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ᐅ Architekt verbummelt Renovierung und vergisst Absprachen. Was tun?


Erstellt am: 28.05.21 08:43

Sube28.05.21 08:43
Hallo allerseits,

ich bin neu hier im Forum. Kurze Vorstellung: gemeinsam mit meiner Frau habe ich vor etwa einem Jahr ein renovierungsbedürftiges Reihenhaus in München gekauft. Zur Renovierung haben wir uns Angebote und Vorplanungen von verschiedenen Architekten machen lassen und uns für das damals am meisten überzeugend erscheinende Angebot entschieden. Den abgeschätzten Zeitaufwand haben wir noch um zwei Monate Sicherheit aufgerundet, wollten Ende April in das Haus einziehen und haben dementsprechend unsere Wohnung verkauft.

Nun hat es sich im Verlauf des letzten Jahres erwiesen, dass unser Architekt extrem hemdsärmelig arbeitet und zum Beispiel viele (abgesprochene) Dinge einfach vergisst und wohl auch nicht sehr oft auf der Baustelle ist. Dies haben wir teilweise auch von den beteiligten Handwerkern bestätigt bekommen. Der Einzugstermin Ende April ist sowieso schon gerissen und es ist kein Ende in Sicht. Letzte mündliche Aussage vom Architekten ist, dass wir in vier Wochen einziehen können. Aber der aktuelle Stand ist, dass erst kommende Woche die Wärmepumpe kommen soll. Unser Anbau ist nicht fertig. Estrich fehlt natürlich noch und dann oben drauf die Bodenbeläge.

Ich frage mich nun, wie wir am effektivsten dem Architekten Druck machen können. Vor dem Gang zum Anwalt schrecke ich (noch) zurück. Hier ein paar der gröbsten Punkte, die schief gelaufen sind:

1) Planung Wärmepumpe: Wir haben Ende 2020 wiederholt und deutlich darauf hingewiesen, dass wir uns so schnell wie möglich für die zu verbauende Wärmepumpe entscheiden wollen, damit der BAFA-Förderantrag gestellt werden kann. Entgegen unserem Wunsch fand ein Gespräch mit dem Heizungsbauer erst im Februar 2021 statt. Da 2021 die BAFA-Förderung geändert wurde gab es dann noch Chaos bei der Bestellung der Wärmepumpe, mit der Folge, dass die Pumpe erst kommende Woche kommen soll.

2) Stromanschluss Wärmepumpe: Der vorhandene Hausanschluss muss verstärkt werden, dafür ist wohl ein Antrag bei den Stadtwerken nötig. Auf wiederholte Anfragen beim Architekten, ob alles Notwendige erledigt ist, habe ich nie eine konkrete Antwort erhalten. Als mir dies spanisch vorkam, habe ich heute direkt beim Elektriker nachgefragt - mit der Folge, dass keine 20 Minuten später ein Mail vom Architekten kam. Als Anhang der vor mehr als einem Monat (!) ausgefüllte Antrag an die Stadtwerke, mit der Bitte um Unterschrift und Weiterleitung. Der Architekt sei davon ausgegangen, dass ich diesen Antrag vom Elektriker zur Unterschrift erhalten habe.

3) Planung dezentrale Lüftung: Wir haben uns im Februar für eine dezentrale Lüftungsanlage entschieden und dies klar kommuniziert. Den Auftrag an den Fensterbauer haben wir erst im Nachhinein zum unterschreiben bekommen, dieser enthält Fensterfalzlüfter (welche bei einer dezentralen Lüftung nicht vorhanden sein dürfen). Zudem beinhaltet die aktuelle Preisabschätzung die dezentrale Lüftung als "optional". Hier wurde klar gegen unseren Willen gehandelt und das lässt sich jetzt nur mit Aufwand rückabwickeln (Falzlüfter zumachen, Stromanschlüsse für die dezentrale Lüftung nachträglich legen).

4) Planung insgesamt: Wir haben nie einen detaillierten Zeitplan erhalten, obwohl ich nun schon seit Monaten dränge. Wir leben aktuell mit kleinem Kind in einer Pension und verlängern alle paar Wochen. Bei jeder Verlängerung heißt es vom Architekten, dass die dann zur Verfügung stehende Zeit sicher reichen wird. Aktuell habe wir noch vier Wochen Zeit, was aber sicher nicht reichen wird (siehe oben). Einen Zeitplan für die kommenden Wochen bekommen wir nicht und unserer aktuellen Bitte, wenigstens zu organisieren, dass in der aktuellen Situation Fliesen und Parkett mit Vorlauf gekauft werden sollen, wird auch nicht nachgekommen.

5) Preissteigerungen: Viele Arbeiten werden von einem Renovateur durchgeführt, der mit dem Architekten seit vielen Jahren zusammen arbeitet. Während die Preisabschätzungen für alle anderen Gewerke halbwegs eingehalten werden (Ausnahme: unvorhergesehene Dinge), ist der Posten "Trockenbauarbeiten" (vor Steuern) zwischen den im Februar und Mai gemachten Preisabschätzungen von 15000 € auf über 47000 € angestiegen. Nach Steuern ist das für diesen Posten eine Preissteigerung von mehr als 9 % der ursprüngliche Gesamtsumme.

Über Tipps zur weiten Vorgehensweise wäre ich sehr dankbar,

Schöne Grüße,
Stampfbeton
JuliaMünchen28.05.21 10:11
Uff...wir bauen auch in München und deine Beschreibung klingt so, als hätte unser Architekt von Leistungsphase 1-4 auch noch den Rest gemacht, kann mir sehr gut vorstellen, wie das abläuft und fühle mit euch. Ich kann dir leider nur die Erfahrung mit unserem Architekten mitteilen: Mein Freund und ich wussten eigentlich schon sehr genau, wie unser Haus aussehen sollte, den Grundriss haben wir selbst entworfen und haben eigentlich nur noch die Nutzung der Räume überlegt (sprich, ist das Zimmer im Norden dann das Bad oder die Ankleide?). Da wir zum ersten Mal bauen und dachten, dass wir auf jeden Fall einen Architekten brauchen und die meisten Fertighausfirmen nur ihre Standards machen und keine Lust auf eine so freie Planung haben, sind wir über Empfehlung unserer Maklerin an unseren Architekten gekommen. Dann kam der Hammer, für die Planausführung hat er geschlagene 4,5 Monate gebraucht obwohl unser Haus nun original so aussieht, wie wir es vorab in einem freien Architekturprogramm entworfen haben. Die Gaube ist minimal anders und die Wandstärken sind statisch korrekt berechnet, das wars. Er hat es dann sogar noch geschafft, nach über 30 Berufsjahren den Bauantrag unvollständig einzureichen sodass die Dame von der LBK einen bitterbösen Brief geschickt hat. Ganz großes Kino, wir waren froh, dass er von vornherein keine Bauleitung mit Ausschreibungen mehr machen wollte.
Wenn euer Architekt ähnlich tickt, kann ich euch leider keine Hoffnung machen, dass sich an seiner Arbeitsweise groß was ändert, bei uns hat sehr freundliches, nachfragendes Drängeln so gar nix gebracht, mein Freund hat es mit bestimmterem Auftreten versucht, der Mann hat sich von nichts aus der Ruhe bringen lassen und einfach weiter zwei Wochen für das verschieben einer Wand um 30 Zentimeter gebraucht.
Steht in eurem Vertrag mit ihm irgendwas in Bezug auf Fertigstellungsfristen? Eure brenzlige Lage mit Kind in der Pension ist ihm bewusst aber eher egal? Ich würde euch raten auf jeden Fall mal einen Beratungstermin beim Anwalt zu machen, auch wenn es erstmal 200-300 Euro kostet aber die könnten gut angelegt sein und dann wisst ihr, was euch zusteht und welche Möglichkeiten es gibt.
Ich drück euch die Daumen, dass euer Haus wenigstens am Ende genau so wird, wie ihr es euch wünscht und der ganze Stress dann endlich abfallen kann.
nordanney28.05.21 10:34
Vorab: Das ist total ärgerlich, wenn die Planung und Terminierung nicht wie gewünscht verläuft.
Stampfbeton schrieb:

Letzte mündliche Aussage vom Architekten ist, dass wir in vier Wochen einziehen können.
Was habt Ihr eigentlich mal schriftlich vereinbart?
Stampfbeton schrieb:

Planung Wärmepumpe: Wir haben Ende 2020 wiederholt und deutlich darauf hingewiesen, dass wir uns so schnell wie möglich für die zu verbauende Wärmepumpe entscheiden wollen,
Benutzer201 schrieb:

Auf wiederholte Anfragen beim Architekten, ob alles Notwendige erledigt ist, habe ich nie eine konkrete Antwort erhalten. Als mir dies spanisch vorkam, habe ich heute direkt beim Elektriker nachgefragt
Benutzer201 schrieb:

Wir haben nie einen detaillierten Zeitplan erhalten,
Benutzer201 schrieb:

obwohl ich nun schon seit Monaten dränge.
Schriftlich hilft immer. Fristsetzungen? Irgendwie hört es sich sehr naiv an, wie Ihr vorgegangen seid. Nicht konsequent. Das müsst Ihr Euch ankreiden lassen.
Benutzer201 schrieb:

mit der Folge, dass die Pumpe erst kommende Woche kommen soll.
Benutzer201 schrieb:

Der vorhandene Hausanschluss muss verstärkt werden,
Was für eine Last hat die Wärmepumpe, dass der Hausanschluss nicht reicht? Die Wärmepumpe nimmt im Regelbetrieb weniger Strom als ein Fön. Lediglich ein Heizstab (der i.d.R. nicht angeht) sorgt für eine etwas erhöhte Last.
Benutzer201 schrieb:

Aber der aktuelle Stand ist, dass erst kommende Woche die Wärmepumpe kommen soll. Unser Anbau ist nicht fertig. Estrich fehlt natürlich noch
Warum schreibst Du beim fehlenden Estrich "natürlich"? Was hat der mit der Wärmepumpe zu tun?
Davon abgesehen, kann man Estrich a) auch ohne Wärmepumpe mit der Fußbodenheizung trocknen und b) gibt es Zusätze, dass der Estrich nach 5 (in Worten: fünf!) Tage belegreif ist. Das funktioniert sehr gut und spart neben der Zeit auch noch bares Geld.
Benutzer201 schrieb:

unserer aktuellen Bitte, wenigstens zu organisieren, dass in der aktuellen Situation Fliesen und Parkett mit Vorlauf gekauft werden sollen, wird auch nicht nachgekommen.
Äh, Naivität? Wer hindert Euch daran, Fliesen und Parkett zu kaufen?
Benutzer201 schrieb:

Nach Steuern ist das für diesen Posten eine Preissteigerung von mehr als 9 % der ursprüngliche Gesamtsumme.
Da müsst Ihr durch. Das kann immer passieren und ist Euer Problem. Liegt gerade an explodierenden Preisen.
Benutzer201 schrieb:

Während die Preisabschätzungen für alle anderen Gewerke halbwegs eingehalten werden (Ausnahme: unvorhergesehene Dinge),
Also grundsätzlich eine vernünftige Planung.
Benutzer201 schrieb:

Ich frage mich nun, wie wir am effektivsten dem Architekten Druck machen können. Vor dem Gang zum Anwalt schrecke ich (noch) zurück.
Schon wieder Naivität. Druck = schriftliche Fristsetzungen. Bei Nichteinhaltung = Anwalt. Kurz und schmerzlos.

Insgesamt liest es sich, als ob Ihr einen Babysitter für die Sanierung haben wolltet. Ohne Eigenengagement und Durchsetzungsvermögen wird das nichts. Der Architekt kann Euch ganz in Ruhe auf der Nase rumtanzen und Ihr lasst es zu. Cojones sind jetzt angesagt.
Sube28.05.21 12:50
JuliaMünchen schrieb:

Steht in eurem Vertrag mit ihm irgendwas in Bezug auf Fertigstellungsfristen? Eure brenzlige Lage mit Kind in der Pension ist ihm bewusst aber eher egal? Ich würde euch raten auf jeden Fall mal einen Beratungstermin beim Anwalt zu machen, auch wenn es erstmal 200-300 Euro kostet aber die könnten gut angelegt sein und dann wisst ihr, was euch zusteht und welche Möglichkeiten es gibt.
Ich drück euch die Daumen, dass euer Haus wenigstens am Ende genau so wird, wie ihr es euch wünscht und der ganze Stress dann endlich abfallen kann.

Danke für die Antwort insgesamt und für diesen Ratschlag. Auch wenn es weder uns noch Euch weiter hilft, tut es gut, zu lesen, dass wir nicht die einzigen mit solchen Problemen sind.

Wir haben schon vor dem Posten unseres Beitrags dem Architekten ein Zeitlimit für einen kompletten und detaillierten Zeitplan gesetzt (kommenden Montag). Je nachdem, was hier raus kommt, werden wir wohl in der Tat zum Anwalt gehen.

Eine Fertigstellungsfrist haben wir leider nicht im Vertrag stehen. Da die erste Zeitabschätzung so viel Luft enthalten hat, schien das nicht nötig zu sein. Naiv, ich weiß (siehe unten), aber diese Erkenntnis hilft nun leider auch nicht weiter 🙁
nordanney schrieb:

Was für eine Last hat die Wärmepumpe, dass der Hausanschluss nicht reicht? Die Wärmepumpe nimmt im Regelbetrieb weniger Strom als ein Fön. Lediglich ein Heizstab (der i.d.R. nicht angeht) sorgt für eine etwas erhöhte Last.

Das ist ein guter Punkt. Die Wärmepumpe ist eine Stiebel Eltron WPK 17 ICS classic (Innenaufstellung). Laut Datenblatt zieht sie eine Leistung von 5.4 kW. Der Elektriker hat in den Antrag einen nötige Gesamtleistung für den Anschluss von 9.8 kW eingetragen (d.h. 4.4. kW für alle anderen Verbraucher) und eine "Gleichzeitig benötigte Anschlussleistung" von 22 kW (ich weiß nicht, welche Leistungsstufen in München möglich bzw. üblich sind).
nordanney schrieb:

Davon abgesehen, kann man Estrich a) auch ohne Wärmepumpe mit der Fußbodenheizung trocknen und b) gibt es Zusätze, dass der Estrich nach 5 (in Worten: fünf!) Tage belegreif ist. Das funktioniert sehr gut und spart neben der Zeit auch noch bares Geld.

Ein guter Hinweis, danke dafür.
nordanney schrieb:

Insgesamt liest es sich, als ob Ihr einen Babysitter für die Sanierung haben wolltet. Ohne Eigenengagement und Durchsetzungsvermögen wird das nichts. Der Architekt kann Euch ganz in Ruhe auf der Nase rumtanzen und Ihr lasst es zu. Cojones sind jetzt angesagt.

Einen Babysitter wollen wir sicherlich nicht. Wir sind vermutlich insgesamt deutlich zu vertrauensselig (man mag es auch naiv nennen) an die Sache rangegangen und müssen nun die Folgen ausbaden. Mal schauen, ob die dem Architekten gestzte Frist für einen Zeitplan (siehe oben) hilft.
Gerddieter28.05.21 14:03
Schon der Wahnsinn was mit den Architekten so los ist. Wir haben 2020 angefangen- leider auch vertrauensselig- und unser Architekt hat eigentlich gar nix gemacht. Nen Standardentwurf aus der Schublade, zweimal Wände geschoben- dafür hat er 6 Monate gebraucht und das Ergebnis hatte nichts mit unseren Wünschen zu tun.
Danach war er der Meinung genug getan zu haben wollte volles Honorar...

Jetzt meine Empfehlung an Euch: Einigt Euch mit dem Architekt - wenn erst Anwälte im Spiel sind wird es teuer..
11ant28.05.21 16:26
Sube schrieb:

Wir haben nie einen detaillierten Zeitplan erhalten, obwohl ich nun schon seit Monaten dränge.
Ich denke eher: Ihr habt keinen Zeitplan erhalten, weil es überhaupt keinen gibt. Der Architekt - was macht der eigentlich beruflich ? - wird nächste Woche nur sagen, den bräuchte man auch gar nicht mehr, nun sei doch bestimmt sehr bald alles fertig.
Ein Bauablaufplan ist kein Instrument der Informationstransparenz für den Bauherrn, sondern essentielle Grundlage für die Eintaktung aller Beteiligten. Das Ding muß vor dem ersten Bohrhammerschlag fertig sein, es ist das zentrale Kontrollinstrument.

Aus meiner Sicht braucht Ihr erstens einen Architekten und zweitens einen Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht, der den Vertrag mit dem Schlamper löst und ihn auf Schadenersatz verklagt. Daß am Bau Preise auch mal lebhafter als erwartet steigen ist zu allen Zeiten immer wieder einmal vorgekommen. Aber daß Ihr nun an Preissteigerungen "teilnehmt" die Euer Bau eigentlich dank vorheriger Fertigstellung gar nicht mehr erlebt hätte, geht auf das Verschulden des Schlampers zurück. Dafür gehört er in Regress genommen, mitsamt Nutzungsentschädigung für jede angebrochene Woche Verzögerung, die von nichts und niemand anderem als ihm zu verantworten ist. Und anschließend gehört der Bursche aus der Kammer geworfen, damit er kein weiteres Unheil anrichten kann. Bei manchen Architekten muß man den Eindruck haben, daß sie im Zustand des Frührentners wegen versäumter eigener Versorgung einfach fahrlässig noch Aufträge annehmen, die sie gar nicht mehr erledigen können. Da kann dann auch der Gang zum Strafrechtler lohnen, den Tatbestand des Eingehungsbetruges zu prüfen. Und danach geht es dann wieder zum Architektenrechtler, denn die Berufshaftpflicht des Schlampers wird sich winden.
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