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ᐅ Bauen mit kleinem Budget machbar?


Erstellt am: 29.12.2020 21:11

DaSch17 23.04.2021 12:01
Olli-Ka schrieb:

Moin,
leider ja. Doch es gibt so einige Möglichkeiten.
In´s Haus bei Hannover wird was reingesteckt - absetzbar wegen Vermietung.
Umzugskosten absetzbar wegen beruflich bedingter Versetzung meiner Frau, warum Sie versetzt wurde interessiert nicht - hoffentlich.
Krankenversicherung kann für 3 Jahre im Voraus bezahlt werden - bei Interesse gibt´s gute Infos bei "Der Privatier (dot) com".
Und mal sehen was dem Steuerberater noch so einfällt.
Gruß Olli

Den "Steuertrick" habe ich noch immer nicht ganz verstanden. Ich kann meine PKV-Beiträge auf einen Schlag für die zukünftigen 36 Monate zahlen und den Aufwand dann in einer Summe in der Steuererklärung zum "Zahljahr" geltend machen. Soweit so gut. Aber wo ist da der Vorteil? Ich hole mir die Steuererstattung für die nä. 3 Jahre auf einen Schlag und hab' dafür in den beiden darauffolgenden Jahren nichts abzusetzen.

Kannst'e mir das mal erklären? 😀

Tolentino 23.04.2021 14:37
Ich nehme an: wenn du aufgrund einer Einmalzahlung in dem Jahr durch den progressiven Steuersatz in die nächsten Stufe(n) rutschst, kannst dir in den nächsten Jahren nichts wieder holen...

Musketier 23.04.2021 14:38
Da die Einkommensteuer nicht linear berechnet wird, versucht man bei der Erstellung der Steuererklärung das Einkommen über die Jahre zu glätten.
Wenn jetzt hier der goldene Handschlag in einem Jahr zu einer starken Anhebung des Steuersatzes führt, kann man versuchen die Spitzen mit hoher Einkommensteuerbelastung wegzunehmen, indem man alle Kosten in dieses Jahr verlagert.
Eine zu versteuerndes Einkommen von 1. Jahr 35T€ / 2. Jahr 50T€ / 3. Jahr 35T€ führt zu einer höheren Steuerlast, als eine gleichmäßige Verteilung 1. Jahr 40T€ / 2. Jahr 40T€ / 3. Jahr 40T€

Als Unternehmer ist sowas recht leicht, indem man Anschaffungen bzw Kosten vorzieht, Rückstellung etwas großzügiger bewertet oder Erträge ins Folgejahr verschiebt etc.
Als Arbeitnehmer ist das deutlich schwieriger. Ein paar kleine Stellschrauben gibt es aber auch hier, wie man sieht.

Tolentino 23.04.2021 14:44
Vielen Dank für die genaue Erläuterung dessen, was ich meinte.

Olli-Ka 23.04.2021 15:06
DaSch17 schrieb:

Den "Steuertrick" habe ich noch immer nicht ganz verstanden. Ich kann meine PKV-Beiträge auf einen Schlag für die zukünftigen 36 Monate zahlen und den Aufwand dann in einer Summe in der Steuererklärung zum "Zahljahr" geltend machen. Soweit so gut. Aber wo ist da der Vorteil? Ich hole mir die Steuererstattung für die nä. 3 Jahre auf einen Schlag und hab' dafür in den beiden darauffolgenden Jahren nichts abzusetzen.

Kannst'e mir das mal erklären? 😀
Moin,
es ist jetzt bei mir so geplant, dass ich die nächsten Jahre (fast) kein Einkommen mehr habe, also auch wenig Steuern...
Dieses Jahr noch möglichst viel Kosten verursachen macht schon Sinn, da ich durch die Abfindung in der Progression richtig "hochgerutscht" bin, musste letzten Monat sogar über 5000 € Soli zahlen, obwohl´s den ja eigentlich nicht mehr gibt
Nur Mieteinnahmen wovon bei mir nur die Hälfte anfällt, die andere Hälfte kriegt meine Frau.
2 Jahre bekomme ich Arbeitslosengeld, danach noch 2 Jahre von der Abfindung leben und dann Rente mit 63.
Passt also. 😀
Gruß Olli

Tassimat 23.04.2021 18:54
Musketier schrieb:

Eine zu versteuerndes Einkommen von 1. Jahr 35T€ / 2. Jahr 50T€ / 3. Jahr 35T€ führt zu einer höheren Steuerlast, als eine gleichmäßige Verteilung 1. Jahr 40T€ / 2. Jahr 40T€ / 3. Jahr 40T€
Den Effekt darf an aber auch nicht Überschätzen.
Mit Steuerklasse 1 und nix weiter sagt der Brutto-Netto Rechner aus dem Internet, dass man mit der unteren Variante saubere 200€ in Summe über alle Jahre spart. Zumindest in diesem Beispiel.

So richtig interessant sind diese Optimierungen, wenn in einem Jahr mal ansonsten sogut wie garkein Einkommen da wäre, dann sieht das mit den Freibeträgen signifikant anders aus.
einkommensteuererklärungabfindung