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ᐅ Gedämmter Altbau von 1921: Von Gasheizung umrüsten

Erstellt am: 08.03.22 11:44
W
Winniefred
Hallo liebes Forum.

Uns treibt schon länger die Frage um, was wir perspektivisch mit unserer Heizung machen sollen. Natürlich habe ich schon vieles gelesen, aber so richtig schlüssig sind wir noch nicht.

- Das Haus ist ein gut gedämmter Altbau von 1921, ein REH. Aktuell wird ausschließlich mit Gas geheizt, der Kessel ist von 2010 und wird jährlich gewartet und läuft einwandfrei.
- Es ist ein zweizügiger Kamin vorhanden, ein Zug ist mit der Gasheizung belegt, der andere ist frei.
- Wir verheizen derzeit knapp 11.000KWh im Jahr, Stromverbraucht liegt bei knapp 2200kwh/a.
- Unser Dach ist ein Walmdach, das nach Osten, Süden und Westen ausgerichtet ist und keinerlei Verschattung hat. Es knallt auf gut Deutsch den ganzen Tag die Sonne drauf.
- Das Haus ist vollunterkellert und wir haben ziemlich viel Platz im Keller, der etwa eine Grundfläche von ca. 40m2 hat. Es ist ein Gewölbekeller, in dem man locker stehen kann. Leicht feucht, entsprechend dem Baujahr.
- Wir haben nirgends Fußbodenheizung. Wir haben moderne Heizkörper, teilweise erst 2017 installiert. Das Haus hat Holzständerwerk, ist gemauert, das Dach ist sehr gut gedämmt (2017), Fassade wurde 1993 gut gedämmt, wir haben Holzbalkendecken mit Schlacke verfüllt. Fenster sind fast alle sehr gut isoliert aus 2017, nur 3 noch doppelt verglast von 1993.

Wir möchten gerne ohne fossile Brennstoffe heizen. Aktuell würde mir wohl eine Pelletheizung+Solarthermie gefallen.

Hat noch jemand Ideen?
HausiKlausi11.03.22 11:23
Oftmals sind die Heizungen von den Firmen so konfiguriert, dass der Kunde nicht rumweint wegen zu kalter Räume. Heißt also: In der Regel laufen die völlig überdimensioniert und damit ineffektiv.

Das Ziel (deshalb auch die Heizlastberechnung) ist, dass man theoretisch ohne Ventile (also alles auf "5") die jeweilig gewünschte Raumtemperatur erreicht. Dann fährt man die ideale Vorlauftemperatur und schont noch dazu die Heizung, weil man zu häufige Taktungen vermeidet. Für den Anfang kannst du erstmal testweise die Heizkurve in 0.1er Schritten absenken und schauen, ob es ausreicht (letzte Anzeige im Display). Wir fahren aktuell nach einiger Optimierung mit 0.8 Da kannst du nichts kaputt machen. Wenn es zu kalt ist, wieder zu den alten Werten zurückkehren.(Und mal die Vorlauftemperatur bei 0 Grad AT ablesen. Dann hat man einen vergleichbare Anhaltspunkt).
Winniefred11.03.22 15:12
HausiKlausi schrieb:

Oftmals sind die Heizungen von den Firmen so konfiguriert, dass der Kunde nicht rumweint wegen zu kalter Räume. Heißt also: In der Regel laufen die völlig überdimensioniert und damit ineffektiv.

Das Ziel (deshalb auch die Heizlastberechnung) ist, dass man theoretisch ohne Ventile (also alles auf "5") die jeweilig gewünschte Raumtemperatur erreicht. Dann fährt man die ideale Vorlauftemperatur und schont noch dazu die Heizung, weil man zu häufige Taktungen vermeidet. Für den Anfang kannst du erstmal testweise die Heizkurve in 0.1er Schritten absenken und schauen, ob es ausreicht (letzte Anzeige im Display). Wir fahren aktuell nach einiger Optimierung mit 0.8 Da kannst du nichts kaputt machen. Wenn es zu kalt ist, wieder zu den alten Werten zurückkehren.(Und mal die Vorlauftemperatur bei 0 Grad AT ablesen. Dann hat man einen vergleichbare Anhaltspunkt).

Ok. ich muss gestehen, davon habe ich jetzt nur die Hälfte verstanden. Ich geb das mal an meine bessere Hälfte weiter.

Ich habe im Übrigen heute mal unseren Gasvebrauch seit Einzug (5 Jahre) gemittelt und komme auf durchschnittlich jährlich 10140 kWh.
vorlauftemperatur