ᐅ Bauland im Nirgendwo bei den Hauspreisen?!
Erstellt am: 29.05.2023 21:42
Marvinius 07.06.2023 23:20
chand1986 schrieb:
Den Wert der eigenen Bildung mit dem Gehalt zu berechnen, halte ich für höchstens halbsinnvoll.Die Bildungsrendite ist doch umso höher, je mehr Gehalt man mit minimaler "Bildung" erwirtschaft. Da sind ja aktuell neue Rekordwerte zu beobachten.... 😉 OWLer 09.06.2023 07:56
Mein Senf dazu: Komme auch aus einem eher bildungsfernen Haushalt. Bis auf meine Tante, die Kunst (!) studiert hat, keiner mit Abi. Alles Handwerker bzw. Abendschule zum Techniker etc. oder beruflich in Positionen gerutscht, die sie heute nicht mehr bekommen würden.
Ich wollte nie aufs Gymnasium, wurde aber einfach angemeldet. Meine ELtern waren der Meinung ich wäre zu faul und auf einer Gesamtschule würde ich noch weniger lernen als so schon.
Das tolle ist, dass man einfach ein höheres Niveau hat (haben sollte), auf dem man mitgeschleift wird. Wenn man sich schon nicht für die Fächer, Themen oder Schule interessiert, motiviert es doch schon, nicht sitzen zu bleiben. Ich habe mich erst einen Finger krumm gemacht, wenn meine Versetzung gefährdet war. Ich wollte einfach bei meinen Freunden in der Klasse bleiben.
Berufsschule und Einstiegs-Bürojob im kfm. Bereich - langweiligste Zeit meines Lebens. Ich habe nie wieder etwas so anspruchsloses wie eine deutsche Berufsausbildung in der Berufsschule erlebt. Aller niedrigstes Niveau im vergleich zum Abi vorher und besonders zum Studium nachher. Mit genau adequater entsprechung im beruflichen Alltag. Astreines AI-Ratio-Feld. Aber das hat mich zum Studium motiviert. Dass ich mir mit dem damaligen Gehalt nie hätte ein Haus leisten können, das war gedanklich akzeptiert. Aber diesen Job bis zur Rente auszufüllen? Da hat mich dann doch der Ehrgeiz gepackt.
Spielen wollen am PC hat mich rückblickend damals auch enorm weiter gebracht. Wir hatten eben keinen Nintendo oder Playstation zuhause und ich musste die ganzen Spiele irgendwie auf den PC bekommen. Allein dafür musste ich soviel Englisch lernen, dass ich mich durch die Crackseiten navigieren konnte, auf irgendwelchen Boards die Registry-Einträge zusammengefunden habe und sonstige Modifikationen am Programm/Betriebssystem vornehmen konnte. Allein das Katz- und Mausspiel zwischen Crack bekommen und sich keinen Virus einfangen war schon etwas was es heute mit Spieleflatrates nicht mehr gibt.
Da hätte ich ja gerne so Lehrer wie meine Frau gehabt. Sie vertritt die Meinung, dass Sprachkompetenz gerade heute das wichtigste ist, um die moderne Medienlandschaft zu navigieren. Sie holt den ollen Shakespeare aus der Mottenkiste und setzt es zu aktuellen Diskussionen in Bezug.
Gedichte und ich - wir werden wohl keine Freunde. Aber Sprache als Werkzeug zur Beeinflussung - das könnte man als Lektion fürs Leben mitnehmen.
Ich wollte nie aufs Gymnasium, wurde aber einfach angemeldet. Meine ELtern waren der Meinung ich wäre zu faul und auf einer Gesamtschule würde ich noch weniger lernen als so schon.
Yaso2.0 schrieb:
Ich hatte meine Entscheidung gegen das Gymnasium dann schon bereut. Allerdings erzählen Freunde, deren Kinder direkt auf Gymnasium gegangen sind, nichts anderes bzgl. der Probleme in den Schulen.
Das tolle ist, dass man einfach ein höheres Niveau hat (haben sollte), auf dem man mitgeschleift wird. Wenn man sich schon nicht für die Fächer, Themen oder Schule interessiert, motiviert es doch schon, nicht sitzen zu bleiben. Ich habe mich erst einen Finger krumm gemacht, wenn meine Versetzung gefährdet war. Ich wollte einfach bei meinen Freunden in der Klasse bleiben.
Johannes1982 schrieb:
erstmal ne Ausbildung. Dort lernte ich was es heißt den ganzen Tag im Büro zu sitzen und eher langweilige Tätigkeiten auszuüben.
Berufsschule und Einstiegs-Bürojob im kfm. Bereich - langweiligste Zeit meines Lebens. Ich habe nie wieder etwas so anspruchsloses wie eine deutsche Berufsausbildung in der Berufsschule erlebt. Aller niedrigstes Niveau im vergleich zum Abi vorher und besonders zum Studium nachher. Mit genau adequater entsprechung im beruflichen Alltag. Astreines AI-Ratio-Feld. Aber das hat mich zum Studium motiviert. Dass ich mir mit dem damaligen Gehalt nie hätte ein Haus leisten können, das war gedanklich akzeptiert. Aber diesen Job bis zur Rente auszufüllen? Da hat mich dann doch der Ehrgeiz gepackt.
Yaso2.0 schrieb:
mit Atari und Nintendo
Spielen wollen am PC hat mich rückblickend damals auch enorm weiter gebracht. Wir hatten eben keinen Nintendo oder Playstation zuhause und ich musste die ganzen Spiele irgendwie auf den PC bekommen. Allein dafür musste ich soviel Englisch lernen, dass ich mich durch die Crackseiten navigieren konnte, auf irgendwelchen Boards die Registry-Einträge zusammengefunden habe und sonstige Modifikationen am Programm/Betriebssystem vornehmen konnte. Allein das Katz- und Mausspiel zwischen Crack bekommen und sich keinen Virus einfangen war schon etwas was es heute mit Spieleflatrates nicht mehr gibt.
WilderSueden schrieb:
Oder in manchen Fällen auch überhaupt nicht (Gedichtinterpretation?).
Da hätte ich ja gerne so Lehrer wie meine Frau gehabt. Sie vertritt die Meinung, dass Sprachkompetenz gerade heute das wichtigste ist, um die moderne Medienlandschaft zu navigieren. Sie holt den ollen Shakespeare aus der Mottenkiste und setzt es zu aktuellen Diskussionen in Bezug.
Gedichte und ich - wir werden wohl keine Freunde. Aber Sprache als Werkzeug zur Beeinflussung - das könnte man als Lektion fürs Leben mitnehmen.
chand1986 09.06.2023 11:10
OWLer schrieb:
Da hätte ich ja gerne so Lehrer wie meine Frau gehabt. Sie vertritt die Meinung, dass Sprachkompetenz gerade heute das wichtigste ist, um die moderne Medienlandschaft zu navigieren. Sie holt den ollen Shakespeare aus der Mottenkiste und setzt es zu aktuellen Diskussionen in Bezug.Ist es ja auch. Und das spürt man in allen anderen Fächern, denn Texte verstehen muss man in JEDEM Fach. Etwas schreiben können auch. 11ant 09.06.2023 12:40
OWLer schrieb:
Gedichte und ich - wir werden wohl keine Freunde.Ich kann bloß Prosa nicht leiden: wer im Hauptberuf Dichter ist, soll gefälligst so schreiben, daß es sich auch reimt. Ytong2023 09.06.2023 14:47
Vorhin im Radio mal die Forderung eines Bildungsexperten, der ich vollumfänglich zustimmen muss.
Zuerst brauchen wir bundeseinheitliche Lehrpläne. Dann brauchen wir eine Konzentration des Lehrplans auf das wesentliche. Englisch oder Religionsunterricht hat in der Grundschule bis zur 4. Klasse nichts zu suchen. Richtig so.
Die Kinder müssen bis Ende der Grundschule, also 4. Klasse ausnahmslos lesen, schreiben und rechnen können ( Grundrechenarten).
Das hat auch in der DDR bestens geklappt. Hier gab es keine Analphabeten und selbst die dümmsten Kinder, falls es diese überhaupt gibt, konnten wenigstens lesen und schreiben.
Wie gesagt, der Fisch stinkt vom Kopf her. Die Kinder trifft da keine Schuld.
Zuerst brauchen wir bundeseinheitliche Lehrpläne. Dann brauchen wir eine Konzentration des Lehrplans auf das wesentliche. Englisch oder Religionsunterricht hat in der Grundschule bis zur 4. Klasse nichts zu suchen. Richtig so.
Die Kinder müssen bis Ende der Grundschule, also 4. Klasse ausnahmslos lesen, schreiben und rechnen können ( Grundrechenarten).
Das hat auch in der DDR bestens geklappt. Hier gab es keine Analphabeten und selbst die dümmsten Kinder, falls es diese überhaupt gibt, konnten wenigstens lesen und schreiben.
Wie gesagt, der Fisch stinkt vom Kopf her. Die Kinder trifft da keine Schuld.
11ant 09.06.2023 15:03
Ytong2023 schrieb:
Zuerst brauchen wir bundeseinheitliche Lehrpläne. Dann brauchen wir eine Konzentration des Lehrplans auf das wesentliche.Nein, zuerst brauchen wir "keine einfachen Rezepte von Ahnungslosen", seien sie nun Politiker oder nicht !Ytong2023 schrieb:
Englisch oder Religionsunterricht hat in der Grundschule bis zur 4. Klasse nichts zu suchen. Richtig so.Ich glaube, es gibt ohnehin häufiger "Ethik" als "Religion" im monokonfessionellen Sinne. Und Sachkundeunterricht in Fremdsprachen ist sinnvoll, sowie Englisch als Sprache mit der größten Schnittmenge zu Denglish nicht verkehrt. Grundkenntnisse in Türkisch und Russisch für Alle könnten befördern, daß die Klassenkameraden miteinander in Austausch kämen.