ᐅ Hosby-Fertighaus von 1983 - problematsche Raumluftanalyse
Erstellt am: 29.04.2025 16:24
Asbestosteron 29.04.2025 16:24
Guten Tag,
Wir haben die Möglichkeit von Hosby-Fertighaus von 1983 zu kaufen. Die Lage ist gut, der Preis gerade noch verschmerzbar, falls die Renovierungsarbeiten klein gehalten werden können.
Als langjähriger Mitleser des Hausbau-Forums habe ich gelernt, dass Schadstoff in Fertighäusern der kritischen Jahre lange verflogen sind. Außerdem soll der Hersteller Hosby damals damit Werbung gemacht haben, mit wenig Chemie zu bauen.
Leider konnte ich meine Frau nicht davon überzeugen und musste geschlagene 1150 € für eine Raumluftanalyse ausgeben.
Das Ergebnis wirft mehr Fragen als Antworten auf. Könnt ihr mir helfen, die Werte zu interpretieren?
Leider findet man sehr unterschiedliche Angaben über Grenzwerte.
Das hier sind die Messwerte:
Formaldehyd 214 µg/m³
Lindan 0,23 µg/m²
PCP 0,25 µg/m²
Chloranisole gesamt 1,6 µg/m³
Essigsäure hätte noch einmal 450 € mehr gekostet, weshalb wir darauf verzichtet haben. Da wir Essig auch zum Putzen einsetzen, sehe ich eh keine größere Bedeutung.
Die Firma, die das Gutachten erstellt hat, nennt keine Grenzwerte und verweist darauf, sich an einen Baubiologen zu wenden.
Die Werte sind allesamt unter "MAK", aber oberhalb von "Richtwert I". Was bedeutet das jetzt für uns?
Wo kommen diese Stoffe nach über 40 Jahren eigentlich her?
Weiß außerdem jemand was zur Schalldämmung? Uns ist aufgefallen, dass der Boden im EG und OG stark vibriert und die Wände beim Klopfen sehr laut sind. In einem alten Katalog habe ich aber gefunden, dass Hosby überdurchschnittliche Schalldämmung verspricht.
Danke euch!
Wir haben die Möglichkeit von Hosby-Fertighaus von 1983 zu kaufen. Die Lage ist gut, der Preis gerade noch verschmerzbar, falls die Renovierungsarbeiten klein gehalten werden können.
Als langjähriger Mitleser des Hausbau-Forums habe ich gelernt, dass Schadstoff in Fertighäusern der kritischen Jahre lange verflogen sind. Außerdem soll der Hersteller Hosby damals damit Werbung gemacht haben, mit wenig Chemie zu bauen.
Leider konnte ich meine Frau nicht davon überzeugen und musste geschlagene 1150 € für eine Raumluftanalyse ausgeben.
Das Ergebnis wirft mehr Fragen als Antworten auf. Könnt ihr mir helfen, die Werte zu interpretieren?
Leider findet man sehr unterschiedliche Angaben über Grenzwerte.
Das hier sind die Messwerte:
Formaldehyd 214 µg/m³
Lindan 0,23 µg/m²
PCP 0,25 µg/m²
Chloranisole gesamt 1,6 µg/m³
Essigsäure hätte noch einmal 450 € mehr gekostet, weshalb wir darauf verzichtet haben. Da wir Essig auch zum Putzen einsetzen, sehe ich eh keine größere Bedeutung.
Die Firma, die das Gutachten erstellt hat, nennt keine Grenzwerte und verweist darauf, sich an einen Baubiologen zu wenden.
Die Werte sind allesamt unter "MAK", aber oberhalb von "Richtwert I". Was bedeutet das jetzt für uns?
Wo kommen diese Stoffe nach über 40 Jahren eigentlich her?
Weiß außerdem jemand was zur Schalldämmung? Uns ist aufgefallen, dass der Boden im EG und OG stark vibriert und die Wände beim Klopfen sehr laut sind. In einem alten Katalog habe ich aber gefunden, dass Hosby überdurchschnittliche Schalldämmung verspricht.
Danke euch!
nordanney 29.04.2025 16:35
Asbestosteron schrieb:
der kritischen Jahre lange verflogen sind.... sein können. Das ist nicht feststehend. Asbestosteron schrieb:
Formaldehyd 214 µg/m³Nur mal so:Also 62 Mikrogramm (finde das Zeichen gerade nicht auf der Tastatur). Also diese Menge dürften die v.g. Verbraucher in die Luft absondern. Da liegst Du mit dem dreifachen Wert drüber.
Oder die alten Werte vom Umweltbundesamt usw.
Kannst Du allen Werten die entsprechenden Grenzwerte online finden. Nur mal suchen.
Oder zu Lindan (Landesamt Gesundheit Meck-Pom).
Da liegst Du unter dem Gefahrenwert, aber über dem Sanierungszielwert.
Asbestosteron 29.04.2025 16:39
Danke, dass du so schnell recherchiert hast. Ich habe natürlich auch gegoogelt, aber ganz viele verschiedene Werte gefunden. Die Gelehrten scheinen sich selbst nicht einig zu sein.
Ich hätte noch dazuschreiben sollen, dass das Haus eine Zwangsbelüftung hat. Der Makler hat mir versprochen, dass diese abgeschaltet bleibt, so lange das Probengefäß im Haus steht (beim Einsammeln lief sie aber, angeblich kurz vorher wieder eingeschaltet). Kann diese Lüftung die Stoffe dauerhaft niedrig halten?
Ich hätte noch dazuschreiben sollen, dass das Haus eine Zwangsbelüftung hat. Der Makler hat mir versprochen, dass diese abgeschaltet bleibt, so lange das Probengefäß im Haus steht (beim Einsammeln lief sie aber, angeblich kurz vorher wieder eingeschaltet). Kann diese Lüftung die Stoffe dauerhaft niedrig halten?
nordanney 29.04.2025 16:55
Die Frage wird sein, was Ihr noch alles sanieren wollt. Geht viel Holz raus, gehen die (am Ende noch immer niedrigen Werte) auch weiter runter. Lüftung ist auch immer gut. Auch PCP ist unauffällig.
Asbestosteron 29.04.2025 17:17
nordanney schrieb:
Die Frage wird sein, was Ihr noch alles sanieren wollt. Geht viel Holz raus, gehen die (am Ende noch immer niedrigen Werte) auch weiter runter.Holz wollten wir gar nicht entfernen. Der aufgerufene Preis lässt keinen Spielraum für eine große Sanierung. Und der Stil ist, obwohl er aus den 80ern kommt, erstaunlich angenehm.Was meinst du mit "am Ende noch immer niedrigen Werte"? Oben schrubbst du, Formaldehyd ist dreimal so hoch wie der Grenzwert und Lindan mehr als doppelt so hoch wie der Sanierungszielwert?
Das zeigt genau meine Verwirrung auf, wegen derer ich mich hier angemeldet habe. Im Netz und jetzt auch im Forum sind so viele verschiedene Zahlen unterwegs, dass ich jetzt gar nicht weiß, ob die Werte gut oder schlecht sein. Obwohl ich mich ziemlich geärgert hab, dass das Prüfinstitut in seinem Bericht keine Grenzwerte auflistet, versteh das inzwischen ein bisschen. Den Schuh wollen die sich wohl auch nicht anziehen.
11ant 29.04.2025 17:27
Asbestosteron schrieb:
Wir haben die Möglichkeit von Hosby-Fertighaus von 1983 zu kaufen. Die Lage ist gut, der Preis gerade noch verschmerzbar,Weshalb schreibst Du dann an anderer Stelle ...Asbestosteron schrieb:
In meinem Fall möchte der Makler zusätzlich zum Bodenwert nämlich noch ca 400.000 Euro für das aufstehende Fertighaus haben.... so, als betrachtetest Du das Haus quasi wie eine Kontaminierung des Grundstücks ?Asbestosteron schrieb:
Ich hätte noch dazuschreiben sollen, dass das Haus eine Zwangsbelüftung hat.Wenn ich recht erinnere, hatten die Hosby Häuser quasi für einen Effekt ähnlich einer Falzlüftung bei den Fenstern Zusatzflügel mit einer Art Fliegengitter zwecks einbruchsicherem Offenstellen.Ähnliche Themen