ᐅ Holzständerwerk vs. Passivhaus für/gegen den jeweiligen Baustoff?
Erstellt am: 05.08.14 13:57
S
schmitzkatze
Hallo zusammen,
wir planen den Neubau eines Einfamilienhaus und sind uns nicht sicher, ob wir Holzständerwerk oder "Stein auf Stein" bevorzugen sollen (sowohl aus finanzieller Sicht als auch aus der Perspektive des Raumklimas oder anderen Aspekten).
Ursprünglich haben wir an den Bau des Holzständerwerkhauses in Eigenregie gedacht weil wir mit folgenden Voraussetzungen meines Erachtens viel Geld im Vergleich zum Fertighaus sparen können bzw. das gesparte Geld dann eher in eine höhere Qualität als es ein Fertighaushersteller bieten kann stecken können:
- Wir haben einen Zimmerermeister in der Familie (der auch bereit ist uns das ganze Haus zu zimmern und zu stellen und uns Anleitung zu geben, wie wir die Wände dämmen etc.)
- Platz & Werkzeug zum Zimmern und "zusammenschrauben" ist vorhanden (leer stehende Scheune mit Kran, Stapler etc.)
- das Grundstück ist keine 100 m von der Scheune und unserem derzeitigen Wohnort entfernt (also lohnt es sich auch nach der Arbeit "mal eben" etwas auf der Baustelle zu machen
- Wir als Bauherren sind zwar nicht vom Fach, aber scheuen weder die Wochenend- noch die Abendschichten und haben auch keine zwei linken Hände
Mit einem Architekten haben wir unsere Vorstellungen auch schon besprochen und er gab uns zu bedenken, dass bei einem Massivhaus das Raumklima und die Wärmespeicherfähigkeit wesentlich besser seien. Der Zimmerer wiederum verweist auf die tolle (bessere?) Wärmedämmung eines Holzhauses. Wenn wir uns für das Massivhaus entscheiden würden wir uns das Mauern generell auch selbst zutrauen (zumindest mit einem Fachmann an der Seite).
Gibt es evtl so etwas wie eine Gegenüberstellung von Pro und Contra für Holz und Stein als Baustoff? Oder kann mir jemand von Ihnen die wichtigsten Punkte nennen, die es abzuwägen gilt? Oder gibt es irgendwelche Formeln oder Tools, mit denen man die Kosten für beides gegenüberstellen kann?
Für jede Antwort bereit im Vorfeld ein herzliches Dankeschön!!!
Viele Grüße
schmitzkatze
wir planen den Neubau eines Einfamilienhaus und sind uns nicht sicher, ob wir Holzständerwerk oder "Stein auf Stein" bevorzugen sollen (sowohl aus finanzieller Sicht als auch aus der Perspektive des Raumklimas oder anderen Aspekten).
Ursprünglich haben wir an den Bau des Holzständerwerkhauses in Eigenregie gedacht weil wir mit folgenden Voraussetzungen meines Erachtens viel Geld im Vergleich zum Fertighaus sparen können bzw. das gesparte Geld dann eher in eine höhere Qualität als es ein Fertighaushersteller bieten kann stecken können:
- Wir haben einen Zimmerermeister in der Familie (der auch bereit ist uns das ganze Haus zu zimmern und zu stellen und uns Anleitung zu geben, wie wir die Wände dämmen etc.)
- Platz & Werkzeug zum Zimmern und "zusammenschrauben" ist vorhanden (leer stehende Scheune mit Kran, Stapler etc.)
- das Grundstück ist keine 100 m von der Scheune und unserem derzeitigen Wohnort entfernt (also lohnt es sich auch nach der Arbeit "mal eben" etwas auf der Baustelle zu machen
- Wir als Bauherren sind zwar nicht vom Fach, aber scheuen weder die Wochenend- noch die Abendschichten und haben auch keine zwei linken Hände
Mit einem Architekten haben wir unsere Vorstellungen auch schon besprochen und er gab uns zu bedenken, dass bei einem Massivhaus das Raumklima und die Wärmespeicherfähigkeit wesentlich besser seien. Der Zimmerer wiederum verweist auf die tolle (bessere?) Wärmedämmung eines Holzhauses. Wenn wir uns für das Massivhaus entscheiden würden wir uns das Mauern generell auch selbst zutrauen (zumindest mit einem Fachmann an der Seite).
Gibt es evtl so etwas wie eine Gegenüberstellung von Pro und Contra für Holz und Stein als Baustoff? Oder kann mir jemand von Ihnen die wichtigsten Punkte nennen, die es abzuwägen gilt? Oder gibt es irgendwelche Formeln oder Tools, mit denen man die Kosten für beides gegenüberstellen kann?
Für jede Antwort bereit im Vorfeld ein herzliches Dankeschön!!!
Viele Grüße
schmitzkatze
N
nordanney13.08.14 13:57Doc.Schnaggls schrieb:
Eigentlich kommt ja durch die Lüftungsanlage auch nur die Außenluft ins Gebäude - gut, eventuell noch vorgewärmt, aber das dürfte doch keinen Einfluss auf die Luftfeuchtigkeit haben.Ist im Winter aber so, da die Feuchtigkeitsaufnahme von kalter und warmer Luft unterschiedlich ist (kalte Luft kann weniger Wasser aufnehmen ===> kommt von außen / warme und damit auch "feuchtere" aus dem Haus wird rausgeleitet).D
Doc.Schnaggls13.08.14 14:00@nordanney : Danke, schon wieder was gelernt...
Kein Lufttrockner. Sogar Wäsche in den Zimmer aufhängen bringt nicht viel. Die Erklärung hast du ja schon bekommen Und im Sommer bringt sie auch nichts, da durch die Kinder ständig Terrassentüren auf sind und man abends sowieso alle Fenster aufreißt, um die warme Luft rauszubringen.
Manu1976 schrieb:
Ob die Kontrollierte-Wohnraumlüftung ein Komfortgewinn ist, weiß ich nicht. Wir haben eine und die ist für den Allerwertesten. Wir haben sie jetzt abgeschaltet. Warum? Ganz einfach, weil wir das Gegenteil von zu feuchter Luft haben. Nämlich zu trockene. Und die ist für die Atemwege genauso schlecht, vor allem wenn man Kinder hat. Ständig trockene Nasen, ständig Kratzen im Hals, meine Töchter, die in dem Haus schon als Baby waren, haben von Herbst-Frühling fast durchgehend Reizhusten gehabt. Das Ganze hat sich erst gebessert, als wir die Lüftung abgeschaltet haben.
Und frische Luft von draußen, ist immer noch besser als die Luft aus den Rohren. Selbst als die Anlage lief, haben wir ständig irgendwelche Türen und Fenster geöffnet, weil die Luft von draußen einfach angenehmer ist - vor allem nach Regen - riecht auch ganz anders.
Wir bewohnen jetzt ein FH BJ 2008. Nun bauen wir massiv (ohne jegliche Wanddämmung) und die einzigen Lüftungen die wir haben werden, werden in den Bäder und im Hauswirtschaftsraum sein - dezentral....dann hätte ich es einmal mit einem Enthalpie-Wärmetauscher versucht. Bei der richtigen Luftwechselrate spielt zu trockene Luft keine Rolle mehr. Ich weiß allerdings nicht, welches Fabrikat ihr verbaut habt. Aber die größeren Hersteller bieten alle auch solche WT an.
Was sagte der Kundendienst zu euren Problemen? Würde mich interessieren.
Im Sommer haben wir die Kontrollierte-Wohnraumlüftung übrigens auch ausgeschaltet - außer in Sommernächten, wo es draußen etwas kühler ist. Hier kann man die kühlere Nachtluft nach innen "saugen". Und in der kalten Jahreszeit: kein manuelles Lüften notwendig. Früh, in der allgemeinen Hektik (Bad, Frühstück, Kinder usw.), bevor wir außer Haus gehen, keine 10 Minuten Querlüften notwendig. Auch ständig frische Luft im Schlafzimmer Auch nach dem Duschen ist kein manuelles Lüften notwendig. Auch Küchengerüche (wohlgemerkt nicht die Phrasen) spielen keine Rolle mehr. In rein ökonomischer Hinsicht wird sich eine Kontrollierte-Wohnraumlüftung zugegebenermaßen allerdings wahrscheinlich nicht rechnen.
Frage noch: baut ihr deswegen noch einmal?
MfG
1. Pollenfilter ist Sonderausstattung. Normale Kontrollierte-Wohnraumlüftung haben keinen.
2. wir haben Wärmetauscher, bzw. eine Kontrollierte-Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung
3. Hersteller ist Pluggit (darf ich den hier nennen?) - also kein Billigteil, alles korrekt verbaut und i.O.
4. Der Küchengeruch (geschlossene Küche) ist bei uns trotzdem im ganzen EG.
5. nicht nur der Küchengeruch, auch der Geruch von draußen kommt ins Haus. Ist besonders im Winter sehr angenehm, wenn ein Nachbar mal wieder irgendwas verbrennt, was er nicht darf. Da kommen einem teilweise schon die Tränen.
6. nein, das ist nicht der Grund warum wir jetzt erneut bauen. Wir sind nicht ganz glücklich mit unserem jetzigen Grundriss und es fehlt ein 3. Kinderzimmer. Aber unsere Erfahrungen sind der Grund warum wir jetzt massiv und ohne Dämmung bauen.
2. wir haben Wärmetauscher, bzw. eine Kontrollierte-Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung
3. Hersteller ist Pluggit (darf ich den hier nennen?) - also kein Billigteil, alles korrekt verbaut und i.O.
4. Der Küchengeruch (geschlossene Küche) ist bei uns trotzdem im ganzen EG.
5. nicht nur der Küchengeruch, auch der Geruch von draußen kommt ins Haus. Ist besonders im Winter sehr angenehm, wenn ein Nachbar mal wieder irgendwas verbrennt, was er nicht darf. Da kommen einem teilweise schon die Tränen.
6. nein, das ist nicht der Grund warum wir jetzt erneut bauen. Wir sind nicht ganz glücklich mit unserem jetzigen Grundriss und es fehlt ein 3. Kinderzimmer. Aber unsere Erfahrungen sind der Grund warum wir jetzt massiv und ohne Dämmung bauen.
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