Hallo zusammen,
wir haben kürzlich von einer kleinen Gemeinde im näheren Münchner Umland (< 50 Kilometer) ein bezahlbares Baugrundstück (ca. 500 Euro/m², voll erschlossen) in einer typischen Wohnbausiedlung angeboten bekommen. Die Lage ist für uns sehr passend (30-40 Minuten per Zug oder per Auto in die Münchener Innenstadt). Die Infrastruktur am Ort passt auch (Einkaufsmöglichkeiten, Schulen, Ärzte, Autobahnanschluss).
Der Haken - wenn man das so sagen will - ist, dass das Grundstück an einem steilen Hang liegt. Wir hatten kein Hanggrundstück gesucht, daher ist es jetzt nicht die Liebe auf den ersten Blick, allerdings ist es uns durchaus bewusst, dass ein Angebot im Münchner Umland schon glücklich ist. Ein anderes Angebot hatten wir bisher noch nicht (dafür einige Absagen bei diversen Ansiedlungsmodellen und es werden vermutlich noch mehrere folgen), sind aber erst ein halbes Jahr auf der Suche (und damit mit vielen Überlegungen eher am Anfang).
Das Grundstück bekommen wir knapp auf Eigenkapital hin. Das Haus müsste dann komplett finanziert werden. Ein Architekt, der in den letzten Jahren dort zwei Häuser gebaut hat, meinte beim ersten kurzen Telefonat, dass man bei der aktuellen Marktlage für ein Einfamilienhaus (UG + I) mit Garage und Einliegerwohnung (so wurde auf den anderen Grundstücken meistens gebaut) etwa 800.000 Euro grob einplanen müsste. Das hat uns nun ziemlich geschockt (dort wohnen normale Arbeiter - keine Ärzte oder Anwälte), weil wir nicht mit einer derartigen Summe gerechnet hatten. Außerdem ist für uns eine so hohe Kreditsumme trotz eines überdurchschnittlichen Nettoeinkommens auf Dauer nicht vorstellbar.
Wir wollten nun mal vor Ort die Nachbarn befragen (da es dort bereits einige bebaute Hanggrundstücke gibt). Nun ist allerdings Urlaubszeit und viele der Anwohner sind scheinbar in die Ferien gefahren. Wir versuchen dennoch Erfahrungswerte zu bekommen und andere Architekten ausfindig zu machen, die dort gebaut haben und eine Erstberatung anbieten würden. Bestimmt kommt man dann ein noch besseres Bild, was auf uns zukommen würde.
Nachdem wir in einer Wohnung von Verwandten günstig wohnen, wäre es auch kein größeres Problem, noch 1-2 Jahre mit dem Bau zu warten. Wir „philosophieren“ v.a. über die Fragen a) wird ein besseres Baugrundstück (ohne Hang, dadurch auch geringerer Aufwand und geringere Baukosten - oder ist Hangbebauung gar nicht so schlecht) nachkommen und b) werden sinkende Rohstoffpreise die Baukosten irgendwann wieder etwas erträglicher machen?
Wie sind eure Erfahrungen? Was würdet ihr uns raten?
Danke im Voraus… Freuen uns über alle Meinungen.
wir haben kürzlich von einer kleinen Gemeinde im näheren Münchner Umland (< 50 Kilometer) ein bezahlbares Baugrundstück (ca. 500 Euro/m², voll erschlossen) in einer typischen Wohnbausiedlung angeboten bekommen. Die Lage ist für uns sehr passend (30-40 Minuten per Zug oder per Auto in die Münchener Innenstadt). Die Infrastruktur am Ort passt auch (Einkaufsmöglichkeiten, Schulen, Ärzte, Autobahnanschluss).
Der Haken - wenn man das so sagen will - ist, dass das Grundstück an einem steilen Hang liegt. Wir hatten kein Hanggrundstück gesucht, daher ist es jetzt nicht die Liebe auf den ersten Blick, allerdings ist es uns durchaus bewusst, dass ein Angebot im Münchner Umland schon glücklich ist. Ein anderes Angebot hatten wir bisher noch nicht (dafür einige Absagen bei diversen Ansiedlungsmodellen und es werden vermutlich noch mehrere folgen), sind aber erst ein halbes Jahr auf der Suche (und damit mit vielen Überlegungen eher am Anfang).
Das Grundstück bekommen wir knapp auf Eigenkapital hin. Das Haus müsste dann komplett finanziert werden. Ein Architekt, der in den letzten Jahren dort zwei Häuser gebaut hat, meinte beim ersten kurzen Telefonat, dass man bei der aktuellen Marktlage für ein Einfamilienhaus (UG + I) mit Garage und Einliegerwohnung (so wurde auf den anderen Grundstücken meistens gebaut) etwa 800.000 Euro grob einplanen müsste. Das hat uns nun ziemlich geschockt (dort wohnen normale Arbeiter - keine Ärzte oder Anwälte), weil wir nicht mit einer derartigen Summe gerechnet hatten. Außerdem ist für uns eine so hohe Kreditsumme trotz eines überdurchschnittlichen Nettoeinkommens auf Dauer nicht vorstellbar.
Wir wollten nun mal vor Ort die Nachbarn befragen (da es dort bereits einige bebaute Hanggrundstücke gibt). Nun ist allerdings Urlaubszeit und viele der Anwohner sind scheinbar in die Ferien gefahren. Wir versuchen dennoch Erfahrungswerte zu bekommen und andere Architekten ausfindig zu machen, die dort gebaut haben und eine Erstberatung anbieten würden. Bestimmt kommt man dann ein noch besseres Bild, was auf uns zukommen würde.
Nachdem wir in einer Wohnung von Verwandten günstig wohnen, wäre es auch kein größeres Problem, noch 1-2 Jahre mit dem Bau zu warten. Wir „philosophieren“ v.a. über die Fragen a) wird ein besseres Baugrundstück (ohne Hang, dadurch auch geringerer Aufwand und geringere Baukosten - oder ist Hangbebauung gar nicht so schlecht) nachkommen und b) werden sinkende Rohstoffpreise die Baukosten irgendwann wieder etwas erträglicher machen?
Wie sind eure Erfahrungen? Was würdet ihr uns raten?
Danke im Voraus… Freuen uns über alle Meinungen.
Hm, finde den Unterschied/ Fehler…
Aus Beitrag #1
ssv1573 schrieb:
hat er eine Kaufempfehlung ausgesprochen. Bei normalen Rohstoffpreisen sollte man man für ein solides Haus (UG/EG/DG, Garage und kleine Einliegerwohnung) mit 600.000 Euro hinkommen.
Aus Beitrag #1
ssv1573 schrieb:
Ein Architekt, der in den letzten Jahren dort zwei Häuser gebaut hat, meinte beim ersten kurzen Telefonat, dass man bei der aktuellen Marktlage für ein Einfamilienhaus (UG + I) mit Garage und Einliegerwohnung (so wurde auf den anderen Grundstücken meistens gebaut) etwa 800.000 Euro grob einplanen müsste.
Pinkiponk schrieb:
Wäre es möglich, da das Grundstück so günstig ist und Ihr es aus Eigenkapital finanzieren könnt, erst einmal zu kaufen? Wenn ich es richtig verstand, habt Ihr keine sofortige Bauverpflichtung. Und in spätestens 2-3 Jahren könnt Ihr es dann zum gleichen Preis ohnehin wieder verkaufen (ansonsten würde Spekulationssteuer anfallen), falls Ihr bis dahin etwas Besseres gefunden habt. Ich möchte nur erneut, wie bereits an anderer Stelle, auf die Inflationsrate und die Strafzinsen bei Geldeinlagen hinweisen. Wobei ich denke, dass Bauen zukünftig immer komplizierter und teurer werden wird, aber das ist vielleicht auch nur Pessimismus.
der Weiterverkauf ist immer ausgeschlossen wenn es von der Gemeinde verkauft wird und vermutlich auch wenn es von Privat stammt und die Gemeinde erschlossen hat. Da bleibt nur die Rückgabe zum gleichen Preis und die Nebenkosten muss man selber tragen. Es gibt keine Spekulationssteuer, auch wenn viele es immer wieder behaupten. Man muss den Gewinn als Einkommen versteuern, wenn es vermietet war. Das heißt in deinem Fall doppelt steuerfrei.Grundaus schrieb:
was noch gar nicht diskutiert wurde ist die Einliegerwohnung. Wenn man einen Keller möchte ist ein Hanggrundstück nicht teurer und sogar vorteilhaft weil die Einliegerwohnung mehr Licht bekommt und tlw. nicht in der Erde liegtFür die Einliegerwohnung ist Hang natürlich schöner - die Einliegerwohnung ist für uns aber kein absolutes Muss.
Die Garage bräuchte eh ein entsprechendes Fundament/Untergeschoss (so haben es diverse Nachbarn gebaut) und der Aufpreis bis hin zu einer Einliegerwohnung wäre nicht mehr so dramatisch (laut Architekt) und man könnte noch Einkünfte generieren. Später freut sich sicher eines der Kinder, wenn es dort wohnen kann.
driver55 schrieb:
Hm, finde den Unterschied/ Fehler…
Aus Beitrag #1Ich habe gefragt, wie viel das Haus aktuell wird und wie viel das Haus zu normalen Rohstoffpreisen gekostet hätte (Plan).
Der hat das für mich recht plausibel mündlich aufgezeigt, welche größeren Mehrkosten auf den Bauherrn zukommen.
Hört sich das für Euch unrealistisch an?
hanghaus2000 schrieb:
Die Einschraenkung ist schon etwas bedenklich. Von normalen Rohstoffpreisen sind wir z.Z. weit entfernt.
Ich wuerde mich fuer das Grundstück entscheiden. 18% sind nun nicht so dramatisch. Jedoch wuerden mehr Informationen eventuell genau das Gegenteil sagen. Also ohne mehr Infos kann man hier nichts zu sagen.Deswegen werden wir auch noch mit dem Bau warten (müssen) und hoffen, dass eine Verbesserung vielleicht in einem oder in zwei Jahren eintritt.
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