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ᐅ Grundwasser-Wärmepumpe - Nachteile?


Erstellt am: 26.05.2018 09:56

Lückenfüller 26.05.2018 09:56
Unser 4-Parteien-Haus (390qm) sucht noch nach der passenden Heizungsart, um den KfW55-Zwang der Stadt zu befriedigen.

Daher eine Frage zu der Möglichkeit der Grundwasser-Wärmepumpe:

Wir wissen bereits, dass hiermit wahrscheinlich eine hohe Effektivität (Jahresarbeitszahl>4) zu erzielen wäre, sodass der Mehrpreis gegenüber Gas+Solarthermie, bzw. der Luftwasserwärmepumpe bei unserer Heizlast schnell wieder eingespielt wären (ca. 10-16 Jahre).
Doch welche Nachteile gibt es hier ,die wir vielleicht noch nicht kennen? Ist die Grundwasser-Wärmepumpe wartungsintensiv(er)?



(Zu den Rahmenbedingungen, falls diese interessieren:

Es ist laut Bodengutachter wahrscheinlich, dass eine Grundwasser-Wärmepumpe möglich sei (300m entfernt wurde eine solche erfolgreich installiert). Um zu schauen, ob es klappt, müsste jedoch zunächst eine Bohrung auf 20m getrieben werden, um hier die Zusammensetzung des Bodens und des Wassers endgültig klar zu haben. Diese Bohrung würde dann später der Schluckbrunnen.

Kostenpunkt 1.Bohrung inkl. allem: 3500€, Gesamtkosten Bohrung und Pumpe am Ende: 16500€. Wir würden also den ersten Betrag auf Risiko investieren, bei der Möglichkeit, dass wir das System gar nicht installieren können und wir dann "nur" einen teuren Brauchwasserbrunnen hätten. Darum die Nachfrage hier.)

Alex85 26.05.2018 10:57
Ja das ist das Risiko. Plus die Genehmigungsfähigkeit. Aber wenn es klappt, ist das meiner Ansicht nach eines der besten Heizungssysteme.

ruppsn 26.05.2018 11:09
Wenn alles passt, warum nicht. Mir wäre das zu riskant, da zu viele Faktoren passen müssten. Mineralität des Wasser, Bodenbeschaffenheit, Fließgeschwindigkeit, wasserrechtliche Genehmigung. Auf die Aussage, dass sich 300m entfernt eine realisieren ließe, würde ich nicht so viel geben. Das ist vermutlich ähnlich wie den Bodengutachten. Stetig verhält sich da in der Geologie recht wenig. Bin da aber auch ein gebranntes Kind. Nachbarn direkt neben uns (ca 10m) kein Fels, null Wasser in der Baugrube. Bei uns läuft die voll, so dass wir eine Wasserhaltung brauchen. Nachbar kommt ohne Bodenaustausch aus, wir haben Lehm und Fels. Wäre mir zu viel Wundertüte. Aber wenn es klappt, wäre es eine gute Form der Energiegewinnung.

toxicmolotof 26.05.2018 12:32
Was spricht denn gegen eine Sole-Wasser-Wärmepumpe? Damit schenkst du dir die komplette Wasserqualitätsproblematik und das offene System, welches nun mal bei Wasser-Wasser-Wärmepumpe der Fall ist?

Im Gegenzug brauchst du vermutlich mehr Bohrmeter, bekommst aber ein geschlossenes System.

Zumindest dürfte das im Notfall eine adäquate Alternative sein.

Lückenfüller 26.05.2018 13:03
Es ist ein Grundwasserschutzgebiet 3, die untere Umweltbehörde hat jedoch explizit auf die Möglichkeit einer solchen Wärmepumpe hingewiesen. Sole-Wärmepumpe ist aufgrund dessen allerdings raus.

Wisst Ihr etwas über die Wartungsintensität (ggf. im Vergleich zu anderen Systemen)?

Joedreck 26.05.2018 14:37
Das kann pauschal keiner sagen. Wichtig wäre erst mal die wasseranalyse, damit das richtig geplant werden kann.
wärmepumpebohrunggrundwassersole