erben wirst, sondern dein Ehepartner. Du wirst alle auszahlen müssen: Wert - Schulden
Im Falle des Erbes: Wie viele Leute haben (rechtlich) einen Erbanteil? Einfach gefragt: Wie viele Kinder und Enkel hat die gute Frau? Bitte beachte auch, dass nicht du erben wirst, sondern dein Ehepartner. Du wirst alle auszahlen müssen: Wert - Schulden
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Ruferianer12.10.19 12:48Tassimat schrieb:
Ich muss auch noch mal fragen, wem gehört das Grundstück aktuell, nur der Schwiegermutter? Die Bank hat damit nichts zu tun, die führt mich nur zur zweiten Frage: Wie viel ist das Grundstück wert?Grundstückswert ist mir derzeit noch unbekannt. Wenn man die Bank außen vor lässt, gehört das Grundstück nur der Schwiegermutter.Tassimat schrieb:
Im Falle des Erbes: Wie viele Leute haben (rechtlich) einen Erbanteil? Einfach gefragt: Wie viele Kinder und Enkel hat die gute Frau? Bitte beachte auch, dass nicht du erben wirst, sondern dein Ehepartner. Du wirst alle auszahlen müssen: Wert - Schulden4 Kinder und 2 Enkel. Uns ist klar, dass das vermutlich nicht ganz einfach aufzulösen ist und dass es Ansprüche geben wird. Aber wir dachten auch in diese Richtung:fragg schrieb:
oder ihr macht was in die Richtung "wir wohnen, wir pflegen, wir erben". muss man aber auch wollen, und muss der Notar auch so ins Testament schreiben.Ähnliche Themen