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ᐅ Grundstückskauf im Bieterverfahren - Was ist finaler Preis?


Erstellt am: 05.10.20 06:43

mrcl19805.10.20 06:43
Guten Tag,

Bei uns hat sich nun folgender Sachverhalt ergeben:

Gemeinde X bietet ein Grundstück im Bieterverfahren an. Das Mindestgebot ist dabei vorgegeben.
Im Internet findet man lediglich lauter Vor- und Nachteile für den Verkäufer. Für den Käufer sind die Suchergebnisse aber rar.

Meine Frage ist: Wie genau läuft so ein Bieterverfahren ab? Wenn ich mein Höchtgebot abgebe wird das zum Schluss - für den fall, dass ich den Zuschlag bekomme auch berücksichtigt? Oder läuft das ganze wie bei ebay ab, dass ich mein Höchstgebot abgebe und dadurch das niedrigere Gebot + 1000 Euro zum Ansatz kommen wird? In der Ausschreibung des Grundstücks ist dazu auch nichts zu finden.

Meine bedenken sind, dass ich zum Schluss für den fall des Zuschlags deutlich zu viel für das Grundstück ausgeben werde, da ich keine Ahnung habe wie die Nachfrage sein wird. Aktuell kalkulieren wir +10% lt. BORIS Hessen. Es handelt sich um ein großes Grundstück mit einem Recht hohen Mindestgebot, was einer seits dafür spricht, dass die Nachfrage nicht hoch sein wird, andererseits kenne ich den Immobilienmarkt in meiner Region und weiß, was hier für verrückte Sachen passieren. Damit stehe ich sicherlich nicht alleine.

Hat da jemand von euch Erfahrung mit gemacht?
Danke und liebe Grüße.
Golfi9005.10.20 07:05
Du bezahlst das, was du bietest soweit ich weiß.
So war es zumindest bei Bekannten von uns.
nordanney05.10.20 07:06
mrcl198 schrieb:

Wie genau läuft so ein Bieterverfahren ab?
Ganz einfach. Gebot abgeben und hoffen, dass es das höchste Gebot ist. Punkt aus. Vielleicht gibt es noch eine Klausel, dass eine Nachbesserung des Angebots möglich ist. Hast also einen Schuss.
mrcl198 schrieb:

Meine bedenken sind, dass ich zum Schluss für den fall des Zuschlags deutlich zu viel für das Grundstück ausgeben werde, da ich keine Ahnung habe wie die Nachfrage sein wird.
Das kann passieren.
mrcl198 schrieb:

Es handelt sich um ein großes Grundstück mit einem Recht hohen Mindestgebot, was einer seits dafür spricht, dass die Nachfrage nicht hoch sein wird
Warum glaubst Du das?
mrcl198 schrieb:

Aktuell kalkulieren wir +10% lt. BORIS Hessen.
Ist ja nicht viel. Bodenrichtwert ist vergangenheitsbezogen. In Zeiten steigender Preise nur selten aussagekräftig in nachgefragten Regionen.
cschiko05.10.20 07:09
Also bezahlen werden wirst du dein Höchstgebot, so du das Bieterverfahren gewinnst. Also nicht die ebay-Variante, sondern wenn du 500.000€ bietest und der nächste nur 400.000€, dann ist es eben so das du 500.000€ zahlen müsstest.

Ob nun +10% auf den BRW reicht, das ist schwer zu sagen. Es wird lagen geben, da reicht dies aus, es gibt aber genauso Gebiete da hinkt der BRW derartig hinterher das du eher 30-40% oder sogar noch mehr zahlen musst. Bei der Größe des Grundstück kommt es dann auch darauf an, ob man dies ggf. aufteilen kann etc... Da bräuchte man mehr Informationen!
Joedreck05.10.20 07:30
Biete einfach das, was du bereit und im stande bist zu zahlen. Wenn es dann reicht, super, wenn nicht, auch super.
Man muss ja nicht unbedingt was kaufen. Und ebenso war dein Höchstgebot dann halt dein Preis. Zu viel bezahlt hast du nur, wenn es teurer ist als du bereit bist zu zahlen.
kati133705.10.20 07:32
In unserer Region passieren auch so verrückte Sachen auf dem Immobilien-Markt aktuell, und ich glaube da würdest du mit 10% über Bodenrichtwert nicht weit kommen.
grundstückbieterverfahrenmindestgebotbodenrichtwertbrw