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ᐅ "Bezugsfertig" - Haus-Kosten einschätzen mit Eigenleistung


Erstellt am: 26.02.2017 23:18

Flauti 26.02.2017 23:18
Hallo zusammen,
bei unserem geplanten Hausbauprojekt nehmen wir uns einige Gewerke in Eigenleistung vor, die wir mit Hilfe der Familie erbringen möchten. Konkret:

- Dachdämmung
- Bodenbeläge
- Fliesen
- Innentüren
- Innenfensterbänke
- Malerarbeiten

Wir haben nun ein Angebot unserer Baufirma bekommen, bei dem diese Gewerke rausgenommen wurden, Preis ca. 250.000€.
Wie gehe ich nun am besten vor um zu wissen, wie teuer mich die verbleibenden Gewerke nun kommen werden, sprich wie hoch die Materialkosten sein werden? Diese Zahl brauche ich ja, um die Höhe des Darlehens bei der Bank zu definieren.
Die Baufirma würde mir auch noch den Preis "Schlüsselfertig" erstellen, aber auch hier kann ich nicht sagen, wie viel davon Materialkosten sind und wie viel Arbeitskosten (und damit bei Eigenleistung hinfällig).

Gibt es hier ein geschicktes Vorgehen?

Danke schon mal!

HilfeHilfe 27.02.2017 07:08
ich finde die Frage von Dir amüsant und interessant

Es sind auch Tätigkeiten dabei wie Innentüren setzen wo man sich vorher Gedanken macht wer in der Familie Ahnung davon hat und dann das Gewerk rausnimmt. Oder wie habt ihr euch die Gewerke ausgesucht ?


Zu den Materialkosten einfach ab in den Bau oder Fachmarkt Materialien aussuchen und uffschreiben.

Bei der Arbeit realistisch schätzen. Ist auch schon gewährleistet das die Gewerke mit dem GU abgestimmt sind ?

Was würde er den als Mehrpreis für diese Gewerke haben wollen ? Kann man da wirklich so viel sparen ? ( da kommen wir aber wieder auf die Ursprungsfrage zurück )

readytorumble 27.02.2017 07:18
Ich denke da ähnlich wie mein Vorredner HilfeHilfe: Alleine das Stellen dieser Frage lässt mich an eurem Vorhaben zweifeln.

Material Dachdämmung: Womit wollt ihr dämmen? Glaswolle/Steinwolle? Welche Stärke? Welcher Dämmwert?
Dampfbremse oder Dampfsperre? Wie groß ist das Dach? Gehört Ablattung + Verkleidung (Rigips?) auch mit dazu?

=> Ab zum Baumarkt

Bei Bodenbelägen ist es ähnlich. Welche Beläge? Fliesen? Laminat? Vinyl?
Wie groß ist die Fläche? Auch Kosten wie Fliesenkleber o.ä. bedenken.

=> Ab zum Baumarkt

Innentüren ist doch so richtig easy, wenn du jemanden in der Familie hast der diese Einsetzen kann.

....

Caspar2020 27.02.2017 08:14
Flauti schrieb:
Gibt es hier ein geschicktes Vorgehen?

Fast alle von dir aufgezählten Dinge hängen sehr stark vom Geschmack ab.

Da hilft nur Händler abklappern, was schönes aussuchen, Preise ausrechnen lassen, Nebenkosten für Materialien nicht vergessen!!! (Fliesenkleber, Grundierung, Bauschaum, Silikon, Fußleisten/Sockel....) und fertig ist.

Dann nach noch die Muskelhypothek für die EL errechnen, wahrscheinlich noch abgezeichnet vom einem sachkundigen wie Architekt (wegen der Höhe) und die Bank hat alles was sie braucht.

Das ganze für die Gewerke ist doch mehr als einfach; die Flächen und die Anzahl der Fenster und Türen steht doch schon fest, oder?

elVincent 27.02.2017 09:04
Am besten lässt du dir von der Baufirma den schlüsselfertigen Preis nennen, ziehst davon 250.000€ ab, dann weißt du, wie viel du für deine Eigenleistung ausgeben darfst. Das Budget wirst du dann
a) Dank deiner Eigenleistung bei gleicher Qualität unterschreiten.
oder b) Dank deiner Eigenleistung bei besserer Qualität trotzdem ausschöpfen.

Man hat beim Bauen auch selten Geld übrig, sondern eher frei gewordenes Budget für andere Dinge, die man dann gleich erledigen kann. Das Kreditvolumen würde ich wegen der Eigenleistung nicht anpassen, weil es immer sein kann, das etwas dazwischen kommt oder man nicht mehr mag und ein Gewerk doch vergeben muss.

lastdrop 27.02.2017 09:13
Sehe das wie meine Vorredner ...

Die Vorgehensweise und die Fragen lassen mich schließen, dass das Ganze nicht ganz durchdacht ist. Wenn ich fragen muss, wie ich auf die Materialkosten der Eigenleistung kommen kann und mir ein Angebot mit Eigenleistung machen lasse, liegt manches im Argen. So sehe ich da das gewünschte Einsparpotenzial schwinden ...
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