Fehlende Kosten bzw. reale Chance der Finanzierung

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Was du bei deiner Kalukulation komplett ausgeblendet hast ist die Innenausstattung des Hauses: z.B. Küche, Lampen, Möbel, Kleinzeug, ...
Was ebenfalls komplett fehlt ist der Außenbereich, z.B. Weg zur Haustür, Terrasse, Gartenzaun, Garage/Carport, Gartenbepflanzung, Außenleuchten, ....

Mein Tip: Einkommenssituation verbessern und Eigenkapital erhöhen. Wenn ihr beides erfüllt habt, dann könnt ihr nach einer Immobilie schauen. Ich würde an eurer Stelle trotzdem im Bestand schauen und evtl. in Richtung Eigentumswohnung gehen.
 
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Für die Verhältnisse in diesem Forum verdient ihr zu wenig. Aber das muss natürlich nichts bedeuten. Trotzdem müsst ihr euch bewusst sein, dass ihr in einer Phase unterwegs seid, wo die Bau- und Grundpreise maximal sind. Gleichzeitig steht ihr am Anfang eures Zusammenlebens. Da wäre ein "eigenes" Haus toll, aber wenn du in die Statistiken guckst, bauen/kaufen viele Familien aktuell erst sehr viel später - wegen der Karriere, EK-Aufbau, Familiengründung und nicht zuletzt, der sehr hohen Kosten.

Aktuell seid ihr Dinks - keine Kinder, beide Vollzeit. Rechne dir mal das Elterngeld aus, und euer Haushaltseinkommen mit Teilzeit. Dann guckst du, was 1/3 davon ist - diese Rate könnt ihr dann sicher stemmen. Auch die Jobsicherheit nicht vergessen, ob die goldenen Jahr vor Corona so schnell wieder kommen, muss sich noch zeigen. Mietpreise steigen nicht wie Bau-/Kaufpreise. Es ist zum EK-Aufbau also durchaus eine Strategie, günstig zu Mieten und Kapital zu sparen. Davon werdet ihr sehr viel benötigen. Und ihr habt die Zeit zu gucken, was in den nächsten 5-10 Jahren passiert.

Zum Preis - ich würde mind. 20% zu deinen 300.000 als realistischen Puffer rechnen. Wie geschrieben - Grundstück ohne Bauzwang kaufen, abzahlen, sparen und abwarten. Gute Mietwohnung mit Garten und 4 Zimmern suchen (ihr habt Zeit), und dann um die gewünschten Kinder kümmern.
 
Wir haben keine Eile für einen Bau/Erwerb, möchten aber gerne eine ungefähre Sparzeit ermitteln, oder auch die Aussage, dass es mit dem Gehalt gar nicht möglich sei.
Kinder sind zwei geplant, aber die haben noch 3-5 Jahre Zeit.
Ihr seid auf dem richtigen Weg. Keine Eile zu haben ist schon mal sehr gut. Frühzeitige Beschäftigung mit dem Traum auch. Noch ist das Einkommen so, dass die eine oder andere schlaflose Nacht vorprogrammiert ist, wenn ihr es jetzt schon angeht.
Ich habe früher solche Harakiri Entscheidungen getroffen und bin damit mehrfach auf die Nase gefallen und mehrfach durchgekommen. Macht das Leben spannender als es manchmal sein muss. Meinen Kindern würde ich empfehlen solider vorzugehen.
 
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Ich bin etwa in Eurem Alter und bin auch erst kurz hier im Forum und ich kann dir sagen, dass du mit der Anmeldung hier im Forum schon eine sehr gute Entscheidung getroffen hast.
Hier gibt es sehr viel zu erfahren, Dinge die wichtig sind, die man wissen sollte und guten Rat, völlig kostenlos und objektiv.

Ansonsten kann ich mich meinen Vorrednern nur anschließen.
Arbeitet noch etwas an eurer Karriere, baut EK auf und falls es irgendwann einmal ein "güstiges" Grundstück (ohen Bauzwang) gibt kann man ggf. zuschlagen und somit den ersten Grundstein legen.

Und wie schon erwähnt, als grobe Faustformel, 1/3 des Einkommens können als Rate für das Haus verwendet werden und mein Berater bei der Bank gab mir als weitere große Faustformel mit auf den Weg, je 330€ freiem Einkommen können ca 100k finanziert werden. (hängt natürlich mit dem aktuellen Zins zusammen, sowie mit dem Alter etc. zusammen) Aber als grobe erste Orientierung ganz hilfreich.
 
Alternativ mal nach „günstigen“ Bauträgermaßnahmen schauen.
Mir fallen da die Deutsche Reihenhaus oder die Traumhäuser ein. Ist ein eigenes (kleines) Heim von der Stange - aber gut kalkulier- und bezahlbar.
 
Hallo,

wir bedanken uns für Eure schnellen und ausführlichen Antworten.
Dann heißt es wohl für uns auch erstmal weiterhin zu sparen, eben auch über die Jahre hinweg. Während dieser Zeit begegnet uns vielleicht noch das ein oder andere Angebot, wohl eher im Bestand. Je nach Zustand und Preis könnten wir schon nur mit bezahlten Kaufnebenkosten antreten. Etwas restliches EK für Ausstattung, falls schon Modernisierungen stattfanden.
Das Einkommen wird sich kaum nennenswert erhöhen, vor allem auch durch die Einbußen in Elternzeit.
Die Rate sollte zumindest stemmbar sein, auch mit genügend Puffer für das restliche Leben.
Bauträgermaßnahmen habe ich in unserer Gegend bisher nicht entdeckt, auch nicht bei den DRH oder Traumhaus. Aber das wäre in der Sparzeit bestimmt immer wieder einen Blick wert.
 
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