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ᐅ Glasfaseranschluss wird gelegt - bestehende Mehrsparte nutzen?


Erstellt am: 09.05.2022 16:39

Vrumfondel 09.05.2022 16:39
Hallo zusammen,

unser Dorf wird im Laufe des Jahres mit Glasfaser ausgebaut, und ich stelle mir die Frage wo das Kabel bei uns am besten ins Haus kommt.

Zur Erläuterung: planlinks neben dem Haus läuft direkt die Straße (40 cm Spritzschutzstreifen, eingefasst mit einbetonierten Randstreifen, dann 1 Meter wassergebundene Wegedecke, dann die einspurige Straße). Planunten ist die gepflasterte Einfahrt/Stellplatz.

Laut Auskunft des Glasfaseranbieters soll der Anschluss wie folgt durchgeführt werden:

Sehr häufig werden die Hausanschlüsse im sogenannten Erdverdrängungsverfahren hergestellt, sodass kein Aufgraben notwendig ist. Das bedeutet, dass unterirdisch eine Erdrakete bis ans Haus "geschossen" oder eine Spülbohrung durchgeführt wird, um ein Leerrohr bis an das Haus zu verlegen. Dafür sind lediglich zwei Kopflöcher notwendig: Eines an der Straße, um den Hausanschluss mit der Hauptleitung zu verbinden und eines direkt am Haus. Sollte diese geschlossene Bauweise nicht möglich sein, wird in seltenen Fällen in offener Bauweise gearbeitet. Bei allen Verfahren wird in einer Tiefe von ca. 60cm gearbeitet. In dieses Leerrohr wird dann in einem späteren Arbeitsschritt das Glasfaserkabel eingeblasen.

Keine Sorge! Der Vorgarten oder die gepflasterte Einfahrt werden in den meisten Fällen gar nicht beeinträchtigt. Falls doch, wird alles wieder in den Ursprungszustand versetzt.

Im Keller oder im Erdgeschoss wird ein kleines Loch durch die Hauswand gebohrt, damit das Glasfaserkabel in das Hausinnere gelangen kann. Das Loch wird ordnungsgemäß verdichtet.


Nach ersten Erfahrungsberichten aus den Nachbardörfern läuft es wohl eher so dass die Bauarbeiter überfallartig kommen und dann nie mit Erdraketen arbeiten ;-)

Nun also meine Überlegung:
können/dürfen die Bauarbeiter das noch ungenutzte Element der Mehrspartenhauseinführung nutzen? Da das ja der Standard ist um Medien ins Haus zu bekommen wäre das doch naheliegend oder?
Alternativ ginge natürlich auch direkt von der Straßenseite, planoberhalb des Waschbeckens ins Haus zu bohren - solange die das so zentimetergenau hinbekommen dass sie die Wasserleitungen nicht anbohren :-8
Im HAR wären für uns beide Positionen gleich OK, an/vor der Wand Planunten sind halt Mehrsparte, Wasserzähler, Panzerkasten, Telefonanschluss montiert. Grundsätzlich also noch genug Platz für den Hausübergabepunkt und Netzanschlussgerät - sofern der Glasfaseranbieter da nicht weitergehende Vorgaben hat was den Abstand zu vorgenannten Installationen hat.

Was spricht für, was gegen welche Variante?

Vielen Dank!

2D-Grundriss eines Einfamilienhauses: Erdgeschoss mit Küche, Wohnen-Essen und Terrasse.

tumaa 17.05.2022 15:10
Hänge mich da mal daran , mich interessiert es auch.

DaGoodness 17.05.2022 15:27
Wir haben auch vor kurzem Glasfaser bekommen. Wurde bei uns ebenfalls in die noch freie Mehrsparte gezogen. So musste nur bis kurz vorm Haus der Boden aufgemacht und das Leerrohr der Mehrsparte gesucht werden. Dann wurde das Kabel einfach durchgeschoben. Ist doch besser als wenn extra noch irgendwo wieder durch eine Außenwand gebohrt werden muss.

11ant 17.05.2022 20:30
Vrumfondel schrieb:

unser Dorf wird im Laufe des Jahres mit Glasfaser ausgebaut,
Wir sind am Sonntag durch ein Dorf spaziert, wo man den Eindruck haben könnte, "Glasfaser" wäre eine Partei und bald Landtagswahl ;-)
Vrumfondel schrieb:

können/dürfen die Bauarbeiter das noch ungenutzte Element der Mehrspartenhauseinführung nutzen?
Das Glasfaserkabel ist ein Lichtwellenleiter. Das wird nicht warm und hat keine elektromagnetische Wechselwirkung mit Fernseh- oder Telefonkabeln aus Kupfer oder ebenfalls Glasfaser. Ich sehe daher keinen Hinderungsgrund gegen eine unmittelbar benachbarte Hauseinführung im selben Spartenkanal.

Chris2511 18.05.2022 07:37
Moin, ich hab im Neubau nur Glasfaser. Telekom hab ich mir gar nicht erst rein legen lassen.
Ist auch im Mehrsparten drin.

guckuck2 18.05.2022 10:24
Mehrsparteneinführungen sind relativ neumodischer Kram. Wenn ich als Glas-Nachrüster eine Handreichung an Hauseigentümer formuliere, kann es schon sein, dass dieser Variante keine Aufmerksamkeit geschenkt wird, da zu selten. Was aber nicht heißen muss, dass sie dievorhandene Mehrsparten-Hauseinführung überhaupt nicht nutzen wollen.

Ich würde das einfach mal mit dem Versorger absprechen. Sofern noch ne Sparte frei ist, sollte das die logische Lösung sein. Ohne Bagger wird das aber nix, sofern die Position der freien Sparte nicht genaustens bekannt ist.
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