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ᐅ Einfamilienhaus im Großraum Stuttgart noch finanzierbar?


Erstellt am: 15.09.20 00:49

Maschi3317.09.20 11:29
Echt witzig, einerseits wird hier über vermeintlich sinnlosen Konsum schwadroniert. Gleichzeitig haben die dieselben Menschen aber keine Hemmungen ~ 1 Million € für ein kleines Häuschen/Doppelhaushälfte hinzulegen und dafür den Eltern das hart ersparte Geld abzunehmen. Wirklich interessante Ansichten, die es da draußen gibt...
moHouse17.09.20 11:33
Ja. Klingt aber nur im ersten Moment shizophren.
Am Ende ist es einfach eine Verschiebung der Prioritäten.

Was der eine als sinnlosen Konsum ansieht, ist für den anderen das eigentliche Leben.
Was der eine als selbst gebauten Goldenen Käfig ansieht, ist für den anderen die komplette Erfüllung.
Am Ende ist es alles Konsum.

Wenn wir irgendwann das Gras von unten wachsen sehen, wird uns nämlich auch die tolle Doppelgarage und der Parkettboden nichts mehr bringen.
Altai17.09.20 11:48
Oetti schrieb:

Und wo genau ist da jetzt das Problem, wenn der Kontostand abnimmt und die Ersparnisse aufgebraucht werden? Gewinne privatisieren (in der Familie weitergeben) und Verluste wie Kosten für Pflege durch die Allgemeinheit tragen lassen? Super Einstellung.
Mein Beitrag enthält keinerlei Wertung, wie du sie mir unterstellst. Ich habe lediglich eine aktuelle, mir bekannte Zahl genannt, um die Größe des "Problems" zu verdeutlichen. Ich habe weiter geschrieben, dass z.B. meine Eltern eine doppelte Pflegebedürftigkeit nicht aus ihrer Rente stemmen könnten. Dass sie nicht ihr Vermögen nutzen sollen, habe ich an keiner Stelle geschrieben, nur dass sich eventuelle Ersparnisse dann in raschem Tempo verbrauchen.
Falls es so kommen sollte, dann wird auch genau der Fall eintreten. Punkt. Davon, dass sie ihr Geld vorher beiseite schaffen sollen oder werden, um lieber die Allgemeinheit einspringen zu lassen, steht da nichts. Nur einer der Vorschreiber, bei dem die Eltern offenbar beide eine Beamten-Pension bezogen, tat halt so, als ob man das doch locker aus den laufenden Einnahmen stemmen könne. Das wird für sehr viele Rentner nicht der Fall sein.
Es folgt weiter, dass wir als Kinder lieber nicht auf eine Erbschaft "spekulieren" sollten - selbst wenn heute gewisse Vermögenswerte vorhanden sind. Möge der Tag fern sein, ich möchte meine Eltern gern so lange wie möglich behalten! (Nicht, dass mir hier gleich das nächste unterstellt wird)
Ysop***17.09.20 11:50
Maschi33 schrieb:

Echt witzig, einerseits wird hier über vermeintlich sinnlosen Konsum schwadroniert. Gleichzeitig haben die dieselben Menschen aber keine Hemmungen ~ 1 Million € für ein kleines Häuschen/Doppelhaushälfte hinzulegen und dafür den Eltern das hart ersparte Geld abzunehmen. Wirklich interessante Ansichten, die es da draußen gibt...

Das finde ich zu hart ausgedrückt, wenn die Eltern geben MÖCHTEN und noch ausreichend in der Hinterhand haben. Ob das Geld hart erspart wurde, wissen wir nun auch nicht Ich gehe davon aus, dass die Eltern auf nichts haben verzichten müssen.
Oetti17.09.20 12:04
Altai schrieb:

Mein Beitrag enthält keinerlei Wertung, wie du sie mir unterstellst. Ich habe lediglich eine aktuelle, mir bekannte Zahl genannt, um die Größe des "Problems" zu verdeutlichen. Ich habe weiter geschrieben, dass z.B. meine Eltern eine doppelte Pflegebedürftigkeit nicht aus ihrer Rente stemmen könnten. Dass sie nicht ihr Vermögen nutzen sollen, habe ich an keiner Stelle geschrieben, nur dass sich eventuelle Ersparnisse dann in raschem Tempo verbrauchen.
Falls es so kommen sollte, dann wird auch genau der Fall eintreten. Punkt. Davon, dass sie ihr Geld vorher beiseite schaffen sollen oder werden, um lieber die Allgemeinheit einspringen zu lassen, steht da nichts. Nur einer der Vorschreiber, bei dem die Eltern offenbar beide eine Beamten-Pension bezogen, tat halt so, als ob man das doch locker aus den laufenden Einnahmen stemmen könne. Das wird für sehr viele Rentner nicht der Fall sein.
Es folgt weiter, dass wir als Kinder lieber nicht auf eine Erbschaft "spekulieren" sollten - selbst wenn heute gewisse Vermögenswerte vorhanden sind. Möge der Tag fern sein, ich möchte meine Eltern gern so lange wie möglich behalten! (Nicht, dass mir hier gleich das nächste unterstellt wird)
Ich hatte dich da falsch verstanden und entschuldige mich daher bei dir - tut mir leid für meinen harten Ton.
SteLa3317.09.20 12:05
Richtig, alles eine Frage der Prioritäten und darf doch zum Glück jeder machen wie er will!
Wir ziehen sehr viel aus unserem Haus und Garten.
Dass das in Rosenheim nicht für unter 1 Millionen zu verwirklichen ist, gefällt mir auch nicht und die Preis/Nutzenrelation muss man sich durchaus stellen.
Andererseits verdienen wir beide über 100k mit nennenswertem Steigerungspotenzial und so ist das Häuschen halt möglich.
Auch ohne ein Almosendarlehen von Elternseite.
Und im Übrigen auch deutlich entfernt von jeglichen Freibeträgen um nicht für die Pflege der Eltern aufkommen zu müssen...

Ansonsten finde ich es unverschämt von "aus der Tasche ziehen" zu sprechen, wenn es nun mal Eltern gibt, die ihre Kinder gern beschenken.
Ich hoffe sehr, dass meine Kinder niemals das Gefühl haben werden, uns etwas aus der Tasche zu ziehen. Ich beschenke meine Kinder nur zu gerne. Aber lieber mit einem Haus, als mit einem Porsche.

Ich bin im Übrigen auch "neidisch", wenn meine Freundin sich ein tolles Einfamilienhaus mit allem Schnickschnack auf das Grundstück ihrer Eltern baut. Die 500k die das Grundstück gekostet hätte, können bei ihr ins Haus fließen.
Das ändert aber nichts daran, dass ich es an ihrer Stelle natürlich genauso gemacht hätte.
grundstück