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ᐅ Haus aus den Achzigerjahren - Groschengrab?


Erstellt am: 20.08.17 12:02

K
Katharina82
21.08.17 12:45
Unser Fahrplan sieht so aus:
Das 80er-Haus betreffend:
- Makler kontaktieren, noch mal nach Energieausweis fragen, Preisvorstellungen angleichen
- falls wir auf einen Nenner kommen: Bausachverständigen beauftragen

Hauskauf:
- Angebote vergleichen; weitere Häuser ansehen
- sich über Freunde/Kollegen umhören, die in der Gegend wohnen; einige haben sich schon angeboten, uns Bescheid zu geben, falls sie was hören.

Neubau:
- Angebote einholen und vergleichen
- Meinungen einholen, bei Freunden/Kollegen, die in den letzten Jahren hier ein Haus gebaut haben.

Allgemein:
Meinungen und Erfahrungen erfragen und sich weiter einlesen.
Y
ypg
21.08.17 13:14
Ich habe ein 78er REH verkauft: in vielen Dingen gleicht sich das Haus, so hatte es zum Bsp auch ein Asbestdach und als Verkleidung etwas Schiefer und verdeckte Regenrinnen. Das Dach war allerdings dicht und kann somit noch 30 Jahre halten.
Auch Elektrik und Wasserrohre muss man jetzt nicht schlechter reden, als sie sind. Das Haus ist 37 Jahre alt und nicht 73

Aber Du schreibst von Feuchtigkeit, das würde mich abschrecken.

Ältere Häuser haben ihren eigenen Charme - dazu gehören auch 70er und 80er Häuser. Man kann Bäder renovieren und die Küche mit Farbe aufpäppeln. Man kann gut mit alten Fliesen leben, das Design kommt eh irgendwie ähnlich wieder, außerdem ist das oft eine Individualität, die ins Haus passt und es zu dem macht, dass man sich gleich wohl fühlt.
Auch im Garten kann man sich gut austoben: hie und da was Wucherndes raus, dort wieder etwas Neues.... Alt und neu (modern) harmoniert ganz gut [emoji4]
Nur sollte die Substanz stimmen, insofern die zweite Begehung immer mit nem Fachmann machen.

Und man sollte das Haus zu seinem Hobby machen: es gibt immer irgendwas zu tun, zum einen was muss, zum anderen was man will.

Ein Neubau wird viel teurer, da man alles zur gleichen Zeit "muss", in einer Gebrauchtimmo kann man peu a peu...


Gruß, Yvonne
K
Katharina82
21.08.17 13:41
Hallo Yvonne,
danke für deinen Beitrag!
ypg schrieb:
Ich habe ein 78er REH verkauft: in vielen Dingen gleicht sich das Haus, so hatte es zum Bsp auch ein Asbestdach und als Verkleidung etwas Schiefer und verdeckte Regenrinnen. Das Dach war allerdings dicht und kann somit noch 30 Jahre halten.

Das Dach ist soweit auch noch dicht, allerdings konnte man an den Rahmen der Dachfenster sehen, dass es mal undicht war und geflickt wurde. Allerdings schien der Schaden nicht allzu groß zu sein.

Auch Elektrik und Wasserrohre muss man jetzt nicht schlechter reden, als sie sind. Das Haus ist 37 Jahre alt und nicht 73
ypg schrieb:

Aber Du schreibst von Feuchtigkeit, das würde mich abschrecken.
Es gab mal einen Feuchtigkeitsschaden, laut Eigentümerin war das ein Hagelschaden und das Wasser ist an der Hauswand heruntergelaufen. Der Schaden wurde behoben und jetzt sind die Wände wieder trocken.
Es riecht im Keller auch nicht muffig und wir hatten uns ein Messgerät ausgeliehen. (Das wäre dann trotzdem noch einmal etwas für den Bausachverständigen.)
Die betroffene Wohnzimmerwand kann man jedoch nicht ansehen, weil da noch ein riesiger Schrank steht.
Das finde ich, ehrlich gesagt, ungünstig. In vielen Räumen stehen noch große Schränke an der Wand.
Die Eigentümerin ist Rentnerin und schon in eine Wohnung gezogen, die zentraler ist, hat aber noch sehr viel Möbel und sonstigen Kram im Haus.
ypg schrieb:

Ältere Häuser haben ihren eigenen Charme - dazu gehören auch 70er und 80er Häuser. Man kann Bäder renovieren und die Küche mit Farbe aufpäppeln. Man kann gut mit alten Fliesen leben, das Design kommt eh irgendwie ähnlich wieder, außerdem ist das oft eine Individualität, die ins Haus passt und es zu dem macht, dass man sich gleich wohl fühlt.


Und man sollte das Haus zu seinem Hobby machen: es gibt immer irgendwas zu tun, zum einen was muss, zum anderen was man will.
Genauso, wie du das beschreibst, geht es uns auch mit dem Haus.
Die Platten auf der Terrasse, das Garagentor, der Garten, die Wände, usw., das würde uns Spaß machen, das alles selbst zu gestalten.
J
Joedreck
21.08.17 14:00
Peu a peu ist natürlich reizvoll, aber im ernst: was macht man wirklich wenn man erst mal drinnen wohnt? Ich würde mir keine Dauerbaustelle antun.
Man hat immer Schmutz und aufgaben vor den Augen.
Ich rede die Elektrik und Wasser nicht schlecht. Ich gebe es nur zu Bedenken. Manche Dinge (Wasser) kann man im Zuge der Bäder durchaus gleich mitmachen, sofern es nicht einen vernünftigen stand hat.
Elektrik ist dann auch zu prüfen. Die macht man wirklich NIE wenn man drin wohnt.
Das Dach wäre bei mir tatsächlich aber der Hauptpunkt.

Ich würde die zweite Besichtigung direkt mit dem Sachverständigen machen.
Und im Anschluss eine E-Mail mit sinngemäß:

Sehr geehrter Herr x,

auf Grund des Sanierungstaus in den Gewerken.... Halten wir ein Angebot in Höhe von xxx€ für fair und Marktgerecht.
Mit freundlichen Grüßen

Dann wird man sich entweder einig, oder eben auch nicht. Wenn nicht, weiter umschauen. Ich kenn es wenn man sich verguckt hat
K
Katharina82
21.08.17 14:13
Joedreck schrieb:
Peu a peu ist natürlich reizvoll, aber im ernst: was macht man wirklich wenn man erst mal drinnen wohnt? Ich würde mir keine Dauerbaustelle antun.
Also das Bad, das Dach, die Böden und Wände sollten schon vor dem Einzug gemacht werden. Falls nötig, auch die Elektrik, die Rohre, Fenster und die Fußbodenheizung.
Was man später noch machen kann, wäre die Gartengestaltung, der Vorgarten, die Einfahrt, das Garagentor und die Türen zu streichen.

Würdest du dann eher schon jetzt einen Sachverständigen anheuern und dann in die Preisverhandlungen gehen oder erst einmal fragen, ob überhaupt noch etwas am Preis zu machen ist?
Wenn der Makler das nämlich ablehnt, wäre uns das zu teuer.
J
Joedreck
21.08.17 15:15
Du kannst natürlich auch so schon die preisverhandlung starten. Läufst aber Gefahr, dass er versucht deine Argumente schlecht zu reden, da du ja nicht vom Fach bist. Solche Dinge merken die schnell.

Ja klar Garten ist natürlich völlig unproblematisch später zu erledigen.
Badezimmer, Dach, Böden und Wände schätze ich aus dem Bauch heraus mit mindestens 50000€. Eher 60000€. Besonders das Dach mit Entsorgung und Dämmung haut da rein.
Elektrik dann 10-15, Rohre puh schwer zu sagen... Je nach Aufwand.
Fenster sind schwer zu beziffern, aber wenn die Rahmen in Ordnung sind, können auch nur die Gläser getauscht werden.
Wenn die Fußbodenheizung gemacht werden muss, kommt der Estrich komplett raus und alles einmal neu. Dann ist eh vorbei.
Allerdings reicht oft eine Fachgerechte Spülung und eine Systemtrennung bei Kunststoffrohren, sodass diese selbst nicht angefasst werden muss.

Bei einigen Dingen wird argumentiert werden mit "ist doch noch gut". Ja stimmt... Jetzt mit Stand von 1980.

In meiner Region könnte ich aus dem Bauch heraus einen realistischen Preis sagen. Ich kenne bei euch den Markt allerdings nicht.
Oft bzw fast immer wird im Bestand die Lage und das Grundstück bezahlt.
Insgesamt bist du aber in der starken Position, weil du natürlich gern kaufen möchtest aber überhaupt nicht musst.

Habe ich was bezüglich einer Fassadendämmung gelesen und vergessen?
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