Hallo liebes Forum.
Uns treibt schon länger die Frage um, was wir perspektivisch mit unserer Heizung machen sollen. Natürlich habe ich schon vieles gelesen, aber so richtig schlüssig sind wir noch nicht.
- Das Haus ist ein gut gedämmter Altbau von 1921, ein REH. Aktuell wird ausschließlich mit Gas geheizt, der Kessel ist von 2010 und wird jährlich gewartet und läuft einwandfrei.
- Es ist ein zweizügiger Kamin vorhanden, ein Zug ist mit der Gasheizung belegt, der andere ist frei.
- Wir verheizen derzeit knapp 11.000KWh im Jahr, Stromverbraucht liegt bei knapp 2200kwh/a.
- Unser Dach ist ein Walmdach, das nach Osten, Süden und Westen ausgerichtet ist und keinerlei Verschattung hat. Es knallt auf gut Deutsch den ganzen Tag die Sonne drauf.
- Das Haus ist vollunterkellert und wir haben ziemlich viel Platz im Keller, der etwa eine Grundfläche von ca. 40m2 hat. Es ist ein Gewölbekeller, in dem man locker stehen kann. Leicht feucht, entsprechend dem Baujahr.
- Wir haben nirgends Fußbodenheizung. Wir haben moderne Heizkörper, teilweise erst 2017 installiert. Das Haus hat Holzständerwerk, ist gemauert, das Dach ist sehr gut gedämmt (2017), Fassade wurde 1993 gut gedämmt, wir haben Holzbalkendecken mit Schlacke verfüllt. Fenster sind fast alle sehr gut isoliert aus 2017, nur 3 noch doppelt verglast von 1993.
Wir möchten gerne ohne fossile Brennstoffe heizen. Aktuell würde mir wohl eine Pelletheizung+Solarthermie gefallen.
Hat noch jemand Ideen?
Uns treibt schon länger die Frage um, was wir perspektivisch mit unserer Heizung machen sollen. Natürlich habe ich schon vieles gelesen, aber so richtig schlüssig sind wir noch nicht.
- Das Haus ist ein gut gedämmter Altbau von 1921, ein REH. Aktuell wird ausschließlich mit Gas geheizt, der Kessel ist von 2010 und wird jährlich gewartet und läuft einwandfrei.
- Es ist ein zweizügiger Kamin vorhanden, ein Zug ist mit der Gasheizung belegt, der andere ist frei.
- Wir verheizen derzeit knapp 11.000KWh im Jahr, Stromverbraucht liegt bei knapp 2200kwh/a.
- Unser Dach ist ein Walmdach, das nach Osten, Süden und Westen ausgerichtet ist und keinerlei Verschattung hat. Es knallt auf gut Deutsch den ganzen Tag die Sonne drauf.
- Das Haus ist vollunterkellert und wir haben ziemlich viel Platz im Keller, der etwa eine Grundfläche von ca. 40m2 hat. Es ist ein Gewölbekeller, in dem man locker stehen kann. Leicht feucht, entsprechend dem Baujahr.
- Wir haben nirgends Fußbodenheizung. Wir haben moderne Heizkörper, teilweise erst 2017 installiert. Das Haus hat Holzständerwerk, ist gemauert, das Dach ist sehr gut gedämmt (2017), Fassade wurde 1993 gut gedämmt, wir haben Holzbalkendecken mit Schlacke verfüllt. Fenster sind fast alle sehr gut isoliert aus 2017, nur 3 noch doppelt verglast von 1993.
Wir möchten gerne ohne fossile Brennstoffe heizen. Aktuell würde mir wohl eine Pelletheizung+Solarthermie gefallen.
Hat noch jemand Ideen?
Benutzer200 schrieb:
Sieht bei der Wärmepumpe auch nicht anders aus. Brauchst ja nur Warmwasser. Das kostet bei mir mit der Wärmepumpe ca. 8 Cent am Tag.Du machst also für 2,92 € Warmwasser im Jahr. Respekt. 😀@TE: wenn’s schon an den 300 € (200 €) scheitert, bzw. die nicht ausgeben willst, kannst das Projekt begraben.
1993 und gut gedämmt passen für mich nicht wirklich zusammen.
Wie ist der Wandaufbau genau?
Heizlastberechnung und Vorlauftemperatur feststellen sind die ersten Schritte…
Interessant wären auch noch die qm und die beheizten qm sowie Raumtemperaturen…
B
Benutzer20009.03.22 08:38driver55 schrieb:
Du machst also für 2,92 € Warmwasser im Jahr. Respekt. 😀nee. Sind tatsächlich 29,20€ 😉 Dank Photovoltaik funktioniert das. 1x täglich Warmwasser-Bereitung mit +/- 1kWh
Also mit 75° Vorlauf hat sich ne Wärmepumpe. Man sollte <40° bei 0° AT anstreben. Und generell: An sich sind Flächenheizungen effektiver: Deckenheizung, Wandheizung oder Fußbodenheizung. Da das beim Altbau nicht geht ohne alle aufzureisen kann man Typ 33 Heizkörper nehmen die auch eine größere Abgabefläche als Typ 22 z.B. haben. Damit kann man die Vorlauftemperatur runterbringen, was Kosten spart. Ich bin da auch erst am einlesen deswegen kann ich dir mit deiner konkreten Heizung nicht so leicht helfen. Der erste Schritt wäre die Vorlauftemperatur/die Heizkurve runterzustellen. Das bringt auch bei der Gasheizung Effizienz. Dann sieht man auch ob die Dämmung für eine Wärmepumpe genügt und man mit der Vorlauf Temp weit genug runterkommt. Geht halt nur wenns kalt ist.
Bei euerm geringen Gasverbrauch sollte das aber eigentlich gehen.
Nur am Rande: 11.000kwh Verbrauch. Da muss man noch den Wirkungsgrad der Gasheizung abziehen. Sagen wir mal 10.000 für eine Runde Zahl. Diese Wärmemenge muss man mit der Wärmepumpe erzeugen. Aus einer kwh Strom macht eine Wärmepumpe aber mehr als eine kwh Wärme. Das gibt der COP an. Bei Neubauten strebt man 4 oder besser an. Mit Heizkörpern ist man eher bei 3. Also 10.000kwh/3=3333kwh Strom. Je nach Strompreis also rund 1000€/a an Strom zum Heizen. Und der COP hängt von der Vorlauftemperatur ab, daher ist der so wichtig. Damit kannst du ja im Kopf mal grob Vergleichsrechnungen machen. Manchmal ist der Wirkungsgrad der alten Heizung auch nur 70%, das müssen aber Profis checken. Da würde sich dann auch die benötigte Wärmemenge reduzieren.
Nur am Rande: 11.000kwh Verbrauch. Da muss man noch den Wirkungsgrad der Gasheizung abziehen. Sagen wir mal 10.000 für eine Runde Zahl. Diese Wärmemenge muss man mit der Wärmepumpe erzeugen. Aus einer kwh Strom macht eine Wärmepumpe aber mehr als eine kwh Wärme. Das gibt der COP an. Bei Neubauten strebt man 4 oder besser an. Mit Heizkörpern ist man eher bei 3. Also 10.000kwh/3=3333kwh Strom. Je nach Strompreis also rund 1000€/a an Strom zum Heizen. Und der COP hängt von der Vorlauftemperatur ab, daher ist der so wichtig. Damit kannst du ja im Kopf mal grob Vergleichsrechnungen machen. Manchmal ist der Wirkungsgrad der alten Heizung auch nur 70%, das müssen aber Profis checken. Da würde sich dann auch die benötigte Wärmemenge reduzieren.
Also ich halte fest:
1. Heizlastberechnung beim Ing
2. Vorlauftemperatur. mal beim Sanitär ansprechen
Wir haben für 100m2 Haus (100m2 davon sind beheizt und im Keller haben wir nochmal knapp 40m2, die unbeheizt sind aber beheizt werden könnten), REH d.h. an 3 Seiten ohne Nachbar, die genannten knapp 11.000KWH Gasverbrauch und knapp 2200kwh Stromverbrauch - das sind gute Werte, selbst wenn die Vorlauftemperatur zu hoch eingestellt sein sollte. Wir haben im EG 20°, im 1. OG etwa 21° in den Kinderzimmer und dort im Bad ca 22°, im DG (wo nur unser Schlafzimmer ist) etwa 18° im Winter, wobei wir hierfür nahezu gar nicht heizen. Wir haben da oben nur 2 der 3 Heizkörper in Betrieb und die stehen auf der 1. Wir müssen noch den EG-Boden dämmen, da schlummert noch Potential. Die Kellerdecke ist eine Gewölbedecke, an der lauter Leitungen verlaufen, deswegen ist die Dämmung dort nicht sinnvoll und wir wollten mit der Dämmung des EG-Bodens warten, bis klar ist, welche Heizung neu verbaut wird.
Wandaufbau: Der Vorbesitzer hat sich uns nie gezeigt, es ging alles über den Makler, deswegen wissen wir nichts Genaues. Von innen kann ich sagen es kommt halt Putz, dann Mauerwerk aus typischen roten Backsteinen 20cm dick wie es ausseiht. Dann kommt die Dämmung, deren Dicke ich mit 21,5cm inkl. des Außenputzes messe. Aber welche Dämmung das ist, weiß ich eben nicht. Unterm Dach wurde 2017 neu gedämmt, Zwischensparrung und Untersparrendämmung. Die Dicken müsste ich nachschauen.
1. Heizlastberechnung beim Ing
2. Vorlauftemperatur. mal beim Sanitär ansprechen
Wir haben für 100m2 Haus (100m2 davon sind beheizt und im Keller haben wir nochmal knapp 40m2, die unbeheizt sind aber beheizt werden könnten), REH d.h. an 3 Seiten ohne Nachbar, die genannten knapp 11.000KWH Gasverbrauch und knapp 2200kwh Stromverbrauch - das sind gute Werte, selbst wenn die Vorlauftemperatur zu hoch eingestellt sein sollte. Wir haben im EG 20°, im 1. OG etwa 21° in den Kinderzimmer und dort im Bad ca 22°, im DG (wo nur unser Schlafzimmer ist) etwa 18° im Winter, wobei wir hierfür nahezu gar nicht heizen. Wir haben da oben nur 2 der 3 Heizkörper in Betrieb und die stehen auf der 1. Wir müssen noch den EG-Boden dämmen, da schlummert noch Potential. Die Kellerdecke ist eine Gewölbedecke, an der lauter Leitungen verlaufen, deswegen ist die Dämmung dort nicht sinnvoll und wir wollten mit der Dämmung des EG-Bodens warten, bis klar ist, welche Heizung neu verbaut wird.
Wandaufbau: Der Vorbesitzer hat sich uns nie gezeigt, es ging alles über den Makler, deswegen wissen wir nichts Genaues. Von innen kann ich sagen es kommt halt Putz, dann Mauerwerk aus typischen roten Backsteinen 20cm dick wie es ausseiht. Dann kommt die Dämmung, deren Dicke ich mit 21,5cm inkl. des Außenputzes messe. Aber welche Dämmung das ist, weiß ich eben nicht. Unterm Dach wurde 2017 neu gedämmt, Zwischensparrung und Untersparrendämmung. Die Dicken müsste ich nachschauen.
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