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ᐅ Höhere Baukosten durch steigende Bauholzpreise


Erstellt am: 30.03.2021 10:37

OWLer 30.03.2021 18:58
superzapp schrieb:

Aktuell wird Holz zu Tagespreisen gehandelt.

Genau davon hat unser Zimmerer letztens auch geklagt, dazu 30% Kostensteigerung. Stahl scheint teilweise den gleichen Preistrend aufzuweisen.

War eigentlich schon irritiert, dass es dazu keinen Thread hier gibt. bin ziemlich froh, dass das meiste Material bei uns mittlerweile verbaut wurde.

11ant 30.03.2021 19:11
superzapp schrieb:

Aktuell wird Holz zu Tagespreisen gehandelt.
Wenn man das als anhaltenden Trend befürchtet, tankt man natürlich sein Lager voll, und der Effekt potenziert sich.

Myrna_Loy 30.03.2021 19:19
Das was Du im Wald liegen siehst ist größtenteils Brennholz. (Wir haben Wald und lassen für Brennholz schlagen). Hier in der Region wird Bauholz fast sofort abgefahren und getrocknet. Und ja, es ist schwer, gutes Bauholz zu finden. Die Eichen gehen noch so halbwegs, die Buchen auch, werden aber kaum nachgefragt aber die Nadelhölzer sind fast alle nicht mehr zu verwerten. Die jungen Bäume haben in den letzten 10 Jahren extremst gelitten. Die Fichten sind fast alle hinüber. Die älteren sind fast alle verwertet.
11ant schrieb:

Im Busch bin ich selten, aber im Wald sehr oft. Die Hauptwege sehen aktuell aus wie Holzläger. Was knapp wird, sind die Holzfäller und die Spediteure - und vermutlich auch die Sägeblätter. Das Holz selbst ist nicht knapp, ich schätze die Einschlagmengen allein des vergangenen Jahres auf wenigstens vier durchschnittliche Jahresernten. Die Trockenheit, der Borkenkäfer und mittlere Lüftchen hauen mehr um das Kyrill oder Lothar. Allerdings kann man um das nicht noch mit gewolltem Raubforsten zu verstärken die Menge an minder brauchbaren Stämmen nicht mit über den "Notschlachtungseinschlag" hinausgehenden Fällungen auffüllen. Was also tatsächlich etwas knapp ist, sind die aus dem vollen Filet gesägten Konstruktionsvollhölzer für die Holz"ständer"tafeln. Für Dachstühle ist die Marktlage weniger dramatisch, weil man dort gewöhnter ist, auch Binder zu verwenden. Der "Verbraucher" Bauherr kann viel "mithelfen", in dem er sich weniger auf Langholz am Stück kapriziert. Material für Holzwerkstoffe bleibt in Unmengen in den Wäldern zurück, weil der Markt es verschmäht. Übrigens ist auch Käferholz tiptop verwendbar und lediglich fehlfarben. Aber der "nix kapiert, aber Bioprodukte kaufen" Verbraucher will es ja "nur vom Feinsten" und liebt die Nachhaltigkeit eher als Buzzword.

Äh, ja, das Notfällungsholz streßt die Sägen stärker.

haydee 30.03.2021 20:18
Das im Wald ist fast alles Brennholz.
Schau dir mal die Holzimporte an

DaSch17 30.03.2021 20:25
11ant schrieb:

Im Busch bin ich selten, aber im Wald sehr oft. Die Hauptwege sehen aktuell aus wie Holzläger.

Das ist aber schlichtweg nicht brauchbar, da die Struktur dank Trockenheit und Borkenkäfer so zerstört ist.

Schau‘ Dir mal den Bericht von PlusMinus dazu an. Hat glaube so an die 7 min.

hanse987 30.03.2021 21:22
Beim Stahlpreis stehen die Prognosen auch auf steigend. Man hört so was von 20%. Das größere Problem wird aus meiner Sicht aber nicht direkt der höhere Preis sein, sondern durch verringerte Produktionskapazitäten überhaupt das gewünschte Material zu bekommen. Ich bin gespannt was 2021 bringen wird.
brennholzbauholz