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ᐅ Bauverzug ohne Fertigstellung. Haus wird einfach nicht fertig

Erstellt am: 30.06.22 13:14
D
Danieltt
Hallo Zusammen,

Ich würde gerne wissen ob ihr ähnliche Erfahrungen gemacht habt oder ob Ihr eventuell einen hilfreichen Tipp habt wie man mit der Situation am besten umgehen soll.

Wir haben anfang 2021 ein Rheienhaus über einen kleinen Bauträger in NRW gekauft. Geplante fertigstellung war 12/ 2021. Im Notariellem Vertrag wurde jedoch 03/2022 festgehalten.

Nun haben wir bereits 07/2022 und es ist derzeit nur der Rohbau inkl Fenster und Elektroverdrahtung fertig.

Es ist so das Wochenlang nichts auf der Baustelle passiert und dann immer vereinzelt ein Handwerker daran Arbeitet. Im ganzen Jahr 2022 wurde an dem Haus vielleicht an 20 Tagen gearbeitet.

Das Flachdach ist seit 4 Monaten in Mache und immer noch nicht fertig.

Vom Bauträger werden wir jedes mal vertröstet und es wird uns versichert das alle sich bemühen das es voran geht. (mal ist jemand wegen Corona Krank oder die Handwerker kommen nicht oder die Fenster werden nicht geliefert etc.)

Wir bekommen aber auch keinen aktuellen Fertigstellungstermin oder eine schriftliche Information über einen Verzug oder eine geplante Fertigstellung.

Habt Ihr Ähnliche Erfahrungen gemacht? Ist dieses vorgehen zu Coronazeiten normal geworden? Habt Ihr Ähnliche Verzögerungen im Hausbau?

Haben wir überhaupt eine Möglichkeit irgendwie dagegen vorzugehen?
P
Pinkiponk
01.07.22 07:53
Danieltt schrieb:

das haben wir uns auch schon gedacht das dort das Geld einfach knapp wird. Aber da müssen wir einfach warten oder?
Ist bei den 14 Bauherren(-Paaren?) nicht ein Jurist, BWLer o.ä. dabei, der fundierte Vorschläge machen kann? Ihr 14 (+14?) habt Euch ja vermutlich schon zu einer "Interessenvertretung" zusammengeschlossen, oder?
D
Danieltt
01.07.22 08:26
Die restlichen sehen das alles erstaunlich entspannt. Wirklich vorgehen tut derzeit niemand. Alle gehen derzeit davon aus das die Häuser fertig werden. Nur eben viel viel später. Was ja auch sein kann. Aber die Insolvenz ist ja auch nicht so unwahrscheinlich da wohl alles auf kante geplant ist. Naja nun muss wohl ein Fachmann klären was nun das beste ist. Bezahlen tuen wir ja immer nur abgeschlossene arbeiten. Aber blöd ist die Situation alle mal....
i_b_n_a_n01.07.22 09:03
Danieltt schrieb:

Die restlichen sehen das alles erstaunlich entspannt. Wirklich vorgehen tut derzeit niemand. Alle gehen derzeit davon aus das die Häuser fertig werden. Nur eben viel viel später. Was ja auch sein kann. Aber die Insolvenz ist ja auch nicht so unwahrscheinlich da wohl alles auf kante geplant ist. Naja nun muss wohl ein Fachmann klären was nun das beste ist. Bezahlen tuen wir ja immer nur abgeschlossene arbeiten. Aber blöd ist die Situation alle mal....
Die Frage die Ihr euch stellen müsst: Kann mit den unbezahlten Positionen und eurem Restbudget jemand Anders das Haus für euch zu Ende bauen?
Und hat der BT ein Anrecht (Insolvenzverwalter sind da gnadenlos) auf irgendwelche Zahlungen die Ihr nicht seht? Und und und...
Also auch ich halte eine rechtliche Beratung für unabdingbar. Und vorsichtiges Vorgehen. Eine spätere Verrechnung eurer Mehrkosten halte ich für sehr gefährlich!, vor Allem wenn es wirklich zur Insolvenz kommt. Dann dürft ihr erst mal zahlen, und dann euch per Quote eure Kosten zurückholen (mit 1-5% Quote wenn es gut läuft :oops 🙂

Ich staune immer wieder, wie blauäugig viele (ich fühle mich eingeschlossen) bei der meist grössten Investitition seines / ihres Lebens vorgehen. Mit dem Motto "Das klappt schon"
J
Joedreck
01.07.22 09:06
Ja, rechtliche Beratung ist wohl angezeigt hier.
Das Interesse liegt ja an der Fertigstellung. Evtl geht da eine Abwandlung des Vertrages, dass ihr die Handwerker und Material direkt bezahlt und der BT nur noch die Koordination bezahlt bekommt. Jedenfalls wenn noch nicht zu stark in Vorleistung gegangen wurde.
insolvenz