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ᐅ Steigen die Bauzinsen bald ins Unermessliche?


Erstellt am: 15.03.25 14:33

W
Wiessel
15.03.25 14:33
Hallo zusammen,

ich habe mich gefragt, ob wir in naher Zukunft mit noch dramatischeren Anstiegen der Bauzinsen rechnen müssen. In der letzten Woche gab es den stärksten Wochenanstieg seit der Finanzkrise von 2008. Das hat mich ziemlich überrascht und ehrlich gesagt auch etwas beunruhigt. Viele Menschen haben sich die niedrigen Zinsen zunutze gemacht, um in Immobilien zu investieren, und jetzt könnte das für einige vielleicht eine finanzielle Belastung werden. Was denkt ihr, sind diese Entwicklungen nur kurzfristige Schwankungen oder sollten wir uns langfristig auf höhere Zinsen einstellen? Wie geht ihr persönlich mit der aktuellen Situation um, besonders wenn ihr gerade an Bauvorhaben oder Immobilienkäufen interessiert seid?
N
nordanney
15.03.25 14:43
Zunächst einmal muss Du Dir klar machen, dass die Zinsen noch immer historisch niedrig sind. Wir haben keine hohen Zinsen - die gab es, als ich angefangen habe in dem Bereich vor 30 Jahren. Es ist alles ganz entspannt - aber junge Menschen wissen halt nicht (mehr), dass Geld auch einen Preis hat. Dann ist man "schockiert", wenn der Zins von 0% (oder sogar negativ) auf 3,5% explodiert.

Nun aber zu Deiner Frage. Die Zinsentwicklung resultiert aus dem Schuldenpaket der alten/neuen Regierung. Es wird in Zukunft sehr viel Geld benötigt. Das muss von Banken oder institutionellen Anlegern kommen. Daher sind der Preis (Zins) als auch die Liquiditätskosten im längeren Zinsband gestiegen. Also eine Erwartungshaltung des Marktes für die Zukunft.
Ein Großteil der Zukunftserwartung ist also schon eingepreist. Die Zinssenkung der EZB (als auch die noch zu erwartenden Senkungen in diesem Jahr) haben auf die langfristigen Finanzierungszins für Immobilien keinen direkten Einfluss. Also geh auch nicht von Senkungen der Finanzierungszinsen aus.

Ich hatte diese Woche unser monatliches Kapitalmarktupdate in der Firma (kommt von einer der größten Banken in D). Zum Jahresende sind lediglich kleine Zinssteigerungen zu erwarten. Also eher ein seitwärts mit möglichem leichten Anstieg.

Insofern kannst Du entspannt bleiben. Die Zinsen bleiben niedrig, fühlen sich aber gerade für jüngere Menschen echt hoch an.
A
Arauki11
15.03.25 14:48
nordanney schrieb:

Zunächst einmal muss Du Dir klar machen, dass die Zinsen noch immer historisch niedrig sind. Wir haben keine hohen Zinsen - die gab es, als ich angefangen habe in dem Bereich vor 30 Jahren. Es ist alles ganz entspannt - aber junge Menschen wissen halt nicht (mehr), dass Geld auch einen Preis hat. Dann ist man "schockiert", wenn der Zins von 0% (oder sogar negativ) auf 3,5% explodiert.
Ich verstehe das und höre es teilweise auch im eigenen aber wie @nordanney schon sagt sollte man sich das genauer anschauen, um nicht in unnötigen und wenig hilfreichen Frust zu verfallen. Bei unserem ersten Haus 1990 lagen wir etwa bei 9% soweit ich mich erinnere. Als ich Jahre später einen größeren Teil umfinanzieren konnte auf 3,7% war ich gerade glücklich.
Y
ypg
15.03.25 21:58
Ich glaube, ich hatte mein erstes Haus mit 6,4% finanziert - unter 1800 DM habe ich da verdient.


Entwicklung der Hypothekenzinsen (1972–2023) als Flächenchart, 100% Auszahlung, 10 Jahre fest.

Quelle: Internet
T
tomtom79
15.03.25 23:36
Kauf dir das was du dir leisten kannst jetzt.
S
Singelküche
16.03.25 01:26
bei mir waren es 7,25 % bei der ersten Immobilie und nur 1% Tilgung

der Gewinn wurde fast nur durch Wertsteigerung generiert

Erfolg liegt meiner Meinung im jetzt machen und nicht jammern wie einige meiner jüngeren Kollegen gerade bei der Kohltour heute Abend

Aktuell muss ich für mein jetziges Projekt 14 Euro Minimum für m2 erreichen und das bedeutet Spreu vom Weizen trennen die Luft wird deutlich

dünner hier in der Gegend.

Aber mit etwas Geduld funktioniert auch das .

Die alten Gesetze gelten bei mir noch Handwerk hat goldenen Boden und Betongold.
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