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ᐅ Finanzielle Umsatzung Einfamilienhaus realistisch?

Erstellt am: 13.04.20 16:09
R
Rallyestreifen
Hallo liebe Community,

ich bin eher zufällig auf dieses Forum gestoßen. In meiner Gegend im Westerwald in RLP wird in einem kleinen Ort ein Neubaugebiet erschlossen, sehr idyllisch. Wir haben uns für ein Grundstück beworben und (überraschenderweise) eine Zusage bekommen. Das Grundstück wird soeben erschlossen und Baubeginn soll planmäßig im Frühjahr 2021 sein. Wir möchten gerne mit einem lokalen renommierten Anbieter bauen, der Massivhäuser „schlüsselfertig“ baut.
Gerne möchte ich von euch eine Einschätzung zur Finanzierung.

Hier zunächst eine Übersicht der voraussichtlichen Kosten:


















































Grundstück
Grundstück in qm 725 65.250,00 €
Erschließung 725 36.250,00 €
Grunderwerbsteuer 5% 3.262,50 €
Notar / Grundbuch 2% 1.305,00 €
Summe 106.067,50 €


Die Erschließungskosten wurden mit 40 – 45 Euro beziffert; ich bin konservativ und habe mit 50 Euro pro qm gerechnet























































































Haus
Grundpreis schlüsselfertig 325.500,00 €
Garage 23.000,00 €
Maler / Böden 26.000,00 €
Nebenkosten 45.000,00 €
Bemusterung 15.000,00 €
Summe 434.500,00 €
Innenausstattung 50.000,00 €
Gala 50.000,00 €
Kosten gesamt 640.567,50 €


Für das Haus haben wir haben wir ein Angebot. Die Bemusterung wird im Zweifelsfall geringer ausfallen, bei Gala bin ich mir nicht so sicher. Insgesamt soll es sich hier um ein Mittelklasse Haus handeln, ohne Keller, Massivbauweise. Ca. 150 qm.

Eigenkapital und Einkommen:

Ca. 150 TEUR Eigenkapital

Familie: Ehepaar, verheiratet, beide 40 Jahre, 1 Kind, 4 Jahre, und die Kinderplanung ist abgeschlossen

Einkommen Ehemann: ca. 4.100 Euro pro Monat bei Steuerklasse 4, Vollzeit, bis auf Inflationsausgleiche keine weiteren größeren Steigerungen mehr im Gehalt zu erwarten

Einkommen Ehefrau: ca. 1.300 Euro pro Monat bei Steuerklasse 4, Teilzeit, ebenfalls keine Aufstockung der Stunden oder größere Steigerungen zu erwarten.

Beide sind angestellt, sichere Jobs, keine Schulden. Die 150 TEUR wurden in den letzten 6 Jahren angespart, da wir vorher noch in der Ausbildung waren. Wir zahlen ca. 800 Euro Warmmiete, haben 2 Autos (2 und 7 Jahre alt), fahren 1- bis 2-mal im Jahr in den Urlaub, und haben einen normalen Lebensstandard. Natürlich bekommen wir auch noch Kindergeld, wir haben auch noch ein paar Einkünfte aus freiberuflichen Nebenjobs, die wollen wir hier aber außen vorlassen.

Realistisch oder jenseits von Gut und Böse oder hart an der Grenze?

Liebe Grüße und frohe Ostern!
R
Rallyestreifen
16.04.20 11:42
Hallo zusammen,

ich danke euch für eure Hinweise!!

Ich habe jetzte noch ein anderes Thema, wo ich Rat benötige:

Wir haben heute den Kaufvertragsentwurf vom Notar bekommen, soweit sogut. Dort wird explizit gesagt, dass die Kosten für die Erschließung etc, nicht Bestandsteil des Kaufvertrags sind und on Top kommen. Soweit so gut.

Die Gemeinde hat mir mal eine Zahl zugerufen, 40 - 45 Euro / qm. Das ist mir jetzt aber ein bisschen "zu jauker". Was kann ich denn hier im Vorfeld machen um mehr Gewissheit und Planbarkeit zu erhalten? Hat jemand eine Idee? Welche Möglichkeit habe ich hier?

Liebe Grüße
A
Alessandro
16.04.20 11:46
schau mal auf der Webseite der Gemeinde. Oft haben die eine Rubrik für Bauherren mit einer Bauherrenmappe usw. Dort sind auch die Kosten für die Erschließung aufgelistet.
N
nordbayer
16.04.20 12:36
Eine Garantie wird dir da keiner geben, Erschließung kann sogar noch etwas teurer werden. UneRschlossen kaufen ist aber in deinem Interesse, das spart Notargebühr und Grundsteuer

Einfach mal bei der Gemeinde anrufen und fragen wie sicher die Preisspanne schon ist.
M
mini_g!
16.04.20 12:49
nordbayer schrieb:

Eine Garantie wird dir da keiner geben, Erschließung kann sogar noch etwas teurer werden. UneRschlossen kaufen ist aber in deinem Interesse, das spart Notargebühr und Grundsteuer
Lustig, wir diskutieren gerade mit Gemeinde und Notar. Im KV-Entwurf werden die Erschließungsbeiträge mit Summe "informativ" genannt und sind für Vertragssumme und damit Notargebühren relevant.
Lt. Gemeinde wird dies von Finanzamt und Notariat (warum wohl) so gefordert.

@Rallyestreifen
Wenn das bei euch nicht drin steht denke ich ein Vorteil für euch. Und zahlen müsste ihr, ob es 40 oder 50 € sind ...

Viele Grüsse! mini
R
Rallyestreifen
16.04.20 14:08
Again, danke für das Feedback. Ich habe bei der Gemeinde angerufen. Dort hat man mir mitgeteilt, dass die sich intern wohl nicht ganz grün sind, und einge gerne die Verträge erst zum Ende des Jahres fertig gemacht hätten, wenn die Erschließungskosten konkret gewesen wären...

Im Entwurf werde keine Zahlen genannt, lediglich, dass die letztlich entstehenden Kosten uns separat in Rechnung gestellt werden.

Die Verwaltung wollte mich nächste Woche einmal zurückrufen und mir sagen, ob die Schätzung noch passt.

Nun eure Erfahrungswerte: 40 - 45 Euro pro qm im Westerwald für Erschließungskosten (all in), ist das realistisch, möglich, wahrscheinlich, oder so volatil, dass man das einfach so pauschal nicht sagen kann?

Danke und Grüße!
R
Rallyestreifen
19.04.20 13:53
Kurze Ergänzung, falls das von Bedeutung ist, was konkrenkt zu der Erschließung zählt:

- Erschließungsbeitrag für Fahrbahn, Bürgersteig, Straßenbeleuchtung, Entwässerung
- einmaliger Entwässerungsbeitrag für Abwasserbeseitigung
- Kosten für die erstmalige Herstellung der Kanalanschlussleitung
- Kosten für die Verlängerung der Leitungen vom Übergabepunkt bis zum Gebäude
- Kosten für die erstmalige Herstellung der kompletten Wasserhausanschlussleitung.

Das ganze zukünftige Neubaugebiet ist quasi aktuell in Feld...

Ich habe verstanden, dass die Summe der Kosten auf die Summe aller Quadratmeter umgelegt werden und anschließend entsprechend der Größe der Grundstücke verteilt werden.

Ich hoffe, dass 40 - 50 Euro pro qm wirklich realistisch ist und habe etwas sorge, dass es im Nachgang zu einer Preisexplosion kommt (warum auch immer).

Liebe Grüße
erschließungskostennotarentwurf