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ᐅ Baufinanzierung - was können wir uns leisten?

Erstellt am: 10.05.16 22:02
S
Saarschwabe
Hallo liebe Forengemeinde,

wir (m 29 und w 29) träumen zurzeit (wie so viele) davon ein Haus zu bauen.
Ein paar Infos zu uns:

- beide Lehrer (verbeamtet) in Vollzeit
- knapp 6000€ netto, abzüglich PKV bleiben rund 5500€
- derzeit wohnen wir in Miete (700€ kalt)
- bisher kinderlos (Wir hätten in den nächsten 2-3 Jahren gerne ein erstes und in den Folgejahren dann ein zweites gemeinsames Kind. Meine Frau würde nach je einem Jahr, so Gott will und unsere Wünsche dahingehend in Erfüllung gehen werden, wieder voll arbeiten gehen wollen)
- keine offenen Kredite
- bisher knapp 25.000€ Eigenkapital (monatlich um 2500€ steigend)

Nach längerer Suche haben wir nun endlich ein passendes Grundstück gefunden und für ebendieses bis zum 30.06. eine Option bekommen.

Unsere Gedanken dazu:

- Das Grundstück kostet inkl. Erwerbsnebenkosten rund 165.000€
- Wir würden gerne ein Einfamilienhaus mit rund 170m² (inkl. Keller) bauen und rechnen hier mit 350.000€
- Es handelt sich um ein Hanggrundstück (massiver Fels) mit 11m Steigung auf 30m.

Hier fehlen uns leider entsprechende Erfahrungswerte und daher fischen wir mehr oder minder ziemlich im Dunkeln was die zu erwartenden Mehrkosten angeht. (Kontaktaufnahme zum Architekten folgt in den kommenden Tagen)
Wir rechnen mit: ca. 15.000€ für die Stützmauer. 40.000€ für die Doppelgarage. 20000€ für eine Zufahrt (Garage soll knapp 2 Meter höher gesetzt werden). 40000€ für die Außenanlage. 20.000€ für die Photovoltaik.

Somit kämen wir auf Pi mal Daumen 650.000€ (!)

Finanzierung:

Bei einer Finanzierung gehen wir von folgenden Werten aus:
- 2000€ monatlich
- 1,8% eff. Jahreszins, 2% Tilgung (mögliche KFW-Förderung nicht eingerechnet)
- Zinsbindung 20 Jahre
- Sondertilgung bis 10.000€ pro Jahr
- Ende der Rückzahlung nach ca. 35 Jahren
- Sicherheiten per Berufsstand und Abschluss einer RLV

Unsere Fragen:

Unser Haushaltsplan lässt knapp 1000€ Spielraum für die (in den nächsten Jahren mit Sicherheit anstehende) Finanzierung von 2 Autos (und sonstigen Dingen) zu. Hinzu kämen (wie gesagt, so Gott will) knapp 400€ Kindergeld. Unser Bauchgefühl sagt allerdings trotzdem, dass wir uns mit einer solchen Finanzierungssumme zu überheben drohen. Was meint ihr dazu?

Wo erkennt ihr derzeit grobe Fehler bei der Planung? Was übersehen wir? Wo sind wir zu blauäugig?

Vielen vielen Dank fürs Lesen und viele Grüße von der Ostalb!
A
Abzahler
02.06.16 15:08
Simon_SH schrieb:
Mir sind noch ein paar Punkte eingefallen:
- Als kleine "Falle" kann ich anmerken, dass das zweite Kind direkt nach der ersten Elternzeit kommen sollte - dann wird das Netto vor der Geburt herangezogen.

Das stimmt nicht ganz. Meine Frau ist im zweiten Jahr Elternzeit, und hat die ersten 12 Monate Elterngeld bekommen.
Bekämen wir nun direkt im Anschluss an die zwei Jahre ein zweites Kind, würden wir nur den Grundbetrag von 300 Euro Elterngeld bekommen
H
HB-NH2015
02.06.16 15:21
Richtig. Wenn man das höchstmögliche Elterngeld abschöpfen will muss man sozusagen den Topf erst einmal wieder 12 Monate lang "auffüllen".

Das Elterngeld des 2. Kindes wird dann auf dem Durchschnitts-Netto der 12 Monate vor Geburt des 2. Kinds errechnet.
Was ihr vor der Geburt des 1. Kinds verdient habt ist für die Berechnung des Elterngelds fürs 2. Kind nicht relevant.

Also bitte bei 2 aufeinanderfolgenden Kindern nicht beide Male mit dem Höchstbetrag rechnen.
Uwe8202.06.16 15:26
HB-NH2015 schrieb:
Was ihr vor der Geburt des 1. Kinds verdient habt ist für die Berechnung des Elterngelds fürs 2. Kind nicht relevant.
Das ist nicht ganz richtig: Wenn die Verschiebetatbestände dafür sorgen, dass Zeiträume zwischen dem 1. und 2. Kind ausgeklammert werden (Mutterschutz, Bezug von Elterngeld, Krankheit, Zivildienst, ... und was weiß ich noch alles), ist das sehr wohl relevant.

Zudem gibt es bis zum Ende des 3. Lebensjahrs des ersten Kindes 10% Aufschlag auf das Elterngeld.

//EDIT: Gerade mal nachgeschaut: Elterngeld Plus-Monate stellen nur bis zum 15. Monate einen Verschiebetatbestand dar, danach nicht mehr.
MarcWen02.06.16 15:32
HB-NH2015 schrieb:
Richtig. Wenn man das höchstmögliche Elterngeld abschöpfen will muss man sozusagen den Topf erst einmal wieder 12 Monate lang "auffüllen".

Bei Mutterschutz verschiebt sich das Ganze 2 Monate vor Geburt, also auf Nummer sicher gehen und 14+ Monate einrechnen.
Uwe8202.06.16 15:36
MarcWen schrieb:
Bei Mutterschutz verschiebt sich das Ganze 2 Monate vor Geburt, also auf Nummer sicher gehen und 14+ Monate einrechnen.
Das ist doch toll, wenn der Zeitraum vor der Geburt des ersten Kindes eingerechnet wird, denn da hat man ja noch voll verdient. Siehe meinen Post ...
MarcWen02.06.16 15:43
Bin vom ersten Kind ausgegangen. Meine Frau geht nun min 14 Monate wieder voll arbeiten und dann überlegen wir, ob wir noch mal nachlegen.
elterngeldmutterschutz