Hallo,
wir planen derzeit unser Budget für ein Einfamilienhaus. Hier grob die Eckdaten, die es werden sollen:
- Region Berlin/Brandenburg
- 160 m² (oder weniger vermutlich auch möglich bei optimalem Grundriss)
- 1,5 bis 2 Geschosse (je nachdem was der jeweilige Bebauungsplan dann hergibt)
- gerne (flaches) Satteldach, weil am kostengünstigsten
- KFW 40 plus, weil wir es aufgrund der Klimakrise richtig finden dass das Haus möglichst energieeffizient ist, dann mit Luft/luftwärmepumpe+Photovoltaik
- Wohn+Essbereich, 4 Schlafzimmer, 2 Bäder (wir planen derzeit auf 3 Kinder, tja)
- wir sind okay mit einem eher minimalistischen Stil, also Erker, Rücksprünge, Eckfenster, Smarthome und anderes wollen wir uns sparen
- gerne jedoch große Fensterflächen
- Keller, gedämmt, damit man ihn später vielfältig nutzen kann (da sind wir uns sagen wir mal 75% sicher das wir diesen haben wollen)
- idealerweise Holzterrasse, Doppelcarport, wenn noch drin
- wir würden gern zum Architekt, damit wir einen auf uns passenden Entwurf bekommen, ohne Verkaufsdruck und Beratergerede und ohne Dinge, die wir nicht brauchen
- massiv oder holz und/oder fertig etc. das ist uns derzeit noch egal
Hier unsere grobe Kalkulation, davon ausgehend dass ein Grundstück beräumt ist und fertig zum bauen:
Unsere Budgetgrenze für alles (Grundstück/Makler jetzt hier mal der Einfachheit halber außen vor) liegt bei ca. 470.000 €. KFW-Zuschuss brächte uns auf ca. 500.000 €. Puffer haben wir ja eingerechnet.
Leider kann man online sehr viel lesen, zu Preisen, ab Bodenplatte, Schlüsselfertig, dann Erfahrungsberichte... Fertighäuser in der Größe gibt es "ab" 250.000 € und die haben sogar Erker und anderes Zeugs mit drin... da müsste doch Luft sein. Mal hat jemand das komplette Haus mit allem für 350.000 € hingestellt, mal ist jemand schon bei 450.000 € und hat da noch nichtmal die Nebenkosten drin. Kurzum: Je mehr wir lesen, desto unsicherer werden wir.
Ist obige Kalkulation bei unseren Wünschen realistisch? Müssen wir etwas anders rechnen? Sollte ein Architekt dafür etwas hinbekommen?
wir planen derzeit unser Budget für ein Einfamilienhaus. Hier grob die Eckdaten, die es werden sollen:
- Region Berlin/Brandenburg
- 160 m² (oder weniger vermutlich auch möglich bei optimalem Grundriss)
- 1,5 bis 2 Geschosse (je nachdem was der jeweilige Bebauungsplan dann hergibt)
- gerne (flaches) Satteldach, weil am kostengünstigsten
- KFW 40 plus, weil wir es aufgrund der Klimakrise richtig finden dass das Haus möglichst energieeffizient ist, dann mit Luft/luftwärmepumpe+Photovoltaik
- Wohn+Essbereich, 4 Schlafzimmer, 2 Bäder (wir planen derzeit auf 3 Kinder, tja)
- wir sind okay mit einem eher minimalistischen Stil, also Erker, Rücksprünge, Eckfenster, Smarthome und anderes wollen wir uns sparen
- gerne jedoch große Fensterflächen
- Keller, gedämmt, damit man ihn später vielfältig nutzen kann (da sind wir uns sagen wir mal 75% sicher das wir diesen haben wollen)
- idealerweise Holzterrasse, Doppelcarport, wenn noch drin
- wir würden gern zum Architekt, damit wir einen auf uns passenden Entwurf bekommen, ohne Verkaufsdruck und Beratergerede und ohne Dinge, die wir nicht brauchen
- massiv oder holz und/oder fertig etc. das ist uns derzeit noch egal
Hier unsere grobe Kalkulation, davon ausgehend dass ein Grundstück beräumt ist und fertig zum bauen:
| Haus (Konstruktion, Technik) | 360.000,00 € |
| Keller | 30.000 € |
| Außenanlagen | 21.500 € |
| Ausstattung (Küche etc.) | 20.000 € |
| Baunebenkosten: | |
| Architekt | 32.000 € |
| Gutachten etc. | 3.500 € |
| Allgemeine Nebenkosten (Strom/Wasseranschluss) | 3.000 € |
| Sonstiges und Reserve | 30.000 € |
| = 500.000 € |
Unsere Budgetgrenze für alles (Grundstück/Makler jetzt hier mal der Einfachheit halber außen vor) liegt bei ca. 470.000 €. KFW-Zuschuss brächte uns auf ca. 500.000 €. Puffer haben wir ja eingerechnet.
Leider kann man online sehr viel lesen, zu Preisen, ab Bodenplatte, Schlüsselfertig, dann Erfahrungsberichte... Fertighäuser in der Größe gibt es "ab" 250.000 € und die haben sogar Erker und anderes Zeugs mit drin... da müsste doch Luft sein. Mal hat jemand das komplette Haus mit allem für 350.000 € hingestellt, mal ist jemand schon bei 450.000 € und hat da noch nichtmal die Nebenkosten drin. Kurzum: Je mehr wir lesen, desto unsicherer werden wir.
Ist obige Kalkulation bei unseren Wünschen realistisch? Müssen wir etwas anders rechnen? Sollte ein Architekt dafür etwas hinbekommen?
W
WilderSueden12.12.20 18:24Erdarbeiten darfst du nicht ganz raus rechnen. selbst im perfekten Grundstück ist ein bisschen was zu buddeln. Und hat das Grundstück etwas Gefälle, ist der Boden schlecht tragfähig oder frostempfindlich, dann muss man auch mit Bodenplatte ein bisschen mehr Geld für Erdarbeiten einrechnen.
Beim Keller ebenso. Wenn du drauf verzichtest brauchst du stattdessen eine Bodenplatte. Teilweise sind die in Angeboten bereits enthalten, oft sind die Preise für ein Haus aber ab Oberkante Keller/Bodenplatte, d.h. die kommt extra.
Und die Frage ob Keller oder Bodenplatte kannst du eigentlich nur für ein konkretes Grundstück beantworten. Es gibt ein paar Punkte die gegen eine Bodenplatte sprechen, zum Beispiel Hanglage oder schlecht tragfähiger Boden. Klar kann man einen Hang aufschütten oder bei schlechtem Boden 3 Meter Schotter unter die Bodenplatte packen, aber dann stimmt deine Kalkulation auch nicht mehr ansatzweise und du hast einen klassischen Phyrrhussieg
Andersrum gibt es Faktoren die klar gegen einen Keller sprechen bzw diesen deutlich teurer machen: Wasserführende Schichten, belasteter Boden (kann auch auf dem idyllischen Land ein Problem sein z.B. geogenes Arsen). Das treibt dann die Kosten für den Keller deutlich in die Höhe. Kurzgesagt, ohne konkretes Grundstück kannst du da erstmal nichts belastbares planen. Ohne Grundstück sollte es zwei grobe Pläne geben, einen präferierten und einen alternativen Plan wenn Keller oder Bodenplatte nicht geht.
Beim Keller ebenso. Wenn du drauf verzichtest brauchst du stattdessen eine Bodenplatte. Teilweise sind die in Angeboten bereits enthalten, oft sind die Preise für ein Haus aber ab Oberkante Keller/Bodenplatte, d.h. die kommt extra.
Und die Frage ob Keller oder Bodenplatte kannst du eigentlich nur für ein konkretes Grundstück beantworten. Es gibt ein paar Punkte die gegen eine Bodenplatte sprechen, zum Beispiel Hanglage oder schlecht tragfähiger Boden. Klar kann man einen Hang aufschütten oder bei schlechtem Boden 3 Meter Schotter unter die Bodenplatte packen, aber dann stimmt deine Kalkulation auch nicht mehr ansatzweise und du hast einen klassischen Phyrrhussieg
Andersrum gibt es Faktoren die klar gegen einen Keller sprechen bzw diesen deutlich teurer machen: Wasserführende Schichten, belasteter Boden (kann auch auf dem idyllischen Land ein Problem sein z.B. geogenes Arsen). Das treibt dann die Kosten für den Keller deutlich in die Höhe. Kurzgesagt, ohne konkretes Grundstück kannst du da erstmal nichts belastbares planen. Ohne Grundstück sollte es zwei grobe Pläne geben, einen präferierten und einen alternativen Plan wenn Keller oder Bodenplatte nicht geht.
WilderSueden schrieb:
Kurzgesagt, ohne konkretes Grundstück kannst du da erstmal nichts belastbares planen. Ohne Grundstück sollte es zwei grobe Pläne geben, einen präferierten und einen alternativen Plan wenn Keller oder Bodenplatte nicht geht.Einen Plan B nur für Sumpf / Fels / Steilhang halte ich für Quatsch, da auch deutlich harmlosere Widernisse (z.B. fränkischer Staubsaugerkniestock) einen Traumhaus-Bauplan durchstreichen können.https://www.instagram.com/11antgmxde/
https://www.linkedin.com/company/bauen-jetzt/
Ähnliche Themen