ᐅ Heizlastberechnung 10,3kw, Luft-Wasser-Wärmepumpe mit 9,5kw ausreichend?
Erstellt am: 05.03.20 22:09
hippjoha24.03.20 11:41
CrazyChris schrieb:
Die von dir angegebene Wärmepumpe wird in der vorgeschlagenen Dimensionierung mit hoher Wahrscheinlichkeit auch nicht mehr förderfähig sein! Umso größer die Pumpe umso schlechter die Jahresarbeitszahl. Gerade die Viessmann Luft-Wasser-Wärmepumpe fallen hier negativ auf.
Warum meinst du, dass die nicht förderfähig ist? Die Jahresarbeitszahl Berechnung kommt ja direkt von Viessmann. Dieses Modell kam jetzt wohl erst frisch auf den Markt und der Wert liegt, wie geschrieben, bei 4,61 (>3,5) sollte ja also förderfähig sein?!
CrazyChris26.03.20 12:38
> 4.5 ist förderfähig!
Die Jahresarbeitszahl Berechnung von Viessmann sagt nichts darüber aus, wie hoch die Jahresarbeitszahl wirklich ist. Diese ist individuell zu berechnen.
Bitte google nach Jahresarbeitszahl Rechner. Wähle die entsprechende Wärmepumpe aus. Nach Auswahl der Wärmepumpe musst du eins drüber Neubau angeben. Ort für Normtemp angeben. Vor- und Rücklauftemperatur solltest du auf Standard lassen. Rechnen
Die Jahresarbeitszahl Berechnung von Viessmann sagt nichts darüber aus, wie hoch die Jahresarbeitszahl wirklich ist. Diese ist individuell zu berechnen.
Bitte google nach Jahresarbeitszahl Rechner. Wähle die entsprechende Wärmepumpe aus. Nach Auswahl der Wärmepumpe musst du eins drüber Neubau angeben. Ort für Normtemp angeben. Vor- und Rücklauftemperatur solltest du auf Standard lassen. Rechnen
hippjoha27.03.20 11:17
CrazyChris schrieb:
> 4.5 ist förderfähig!
Die Jahresarbeitszahl Berechnung von Viessmann sagt nichts darüber aus, wie hoch die Jahresarbeitszahl wirklich ist. Diese ist individuell zu berechnen.
Bitte google nach Jahresarbeitszahl Rechner. Wähle die entsprechende Wärmepumpe aus. Nach Auswahl der Wärmepumpe musst du eins drüber Neubau angeben. Ort für Normtemp angeben. Vor- und Rücklauftemperatur solltest du auf Standard lassen. RechnenDie oben genannte Jahresarbeitszahl Berechnung wurde für meinen Standort nach VDI 4650 (Normaußentemperatur. -14; Vor -und Rücklauf 35 / 28) berechnet.CrazyChris27.03.20 13:11
Top, welche Wärmepumpe ist es denn nun genau? Mir ist keine Vito 200 a mit 8,1kw bekannt. Müsste ja eine Typ AWO-E-AC 201.AXX sein.
hippjoha27.03.20 20:40
ja, genau. Ist sie A09. Laut Heizungsbauer kam die jetzt erst frisch raus. Zu der findet sich auch nichts im Netz...
gnika7702.04.20 10:01
Hi,
1. Die berechnete Heizlast berücksichtigt keinen inneren und keine solaren Gewinne. Das heißt, diese wird niedriger sein
3. Laut Jahresarbeitszahl-Rechner kommt die Wärmepumpe bei deinen Rahmenbedingungen auf Jahresarbeitszahl=4,47 (BAFA Wert 4,5). Ist also gerade so förderfähig. Auch wenn der Wert 4,47 von anderen übetroffen wird, ist dieser trotzdem gut. Eine um 0.1 bessere Jahresarbeitszahl wirst du in der Praxis wahrscheinlich nicht wirklich merken. Wichtiger ist dann, dass der HB und dementsprechend die Auslegung der Hydralik und Heizungflächen gut ist um eine gute Jahresarbeitszahl zu erreichen. Siehe folgende Punkte
4. Verzichte auch Heizungspuffer (und Überströmventil). Diese ziehen die Jahresarbeitszahl nur runter und haben keinen Nuzen außer die Kosten für dich und den Gewinn für HB nach oben zu treiben. Um den Volumenstrom sicherzustellen siehe 5.
5. Keine ERR. Diese würgt den Volumenstrom einer Wärmepumpe nur ab und erzwingt, dass diese mit höheren Vorlauftemperaturen (Vorlauftemperatur) laufen muss als wirklich notwendig, was die Jahresarbeitszahl senkt. Die Temperaturen werden über den hydraulischen/thermischen Abgleich eingestellt. Dass man mit dem Thermostaten bei einer Niedertemperaturheizung die Raumtemperatur schnell (<8h) anpassen kann. ist eh eine Illusion. Gegebenenfalls kann man in einzelnen Räumen, z.B. Thermostate setzen. Persönlich würde ich die Verkabelung für Thermostate trotzdem bereits vorsehen. Um die Vorlauftemperatur im Wärmepumpe-freunldichen Bereich zu halten sind die nächsten Punkte auch wichtig.
6. Heizungsflächen auf niedrige Temperaturen und hohe Volumenströme auslegen. Das heißt, der Verlegeabstand bei Fußbodenheizung sollte so um 10cm sein und die Länge der einzelnen Heizkreis unngefähr gleich lang 60-80m. Problematisch ist jedoch das Bad, da dort wenig Fläche für Fußbodenheizung und die gewünschten hohen Temperaturen zur Verfügung steht, das die gesamte Vorlauftemperatur unnötig nach oben treibt. Lösung, siehe nächsten Punkt
7. Wandheizung im Bad! Undbedingt! Diese bringt zusätzliche Fläche, was die Leistung der Heizungsflächen im Bad steigert und die Vorlauftemperatur nac unten drückt. Dazu kommt der höhere Komfort aufgrund der Strahlungswärme, was die tatsächlich benötigte Lufttemperatur auf 22°C senkt, da die wahrgenommene Temperatur aufgrund der Strahlungswärme höher liegt.
8. Last but Not least, BKA. BKA ist Betonkernaktivierung. Bei Holzständerbauweise ist eher selten möglich. Bei Massivbau sollte man das in jeder Betondecke machen. Kühlung mit WPs und dem Klimawandel wird immer wichtiger. Allerdings ist die Fußbodenheizung nur bedingt dafür geeignet. Die BKA steigert die Kühlleistung signifikant sodass man die Raumtemperatur um bis zu 5K senken kann. In Kombination mit Verschattung sind dann auch die heißen Sommer angenehm. Weiterer positiver Effekt ist, dass die BKA es ermöglicht die Vorlauftemperatur der Wärmepumpe sogar bei einer tiefen NAT von -16°C auf unter 30°C zu drücken. Das steiger die Effizienz und somit die Jahresarbeitszahl der Wärmepumpe weiter. 1K verbessern die Effizienz um ca. 2,5%. 5K Unterschied bei Vorlauftemperatur steigern die Effizienz um über 10% und die Jahresarbeitszahl um 0,2. Bei einer Kontrollierte-Wohnraumlüftung mit Luftungsrohren in der Betondecke hat die BKA einen schönen Nebeneffekt: im Winter wird die Zuluft vorgwärmt und im Sommer vorgekühlt. Was will man mehr?
Die Kosten für die BKA sind aus meiner Sicht sind bezogen auf Effiizienz- und Komfortgewinne marginal, wenn man diese mit anderen Investitionen ins Haus vergleicht, wie z.B. schönere Fliesen. Diese liegen eh nach Eigenleistung sowie der Flexibilität und Innovationsbereitschaft des HBs bei 1.000-3000€.
Grüsse Nika
1. Die berechnete Heizlast berücksichtigt keinen inneren und keine solaren Gewinne. Das heißt, diese wird niedriger sein
hippjoha schrieb:2. Leider finde ich auch keine technischen Daten im Netz zu dieser Wärmepumpe finden. Wesentlich wären der Verlauf des Modulationsbereich und die Leistung bei tiefen Temperaturen. Vielleicht kann der HB dir die technischen Angaben zur Verfügung stellen und du postest es hier. Dann kann man eher sagen, ob es passt oder nicht. So kann man nur raten.
ja, genau. Ist sie A09. Laut Heizungsbauer kam die jetzt erst frisch raus. Zu der findet sich auch nichts im Netz...
3. Laut Jahresarbeitszahl-Rechner kommt die Wärmepumpe bei deinen Rahmenbedingungen auf Jahresarbeitszahl=4,47 (BAFA Wert 4,5). Ist also gerade so förderfähig. Auch wenn der Wert 4,47 von anderen übetroffen wird, ist dieser trotzdem gut. Eine um 0.1 bessere Jahresarbeitszahl wirst du in der Praxis wahrscheinlich nicht wirklich merken. Wichtiger ist dann, dass der HB und dementsprechend die Auslegung der Hydralik und Heizungflächen gut ist um eine gute Jahresarbeitszahl zu erreichen. Siehe folgende Punkte
4. Verzichte auch Heizungspuffer (und Überströmventil). Diese ziehen die Jahresarbeitszahl nur runter und haben keinen Nuzen außer die Kosten für dich und den Gewinn für HB nach oben zu treiben. Um den Volumenstrom sicherzustellen siehe 5.
5. Keine ERR. Diese würgt den Volumenstrom einer Wärmepumpe nur ab und erzwingt, dass diese mit höheren Vorlauftemperaturen (Vorlauftemperatur) laufen muss als wirklich notwendig, was die Jahresarbeitszahl senkt. Die Temperaturen werden über den hydraulischen/thermischen Abgleich eingestellt. Dass man mit dem Thermostaten bei einer Niedertemperaturheizung die Raumtemperatur schnell (<8h) anpassen kann. ist eh eine Illusion. Gegebenenfalls kann man in einzelnen Räumen, z.B. Thermostate setzen. Persönlich würde ich die Verkabelung für Thermostate trotzdem bereits vorsehen. Um die Vorlauftemperatur im Wärmepumpe-freunldichen Bereich zu halten sind die nächsten Punkte auch wichtig.
6. Heizungsflächen auf niedrige Temperaturen und hohe Volumenströme auslegen. Das heißt, der Verlegeabstand bei Fußbodenheizung sollte so um 10cm sein und die Länge der einzelnen Heizkreis unngefähr gleich lang 60-80m. Problematisch ist jedoch das Bad, da dort wenig Fläche für Fußbodenheizung und die gewünschten hohen Temperaturen zur Verfügung steht, das die gesamte Vorlauftemperatur unnötig nach oben treibt. Lösung, siehe nächsten Punkt
7. Wandheizung im Bad! Undbedingt! Diese bringt zusätzliche Fläche, was die Leistung der Heizungsflächen im Bad steigert und die Vorlauftemperatur nac unten drückt. Dazu kommt der höhere Komfort aufgrund der Strahlungswärme, was die tatsächlich benötigte Lufttemperatur auf 22°C senkt, da die wahrgenommene Temperatur aufgrund der Strahlungswärme höher liegt.
8. Last but Not least, BKA. BKA ist Betonkernaktivierung. Bei Holzständerbauweise ist eher selten möglich. Bei Massivbau sollte man das in jeder Betondecke machen. Kühlung mit WPs und dem Klimawandel wird immer wichtiger. Allerdings ist die Fußbodenheizung nur bedingt dafür geeignet. Die BKA steigert die Kühlleistung signifikant sodass man die Raumtemperatur um bis zu 5K senken kann. In Kombination mit Verschattung sind dann auch die heißen Sommer angenehm. Weiterer positiver Effekt ist, dass die BKA es ermöglicht die Vorlauftemperatur der Wärmepumpe sogar bei einer tiefen NAT von -16°C auf unter 30°C zu drücken. Das steiger die Effizienz und somit die Jahresarbeitszahl der Wärmepumpe weiter. 1K verbessern die Effizienz um ca. 2,5%. 5K Unterschied bei Vorlauftemperatur steigern die Effizienz um über 10% und die Jahresarbeitszahl um 0,2. Bei einer Kontrollierte-Wohnraumlüftung mit Luftungsrohren in der Betondecke hat die BKA einen schönen Nebeneffekt: im Winter wird die Zuluft vorgwärmt und im Sommer vorgekühlt. Was will man mehr?
Die Kosten für die BKA sind aus meiner Sicht sind bezogen auf Effiizienz- und Komfortgewinne marginal, wenn man diese mit anderen Investitionen ins Haus vergleicht, wie z.B. schönere Fliesen. Diese liegen eh nach Eigenleistung sowie der Flexibilität und Innovationsbereitschaft des HBs bei 1.000-3000€.
Grüsse Nika
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